4/8 AMD Radeon RX 460 im Test : Mit Gigabyte (2 GB) und Sapphire (4 GB) gegen GTX 950

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Die Performance in CS: GO, DOTA 2, Overwatch und Co.

Da das Standard-Rating nur ungenügend geeignet ist um die Karte vollständig zu bewerten, gibt es zusätzliche Testreihen mit Spielen, die geringere Anforderungen haben. Laut AMD eignet sich die Radeon RX 460 primär für E-Sport- sowie Casual-Spiele, während für klassische Triple-A-Spiele eine schnellere Grafikkarte erworben werden sollte. Entsprechend stehen in diesem Abschnitt eben jene E-Sport-Spiele im Fokus, die gewöhnlich mit einer deutlich simpleren Grafik und damit einer höheren Framerate daher kommen.

Counter-Strike: GO, DOTA 2, League of Legends, Overwatch, World Tanks sowie World of Warcraft sind es heute, die stellvertretend getestet werden. Als Auflösung kommt immer 1.920 × 1.080 zum Einsatz, außer in dem beliebten League of Legends. Da das Moba überhaupt nicht GPU-fordernd ist, wird auf 3.840 × 2.160 hochgeschaltet, sodass die Performance auf dem heimischen Rechner nicht schlechter, sondern nur besser ausfallen kann. In einigen der Titel wurden die Details angepasst, um mindestens 50 bis 60 Bilder pro Sekunde zu ermöglichen. Dies war aber nur bei den wenigstens Titeln nötig, die optischen Unterschiede zum Maximum fallen zudem sehr klein aus.

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Rating – E-Sport-Spiele
Angaben in Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      98,6
    • Asus Radeon RX 470 Strix (4GB)
      90,2
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      58,2
    • Sapphire RX 460 Nitro (4GB)
      57,9
    • Gigabyte RX 460 WindForce (2GB)
      55,3
    • AMD Radeon R7 370 (4GB)
      53,9
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti (2GB)
      43,5
    • AMD Radeon R7 360 (2GB)
      37,1

In allen sechs Spielen hat die Radeon RX 460 mit zwei Gigabyte keine Schwierigkeiten mehr. Dementsprechend schafft es auch die WindForce-Version von Gigabyte, nicht nur mit der Radeon R7 370 mitzuhalten, sondern diese knapp zu überholen. Der Vorsprung liegt bei drei Prozent. Gegen die GeForce GTX 950 von Nvidia reicht es aber dennoch nicht ganz. Die Maxwell-Karte ist im Durchschnitt fünf Prozent zügiger unterwegs. Die Sapphire Radeon RX 460 Nitro kann beiden Titeln von dem doppelten Speicher nicht mehr profitieren und entsprechend zählt sich „nur“ noch der höhere Takt der Grafikkarte aus. Entsprechend agiert die Sapphire-Karte im Schnitt genau fünf Prozent schneller. Damit kann sich die Grafikkarte exakt auf das Niveau der GeForce GTX 950 ohne Stromstecker hieven.

Der Blick im Detail auf die einzelnen Spiele zeigt, dass es bei den reinen Multiplayerspielen teilweise extreme Unterschiede gibt – mal liegt die eine und mal die andere Grafikkarte deutlich in Front. So ist zum Beispiel Counter-Strike: GO reines Nvidia-Land, die GeForce GTX 950 ist in dem First-Person-Shooter 28 Prozent schneller unterwegs als die Gigabyte Radeon RX 460, die sich wiederum nur um zwölf Prozent von der GeForce GTX 750 Ti absetzen kann. Das kann entsprechend auch die höher getaktete Sapphire nicht mehr im Ansatz aufholen. Das Blatt wendet sich dagegen in League of Legends, wo plötzlich die Polaris-Karte 23 Prozent zügiger als das Maxwell-Pendant rendert.

Auch bei der Leistungsaufnahme des Testrechners in den Spielen gibt es größere Unterschiede. So kommt die Radeon-Riege in Counter-Strike: GO zwar durchweg nicht aus dem Trott, zieht dafür aber zumindest auch deutlich weniger Energie aus der Steckdose.

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