Arbeitsspeicher : Wenn andere 18 nm erreichen, will Samsung 15 nm fertigen

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Arbeitsspeicher: Wenn andere 18 nm erreichen, will Samsung 15 nm fertigen
Bild: Samsung

Nicht nur bei NAND-Flash sondern auch bei DRAM ist Samsung der Konkurrenz einen Schritt voraus. Laut Informationen aus Industriekreisen will Samsung schon 2017 mit der Massenproduktion von DRAM im 15- und 16-nm-Prozess beginnen. Dies ist früher als erwartet. Die Konkurrenz fertigt aktuell noch in 20 nm.

Business Korea berichtet, dass Samsungs plant, in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit der Serienfertigung des „1y product“ zu beginnen. „1y“ steht für Samsungs nächsten Schritt in der sogenannten 10-nm-Klasse.

Der Konkurrenz um mindestens 1 Jahr voraus

Im Frühjahr hatte der Speichermarktführer bereits die 18-nm-Massenfertigung (1x) gestartet. Diese Strukturbreite wird bei den größten Konkurrenten Micron und SK Hynix voraussichtlich erst ab dem dritten Quartal 2017 in Serie gehen. Laut dem Bericht gehen Marktbeobachter davon aus, dass Samsung einen technischen Vorsprung von einem bis anderthalb Jahren gegenüber dem Wettbewerb genießt.

Wenn die Konkurrenz bei 18 nm angelangt ist, wolle Samsung bereits 30 bis 40 Prozent der DRAM-Chips in dieser Fertigungsgröße herstellen. Nach Schätzungen von DRAMeXchange macht der 18-nm-Speicher mittlerweile etwa 12 Prozent an Samsungs DRAM-Produktion aus, die restlichen 82 Prozent entfallen auf 20-nm-Chips. Laut Statistiken von IHS und DRAMeXchange besitzt Samsung einen Marktanteil von rund 47 Prozent.

Kleinerer Prozess = mehr Chips pro Wafer

Die weitere Verfeinerung des Herstellungsverfahrens bedeutet zunächst hohe Investitionen, aber langfristig niedrigere Herstellungskosten, da kleinere Chips mehr Chips pro Wafer bedeuten. Mit DRAM der 10-nm-Klasse hat Samsung erstmals 8 Gigabyte LPDDR4-Speicher in einem 15 × 15 mm kleinen Package für Smartphones untergebracht. Die darin enthaltenen 16-Gigabit-Chips werden vermutlich noch in 18 nm hergestellt, für fertige 16- oder 15-nm-Produkte ist es noch zu früh.

DRAM-Markt erholt sich

In den letzten Jahren litt die Speicherbranche unter der fortschreitenden Vergünstigung von DRAM. Im Gegenzug sanken die Einnahmen, die mancher Hersteller zu spüren bekam. Allmählich zeichnet sich jedoch ein Aufschwung an: Marktforscher erwarten, dass im laufenden Quartal die DRAM-Preise deutlich ansteigen. Einer der Gründe ist die Verlagerung der Produktionskapazitäten von DRAM hin zu NAND-Flash, was zu einer Verknappung an DRAM führt.