Canonical : Ubuntu 16.10 mit neuen Paketen vor dem Release

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Canonical: Ubuntu 16.10  mit neuen Paketen vor dem Release
Bild: Otama (CC BY 2.0)

Ubuntu 16.10 Yakkety Yak erhält eine Woche vor der Veröffentlichung eine stabile Version von Kernel 4.8 und eine Vorschau auf Mir und Unity 8. Ubuntu MATE erscheint nun sicher mit MATE 1.16. Alle Neuerungen sind bereits jetzt per Upgrade von einer Beta-Version verfügbar.

Bereits seit zwei Jahren warten Ubuntu-Anwender auf Unity 8. Jetzt erhalten sie mit dem am 13. Oktober final veröffentlichten Ubuntu 16.10 Yakkety Yak eine technische Vorschau auf die lang ersehnte neue Version der Desktopumgebung. Bevor allerdings die Vorfreude zu groß wird, gibt es einige Einschränkungen zur Kenntnis zu nehmen.

Die Vorschau auf Mir und Unity 8 ist noch als experimentell gekennzeichnet und lässt sich derzeit nur mit Intel- und Nvidia-Grafikkarten nutzen. Bei Nvidia muss dazu der freie Nouveau-Treiber zur Anwendung kommen. Am ehesten funktioniert eine Unity-8-Sitzung auf realer Hardware. VirtualBox ist derzeit nicht in der Lage, mit Mir umzugehen. Weitere Virtuelle Maschinen wie KVM und Qemu sowie VMware lassen sich angeblich mit einigen Tricks zur Zusammenarbeit überreden.

Experimentelle Sitzung

Die Unity-8-Sitzung, die nach der Aktualisierung einer Beta-Version von Ubuntu 16.10 im Login-Manager ausgewählt werden kann, taugt allerdings bei Weitem nicht zum produktiven Arbeiten, sondern ist eher geeignet, Fehler zu finden und zu melden. X-Apps laufen darin noch nicht sondern lediglich Scopes und Apps von Ubuntu Phone sowie Anwendungen, die kein X benötigen. Mit der Aktualisierung kommt auch eine stabile Version des erst nach der Ubuntu-Beta veröffentlichten Kernels 4.8 auf die Platte.

Ubuntu MATE 16.10
Ubuntu MATE 16.10 (Bild: Canonical)

Mate 1.16 baut auf GTK3

Bei Ubuntu MATE steht nun fest, dass die endgültige Version MATE 1.16 am 13. Oktober auf dem veröffentlichten ISO-Image ist. Im Gegensatz zum Vorgänger ist MATE 1.16 gegen GTK3 gebaut. Anwender von Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus müssen aber nicht völlig auf MATE 1.16 verzichten, da Chefentwickler Martin Wimpress bereits an einem Backport für Xenial arbeitet. Dieser soll in den nächsten Tagen, wenn die Tests bestanden sind, im MATE-PPA für Xenial verfügbar sein. Allerdings wird diese Version noch weitgehend auf GTK2 setzen.