2/5 Bluetooth-Lautsprecher im Test : Das Passende für die eigenen Ansprüche

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Anker SoundCore

Der SoundCore von Anker, dem Spezialisten für externe Akkupacks, verfügt über ein vollständig gummiertes Äußeres, womit sich dieser für den Außeneinsatz gut geschützt zeigt. Zuoberst befinden sich die Bedienelemente zum Ein- und Ausschalten, zur Lautstärkesteuerung sowie für das Starten und Pausieren der Wiedergabe und ein Taster für den Verbindungsprozess. Da sich diese unter der gummierten Oberfläche befinden, muss für eine Bedienung etwas mehr Kraft aufgewendet werden. Über Schaltflächen zur Titelwahl verfügt der SoundCore nicht, durch ein doppeltes Drücken der Play-Taste kann zumindest zum nächsten Stück gesprungen werden. Für weitere Aktionen muss jedoch das Smartphone oder Tablet bemüht werden. Die Verarbeitung ist für einen Straßenpreis von knapp über 40 Euro sehr gut, der Lautsprecher erweist sich als äußerst stabil. Trotz des großen Akkus ist dieser mit 365 Gramm relativ leicht.

Das Pairing per Bluetooth 4.0 erfolgt ohne Probleme und wird über eine LED in Front angezeigt. Über das seitlich angebrachte Mikrofon kann der SoundCore zudem als Freisprechanlage bei eingehenden Anrufen genutzt werden.

Längste Akkulaufzeit im Testfeld

Der Klang ist bei 2 × 3 Watt Leistung ausgeglichen, der SoundCore ist dennoch keine Bassmaschine. Zwar kann über Klangeinstellungen am Smartphone etwas nachgeholfen werden, hier sind durch entstehende Verzerrungen jedoch enge Grenzen gesetzt. Etwas anderes kann aber bei der kompakten Bauweise von 165 × 45 × 54 Millimetern nicht erwartet werden. Die Lautstärke reicht aus, um einen Raum zu füllen, hätte bei einer Party jedoch deutliche Probleme gegen die damit verbundene Geräuschkulisse anzukommen. Ein kleiner Stereo-Effekt stellt sich aufgrund der Baugröße nur im Abstand von einem bis zwei Metern ein, und dann auch nur, wenn der Hörer direkt vor dem Gerät sitzt.

Anker gibt die Laufzeit des SoundCore mit 24 Stunden an, welche der über 4.400 mAh verfügende Akku sicherstellen soll. Im Test konnte der angegebene Wert mit 22 Stunden zwar nicht erreicht werden, ist für einen Lautsprecher dieser Klasse dennoch enorm. Zudem gibt es bei dieser langen Laufzeit genügend Einflüsse wie Verbindungsqualität oder Lautstärke, welche Auswirkungen auf die Laufzeit besitzen. Laut Hersteller soll der Akku in fünf Stunden wieder vollständig aufgeladen sein, eine ebenfalls seitlich angebrachte LED informiert über den Ladestand.

Creative MUVO 2C

Die MUVO-2C-Serie soll laut Creative Labs einen satten Klang auf kleinem Raum bieten, denn mit gerade einmal 93 × 67 × 38 Millimetern und einen Gewicht von 165 Gramm ist diese äußerst kompakt. Dafür stattet der Hersteller den Mono-Lautsprecher mit einem passiven Strahler für den Bassbereich aus. Die Verarbeitung ist gut und stabil, der MUVO 2C ist zudem nach IP 66 vor Spritzwasser geschützt. Damit kann dieser auch im heimischen Bad, im Garten oder im Freibad Verwendung finden – ins Wasser fallen sollte er dennoch nicht. Über die oben angebrachten Gummitasten lässt sich der MUVO 2C gut und komfortabel bedienen.

Audio-Inhalte nimmt der kleine Lautsprecher dabei neben Bluetooth 4.2 und Klinkestecker auch über eine SD-Karte in den Formaten FLAC, WAV, WMA oder MP3 sowie per direkter USB-Verbindung zu einem PC entgegen. Für Letzteres muss jedoch das „Sound Blaster Control Panel“ installiert sein, welches im Test allerdings an drei Rechnern mit der Meldung, dass das System kein unterstütztes Produkt finden konnte, scheiterte. Über die Software soll sich der Lautsprecher steuern lassen, und es können zudem Klangeinstellungen vorgenommen werden.

Guter Klang, Kartenspieler und Spritzwasserschutz

Der Klang kann sich für diese Größe sehen beziehungsweise hören lassen, ist aufgrund der geringen Gehäusegröße jedoch verständlicherweise limitiert, sodass eine „Rumpelkiste“ nicht erwartet werden darf. Dennoch präsentiert sich der MUVO 2C kraftvoll, auch wenn die Höhen ein wenig zu dominant erscheinen.

Die Lautstärke ist, sofern man direkt neben dem Lautsprecher sitzt, ausreichend, beginnt jedoch schon deutlich vor der maximalen Lautstärke zu verzerren. Das Ausfüllen eines ganzen Raums wird für den handtellergroßen Tonwiedergeber dann schon schwieriger, bei einer Party wird der MUVO 2C zudem schnell von seiner Umgebung übertönt. Eine feinere Unterteilung der einzelnen Lautstärke-Abschnitte wäre von Vorteil, denn oft erweist sich die eine Einstellung als zu leise, die nächste jedoch als deutlich zu laut. Ein Nachjustieren am Quellgerät ist die Folge.

Durch Kopplung zum Stereo-Set

Creative Labs verfolgt beim Neuling darüber hinaus ein interessantes Konzept: Durch Kopplung können zwei einzelne Mono-Lautsprecher zu einem Stereo-Set zusammengefügt werden. Die Vorgehensweise ist dabei recht einfach: Zuerst wird der linke Lautsprecher eingeschaltet, anschließend die Kopplungstaste für den rechten Lautsprecher gedrückt und dieser eingeschaltet. Nach knapp zehn Sekunden erfolgt mit „Right Speaker Linked“ die Bestätigung über die erfolgreiche Kopplung. Dann können die Lautsprecher per Bluetooth mit einem Wiedergabegerät verbunden werden. Ein Entkoppeln der Lautsprecher ist nicht nötig – wird der linke ausgeschaltet, schaltet der rechte Sprecher ebenfalls ab. Die Kopplung hat jedoch einen Wermutstropfen: Sie funktioniert nur bei einer Speisung über Bluetooth, Musik über die Speicherkarte oder per externer Kabelquelle kann nur auf einem Lautsprecher ausgegeben werden. Eine Verwendung als Freisprechanlage ist auch hier möglich.

Creative Labs gibt für den verbauten Akku mit einer Leistung von 650 mAh eine Laufzeit von sechs Stunden bei einer Lautstärke von 80 Prozent an. Bei einer etwas geringeren Lautstärke kann dieser Wert im Test problemlos überschritten werden – selbst nach acht Stunden dudelte der MUVO 2C noch vor sich hin.

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