3/5 Bluetooth-Lautsprecher im Test : Das Passende für die eigenen Ansprüche

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Creative MUVO 2

Beim MUVO 2 hat Creative Labs viele Merkmale des kleinen Bruders MUVO 2C übernommen. So greift der Hersteller auf das gleiche Designkonzept zurück, wobei der größere Bruder mit 190 × 67 × 38 Millimeter doppelt so groß und mit 340 Gramm auch doppelt so schwer ist. Ebenfalls vorhanden sind die IP-66-Zertifizierung und die Kopplungsmöglichkeit mit einem zweiten Lautsprecher. Ein Zusammenfügen mit der C-Variante ist in beiden Richtungen jedoch nicht vorgesehen.

Im Gegensatz zum kleineren Vertreter handelt es sich beim MUVO 2 um einen Stereo-Lautsprecher. Doch wie bereits beim Anker SoundCore hält sich der Stereo-Effekt aufgrund der geringen Baugröße in Grenzen – für mehr ist eine Koppelung mit einem weiteren Lautsprecher nötig. Daneben weist der Bluetooth-Lautsprecher einen hörbar stärkeren Bass sowie eine größere Dynamik als sein kleinerer Bruder auf. Dies resultiert in einer deutlich höheren Lautstärke, die jedoch nur bedingt nutzbar ist – denn schon bei knapp über deren Hälfte neigt der Lautsprecher bei normal ausgesteuerter Musik zu hörbaren Verzerrungen. So taugt auch der MUVO 2 nicht dazu, einen Raum komplett zu füllen.

Im Gegensatz zum kleinen Bruder verfügt der getestete Lautsprecher über eine separate Start-Stop-Taste, welche gerade die Bedienung des internen Kartenplayers erleichtert. Dank eines größeren Akkumulators mit einer Kapazität von 2.200 mAh erhöht sich die Akkulaufzeit laut Creative Labs auf bis zu zehn Stunden, welche im Test ebenfalls überschritten wurde.

JAM Heavy Metal HX-P920

Der Name ist beim Heavy Metal HX-P920 von JAM Programm: Der massiv wirkende Lautsprecher ist aus gebürstetem Aluminium gefertigt und wiegt 765 Gramm, was jedoch weniger am über eine Kapazität von 4.000 mAh verfügenden Akku liegt. Der HX-P920 ruht auf einem knapp fünf Millimeter dicken Gummiboden, wodurch Vibrationen nicht übertragen werden. Die Verarbeitung ist tadellos, etwas anderes kann man aber vom teuersten Lautsprecher im Testfeld auch nicht erwarten. Zudem weist das Gehäuse einen Spritzwasserschutz auf.

Über die sechs sich oberhalb des Gehäuses befindlichen Tasten kann neben der Lautstärke zusätzlich die Wiedergabe gesteuert werden. Durch das eingebaute Mikrofon kann das Gerät bei eingehenden Anrufen ebenfalls als Freisprechanlage verwendet werden. Eine LED in Front zeigt an, ob eine Verbindung besteht und ob der Akku geladen werden muss.

JAM gibt die Laufzeit des HX-P920 mit bis zu acht Stunden an – und stapelt damit sehr tief. Bei normaler Zimmerlautstärke ging dem Lautsprecher bei optimaler Verbindung auch nach über elf Stunden noch nicht die Puste aus. Laut dem Hersteller soll ein leerer Akku in rund drei Stunden wieder aufgeladen sein. Um Strom zu sparen, schaltet sich der Lautsprecher im unverbundenen Zustand nach 2 Minuten ohne Audiosignal aus, mit einer Quelle gekoppelt verlängert sich diese Zeit auf 15 Minuten.

Verzerrungen bei leiser Ausgabe im Bassbereich

Mit einer Leistung von 2 × 10 Watt reicht der Stereo-Lautsprecher aus, um ein Zimmer mit guten Höhen und Mitten sowie einem auf die Größe bezogen kräftigen Bass zu beschallen, wobei nicht erwähnt werden muss, dass auch der HX-P920 nur bedingt über einen Stereo-Effekt verfügt. Zudem neigt dieser bei rund drei Viertel der möglichen Lautstärke zu deutlich hörbaren Verzerrungen. Diese sind jedoch auch bei geringer Lautstärke ein Thema, welche dann im Bassbereich deutlich hörbar sind. Damit wird ein leises Hören von Musik spätestens dann unmöglich, wenn tiefe Frequenzen auftreten.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sprachausgabe, welche die Bedienung eigentlich vereinfachen soll. Die Lautstärke der Meldungen ist jedoch so hoch angesetzt, dass man beim abendlichen Musikhören spätestens nach der automatischen Abschaltung wieder aufgeweckt wird.

JAM Classic HX-P230

JAM bewirbt den HX-P230 als den am meisten verkauften Bluetooth-Lautsprecher in den USA. Mit diesem verfolgt der Hersteller einen komplett anderen Weg als die meisten Konkurrenten im Test: Durch die Abstrahlung nach oben erhält der Lautsprecher eine Ausgabe von 360° und ist durch die daraus resultierende kompakte Bauweise mit der kleinste Lautsprecher im Test. Der Klang ist dabei erstaunlich ausgeglichen und gut: Mitten und Höhen sind betont, und auch der Bass ist vorhanden, wenn dieser auch der Bauart geschuldet die tiefen Frequenzen vermissen lässt. Ein kompletter Raum lässt sich mit dem HX-P230 nicht ausfüllen, denn bei diesem handelt es sich eher um einen Lautsprecher, welcher immer in der Nähe des Hörers stehen sollte.

Bei der Laufleistung des nicht näher beschriebenen Akkus scheint der Hersteller selbst nicht sicher zu sein: Mal wird von diesem eine Dauer von bis zu vier Stunden angegeben, mal sind es derer fünf. Dies spielt auch nur bedingt eine Rolle, da der Classic im Test die Fünf-Stunden-Marke fast um eine Stunde überschreitet. Nähert sich der Akku dem Leerstand, wird der Nutzer über eine blinkende LED informiert. Die Aufladedauer soll laut JAM abhängig vom verwendeten Netzteil drei Stunden betragen. Aufgrund des mechanischen Ein- und Ausschalters deaktiviert sich der Lautsprecher nach einer gewissen Zeit nicht selbst, um Strom zu sparen. Über die am Gerät angebrachten Bedientasten kann die Wiedergabe gestartet und gestoppt sowie die Lautstärke eingestellt werden.

Ein wenig mehr Sorgfalt hätte JAM jedoch bei der Herstellung walten lassen sollen: So sind alle nötigen Angaben wie Typenbezeichnung oder CE-Kennzeichnung auf der Geräteunterseite in weißer Farbe auf schwarzem Hintergrund aufgebracht – lediglich die Stellung des Ein- und Ausschalters („On“, „Off“) ist in dunkelgrauer Farbe vorhanden und dabei schon bei guten Lichtverhältnissen schwer zu erkennen. Hier kann schnell das Rätselraten eintreten.

Hörbare Störgeräusche bei Bluetooth-Verbindung

Der Lautsprecher könnte eine gute Alternative für Nutzer sein, denen wenig Platz zur Verfügung steht und die daher auf ein kleines Gerät mit guter Wiedergabe angewiesen sind. Doch leider macht JAM alle guten Argumente für den Classic durch sehr deutliche Störgeräusche bei der Wiedergabe per Bluetooth-Quelle zunichte, welche auch in Kundenrezensionen unter anderem auf Amazon genannt werden. Über das Klinkenkabel verbunden, fällt der Lautsprecher lediglich mit einem erhöhten Rauschen auf, mit dem aber, wie anfangs erwähnt, alle Testaspiranten zu kämpfen haben.

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