Windows Phone: Microsoft verkauft keine Lumias mehr

Christian Lohmüller 188 Kommentare
Windows Phone: Microsoft verkauft keine Lumias mehr

Microsoft bietet in seinem Online-Store keine Lumias mehr an. In Deutschland, den USA und Großbritannien sind die Smartphones nicht mehr vorrätig. Die einzigen verfügbaren Windows-Smartphones stammen von Acer, HP und – jedoch nur in den USA – Blu.

Bei anderen Anbietern wie beispielsweise Amazon, Notebooksbilliger.de oder Saturn sind Lumia-Smartphones noch erhältlich. Jedoch nennt Amazon für manche Modelle nur noch Lagerbestände von weniger als 20 Stück.

Dass Microsoft die alten Modelle auslaufen lässt, ist nicht ungewöhnlich. Das wichtige Weihnachtsgeschäft ist vorbei, mit der CES 2017 Anfang Januar und dem Mobile World Congress Ende Februar stehen zwei wichtige Branchenmessen vor der Tür. Unklar ist, was Microsoft dort zeigen will.

Ende November bekräftigte Microsoft-CEO Satya Nadella in einem Interview, dass Microsoft auch in Zukunft Smartphones entwickeln und fertigen wird: „Wir werden auch weiterhin auf dem Markt für Smartphones vertreten sein“, so Nadella. Das werde aber nicht auf die Art und Weise geschehen, wie es die aktuellen Marktführer derzeit vormachen. Stattdessen werde Microsoft die dem Konzern eigenen, einzigartigen Fähigkeiten einsetzen, um das „ultimative mobile Gerät“ zu entwickeln. Ohne ein Gerät beim Namen zu nennen, deuteten seine Äußerungen auf das sagenumwobene Surface Phone hin.

Wie schon beim Lumia 950 und beim HP Elite x3 dürfte weiterhin die Continuum-Funktion im Mittelpunkt stehen. Mit Continuum wird ein Smartphone quasi zum Desktop-Rechner, wenn man es mit Bildschirm, Tastatur und Maus verbindet – geeignete Apps vorausgesetzt. Und Apps sind Mangelware auf Microsofts Smartphones. Daher hat Microsoft diesen Dezember eine Windows-Version vorgestellt, die selbst auf ARM-Prozessoren in 32 Bit geschriebene x86-Anwendungen ausführt.