Autonomes Fahren: BMW, Intel und Mobileye mit ersten Testfahrten noch 2017

Jan-Frederik Timm 7 Kommentare
Autonomes Fahren: BMW, Intel und Mobileye mit ersten Testfahrten noch 2017
Bild: BMW

BMW, Intel und Mobileye wollen noch in diesem Jahr mit der Erprobung der seit Juli 2016 in Zusammenarbeit entwickelten Plattform für autonome Fahrzeuge beginnen. Das haben alle drei Unternehmen gemeinsam auf der CES 2017 erklärt.

40 aktuelle 7er als Technologieträger

Aktuell würden 40 7er-BMW auf den Start der Testfahrten im zweiten Halbjahr 2017 vorbereitet. Die Erprobung soll weltweit erfolgen. Die ersten Fahrten werden in den USA und Europa stattfinden. Die Aufnahme von Praxistests nur gut ein Jahr nach Bekanntgabe der strategischen Partnerschaft unterstreiche „die signifikanten Fortschritte der drei Unternehmen auf dem Weg zum autonomen Fahren“.

Im Rahmen der Zusammenarbeit steuert BMW das Auto als Basis bei und ist für die Themen Dynamik und Driving Control sowie die Auswertung der funktionalen Sicherheit inklusive dem Aufbau einer Simulation verantwortlich. Hinzu kommen die Integration der Komponenten sowie die Produktion der Prototypen und schließlich die Skalierung der Plattform über entsprechende Partner. Intel liefert die Rechenleistung in Form von Prozessoren. Mobileye, ein israelischer Spezialist für Computer Vision und maschinelles Lernen, bringt Software-Know-How sowie den Prozessor EyeQ 5 ein, der die Aufzeichnungen aus der auf 360 ° aufzeichnenden Sensorik interpretiert. Bis zum September 2016 war Mobileye auch Partner von Tesla, doch die Partnerschaft endete im Zerwürfnis.

BMW iNEXT als erstes Serienfahrzeug im Jahr 2021

Die drei Unternehmen planen die Serienfertigung eines ersten PKWs mit finaler Technik zum autonomen Fahren für das Jahr 2021. Das erste Fahrzeug soll BMWs iNEXT sein.

Seit Anfang Januar kooperierten Intel und BMW auch auf anderer Ebene bei der Entwicklung autonomer Fahrzeuge: Dem im Jahr 2015 von Audi, BMW und Daimler für 2,8 Milliarden Euro von Nokia übernommenen Kartendienst Here, an dem Intel seit gestern ebenfalls 15 Prozent Anteile hält.