Dell S2718D: Dünnster 27-Zoll-Monitor mit WQHD und USB-C

Michael Günsch 48 Kommentare
Dell S2718D: Dünnster 27-Zoll-Monitor mit WQHD und USB-C
Bild: Dell

Zumindest nach eigener Marktanalyse hat Dell mit dem S2718D einen 27-Zoll-Monitor mit dem dünnsten Profil seiner Klasse vorgestellt. Das Display liefert 2.560 × 1.440 Bildpunkte (WQHD), der in dieser Größe häufig anzutreffende Mittelweg zwischen Full HD und Ultra HD im 16:9-Format.

Ein vollständiges Datenblatt mit genauen Abmessungen fehlt noch, doch die Bilder veranschaulichen die geringe Tiefe des S2718D. Bei aktuellen TFT-LCDs mit LED-Backlight spielt die Bautiefe vom Platzbedarf her kaum noch eine Rolle, der Titel des dünnsten Monitors ist daher eher schlanke Kosmetik. Das Design steht bei dem Neuling in jedem Fall im Fokus. Ganz im Sinne der InfinityEdge-Familie des Herstellers ist auch der Rahmen sehr dünn gehalten. Die Rückseite des silbernen Display-Gehäuses ist geschlossen gestaltet und erinnert an den Rücken von so manchem Dell-Notebook – von Belüftungsschlitzen ist zumindest beim vorliegenden Bildmaterial nichts zu sehen.

Alle Anschlüsse im Standfuß

Der Standfuß ist dem Design angepasst und verfügt über eine gebogene Halterung. Um die plane Rückseite zu ermöglichen, wurden auch die Anschlüsse im Standfuß untergebracht. Dort sind auf der Hinterseite einmal HDMI 2.0, ein Audio-Ausgang sowie zweimal USB-Typ-A und einmal USB-Typ-C vorhanden. Der USB-Typ-C-Port bietet laut Dell eine Stromversorgung mit bis zu 45 Watt (USB Power Delivery) und kann per Alternate-Mode auch als DisplayPort fungieren.

Dell S2718D
Dell S2718D

Weite Blickwinkel, Glossy und 99% sRGB

Den genauen LCD-Panel-Typ verrät Dells Ankündigung nicht. Die Blickwinkel werden mit bis zu 178 Grad bei horizontaler wie vertikaler Betrachtung angegeben, was zumindest ein TN-Panel (170°/160°) ausschließt. Der Kontrast von 1.000:1 lässt ein IPS-Panel vermuten, Dell ist für die Verwendung von LGs AH-IPS-Panels bekannt. Die Display-Front ist glänzend (glossy) gestaltet, was als Nachteil Spiegelungen bei direktem Lichteinfall bedeutet, im Gegenzug aber oft für ein subjektiv klareres Bild sorgt. Bei 8 Bit Farbtiefe (16,7 Mio. Farben) soll der sRGB-Farbraum zu 99 Prozent abgedeckt werden. Dies ist ein normaler Wert, erst Profimonitore für farbkritische Arbeiten übertreffen das sRGB-Farbspektrum und bieten einen sogenannten weiten Farbraum (Wide Gamut). Die Reaktionszeit gibt Dell mit 6 Millisekunden beim Wechsel von Graustufe zu Graustufe an.

Dell S2718D
Dell S2718D (Bild: Dell)

„HDR technology embedded“

Über die Eigenschaften, die ein Bildschirm mit sich bringen muss, um als HDR-tauglich zu gelten, gehen die Meinungen auseinander. Die Richtlinien sind nicht sonderlich präzise. Zumindest muss der Bildschirm mit HDR-Bildmaterial umgehen, also dieses verarbeiten können. Ob das ausgegebene Bild dann als HDR durchgeht oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Dell spricht beim S2718D von „HDR technology embedded“, also eine integrierte HDR-Technik. Für einen hohen Dynamikumfang sprechen die maximale Helligkeit von 400 cd/m² und das Kontrastverhältnis von 1.000:1 aber nicht. Eine Fußnote im Pressedokument weist darauf hin, dass das „HDR-Feature mit Hinblick auf einen PC-Nutzer entworfen wurde und Spezifikationen unterstützt, die sich von existierenden TV-Standards für HDR unterscheiden.“ Nach „echtem“ HDR klingt dies nicht, doch gibt es dafür auch keinen offiziellen Rahmen. Zumindest werde HDR10-Bildmaterial für den HDR-Betrieb benötigt, heißt es weiter.

Preis und Verfügbarkeit

Der Dell S2718D soll Ende März für 699,99 US-Dollar (zuzüglich Steuern) erhältlich sein.