MSI Trident 3: Kaby Lake im kompakten Gaming-PC ab 1.099 Euro

Frank Meyer 22 Kommentare
MSI Trident 3: Kaby Lake im kompakten Gaming-PC ab 1.099 Euro
Bild: MSI

Der von MSI zur CES 2017 enthüllte Mini-PC Trident 3 ist als Upgrade-Variante des erst Ende 2016 auf Basis von Skylake in den Handel entlassenen Trident bereits jetzt im Verkauf angekommen. Der im Konsolen-Formfaktor gehaltene Gaming-PC bestückt mit Desktop-Hardware kostet mit Kaby-Lake-CPU und Pascal-Grafikkarte ab 1.099 Euro.

Neue Technik im alten Gewand

Der Trident 3 folgt als Refresh-Modell den Tugenden des Vorgängers Trident. Während die Hardware auf Basis von Kaby Lake ein Upgrade erhält, verpackt MSI die Komponenten des kompakten Mini-PC weiterhin im altbekannten Gehäuse. Die Abmessungen sind mit 346 × 232 × 72 mm identisch zum Trident, wodurch auch das zur Verfügung stehende Innenvolumen von 4,7 Litern erhalten bleibt. Damit soll der 3,4 Kilogramm schwere Trident 3 (ohne das externe Netzteil) auch weiterhin kompakter als manche Konsole ausfallen, obgleich durch den Einsatz von Komponenten aus dem Desktop-Segment neben einem Leistungszuwachs auch ein gewisser Spielraum für die Aufrüstbarkeit gegeben ist. Beispielsweise lässt sich der in der Basiskonfiguration 8 GByte umfassende DDR4-RAM in den beiden SO-DIMM-Slots auf bis zu 32 GByte erweitern und auch die Ausstattung mit Festplatten oder SSDs ist im Refresh-Modell weiterhin individuell konfigurierbar. Zum Vergleich, die überarbeitete PlayStation 4 Pro von Sony ist noch etwas kleiner aufgestellt – sie misst nur 288 × 265 × 39 mm und wiegt 2,1 kg.

MSI Trident 3

Vorkonfigurierter Mini-PC mit Kaby Lake aufgewertet

Bei den Prozessoren steht im Trident 3 der Core i5-7400 mit vier Kernen und der gleichen Anzahl an Threads neben dem höher taktenden Core i7-7700, der darüber hinaus mit 8 Threads aufwartet, zur Wahl. Beide Kaby-Lake-CPUs bieten im Vergleich zu den direkten Vorgängern Core i5-6400 und Core i7-6700, die MSI in der ersten Generation der Trident-Serie nutzt, eine leicht gesteigerten Turbo-Takt bei gleichzeitig gestiegener Effizienz und damit einhergehend einer geringeren Wärmeentwicklung. Der Core i5-7400 schafft bis zu 3,5 GHz im Turbo-Modus, der Core i7-7700 kann bei identischer Kühlung, genannt „Silent Storm Cooling 2“, bis auf 4,2 GHz takten.

VR-Ready mit Pascal-Grafikkarte

MSI Trident 3
MSI Trident 3 (Bild: MSI)

Bei der Grafikkarte gibt MSI der aktuellen Pascal-Generation von Nvidia weiterhin den Vorzug. Der Trident 3 wird genau wie der Trident mit einer GeForce GTX 1060 bestückt, der entweder 3 GByte oder 6 GByte Grafikspeicher zur Seite stehen. Um für die virtuelle Realität gerüstet zu sein, besitzt der kompakte und nach Sicht von MSI auch wohnzimmertaugliche Gaming-PC an der Vorderseite einen als VR-Link bezeichneten HDMI-Ausgang, der durch das Gehäuse zum rückseitigen I/O-Panel geschleift wird, um auf der Rückseite über eine Kabelverbindung an der Grafikkarte angeschlossen zu werden.

Die Vielfalt bei den Schnittstellen bleibt

An der Gehäusefront wird auch in der Neuauflage mehrfach nur USB 3.0 (5 Gbit/s) geboten. Ein verpolungssicherer Typ-C-Anschluss sowie zwei Typ-A-Anschlüsse sind von MSI zwar als USB 3.1 (Gen1) gekennzeichnet, können im Funktionsumfang aber lediglich mit dem USB-3.0-Standard gleichziehen. Kopfhörer und Mikrophon können auf der Vorder- und Rückseite des Trident 3 angeschlossen werden. Das hintere I/O-Panel ist zudem mit einem LAN-Anschluss, einem USB 3.1 (Gen1) und vier älteren USB 2.0 Typ-A-Anschlüssen, dem Netzteilanschluss sowie HDMI und dem VR-Link, der das HDMI-Signal durch das Gehäuse schleift, ausgestattet. Drahtlose Kommunikation wird über Bluetooth 4.2 und WLAN ac ermöglicht.

M.2-SSD über SATA angebunden

MSI Trident 3
MSI Trident 3 (Bild: MSI)

MSI selbst bietet den Trident 3 genau wie den Vorgänger Trident in unterschiedlichen Konfigurationen an. In Kombination mit dem Core i5-7400 gehört eine M.2-SSD mit einer Kapazität von 128 GByte zum Ausstattungspaket. Mit dem Core i7-7700 verdoppelt sich der Speicherplatz der SSD bei einer identischen Länge des Moduls von 80 Millimetern auf 256 GByte. Beide Trident-3-Varianten bieten dabei über den M.2-Steckplatz lediglich eine SATA-Anbindung. Darüber hinaus gehört eine 1 Terabyte fassende 2,5-Zoll-HDD genau wie der von der Vorgängergeneration her bekannte optionale Ständer, welcher den kompakten PC nicht nur liegend, sondern auch hochkant nutzbar macht, ebenfalls zum Lieferumfang.

Preise und Verfügbarkeit

Die Preisgestaltung des Trident 3 hat so gar nichts mehr mit der von klassischen Konsolen gemein. In der kleinen Version mit Core i5, 8 GByte DDR4-2.400-RAM sowie GTX 1060 mit nur 3 GB VRAM wird bei sofortiger Lieferbarkeit aktuell ein Preis von 1.099 Euro aufgerufen. Dies entspricht einem Aufpreis zum Trident von 100 Euro, der bei nahezu identischer Ausstattung auf Basis von Skylake derzeit für 999 Euro angeboten wird. Das Trident-3-Upgrade auf Core i7 sowie mit 256 GByte fassender SSD kostet rund 200 Euro mehr – dabei bleiben bei einem Preis von 1.299 Euro Arbeitsspeicher und Grafikspeicher unverändert.