AMD Ryzen: Zen mit 10 % Flächenvorteil gegenüber Intel Skylake

Volker Rißka 165 Kommentare
AMD Ryzen: Zen mit 10 % Flächenvorteil gegenüber Intel Skylake

Zur International Solid State Circuits Conference (ISSCC) hat AMD erklärt, dass ein Quad-Core-Zen inklusive SMT, L2-Cache und 8 MByte L3-Cache eine zehn Prozent kleinere Fläche benötigt als ein aktueller Intel-Prozessor mit den gleichen Eckdaten. Die Ausmaße sind dank der 14-nm-FinFET-Fertigung beeindruckend gering.

Vier Kerne auf 44 Quadratmillimetern

Vier Kerne, acht Threads, 512 KByte L2-Cache und 8 MByte L3-Cache bringt AMD mit der Zen-Architektur auf gerade einmal 44 mm² unter. Der größte Teil der Fläche fällt dabei dem L3-Cache zu, der 16 mm² umfasst. Genau dort zeigen sich aber auch die größten Unterschied zu Intel. Der ebenfalls 8 MB große L3-Cache benötigt in der aktuellen Skylake-Architektur, aus der auch die Kaby Lake abgezweigt werden, eine Fläche von 19,1 mm². Auch beim L2-Cache sind die Unterschiede sichtbar: AMD packt mit der Zen-Architektur 512 KByte pro Prozessorkern auf 1,5 mm², bei Intel sind es traditionell nur 256 KByte pro Kern, dort brauchen diese 0,9 mm² Platz.

AMD Zen vs. Intel Skylake
AMD Zen vs. Intel Skylake (Bild: EE Times)

Höhere Packdichte trotz unterlegener Fertigung

Wenngleich die Fertigung bei Globalfoundries auf dem Papier beim Thema Gate Pitch/Fin Pitch und damit auch der Größe einer SRAM-Speicherzelle einen Tick hinter Intel liegt, schafft es AMD bei Zen mit 12 statt wie Intel mit 13 Metallschichten auszukommen. Gepaart mit einem kleineren Die sollten so die Stückkosten pro Prozessor unterhalb von Intel liegen können, wenngleich I/O und Speichercontroller am Ende den gesamten Die noch gehörig anwachsen lassen können. Ob es am Ende deshalb wirklich so ist, bleibt abzuwarten, da viele Details nicht an die Öffentlichkeit gelangen werden.

Laut EE Times hat AMD im letzten Jahr an allen Ecken mit zwei Acht-Kern-Designs und Taktraten von 3,4 GHz gefeilt, primär dabei den Fokus auf die Energieaufnahme in unterschiedlichen Lastszenarien gelegt. Heraus soll so ein Gesamtpaket kommen, welches 15 Prozent effizienter arbeitet als heute im Markt verfügbare Lösungen. Wie das im Alltag aussieht, soll sich Anfang März zeigen, dem von AMD offiziell bestätigten Starttermin für Ryzen als erste Auskoppelung der Zen-Architektur.