Autonomes Fahren: Intel übernimmt Mobileye für rund 15 Mrd. US-Dollar

Michael Günsch 78 Kommentare
Autonomes Fahren: Intel übernimmt Mobileye für rund 15 Mrd. US-Dollar
Bild: BMW

Laut The Marker wird der Chiphersteller Intel den israelischen Hersteller von Fahrassistenzsystemen Mobileye vollständig übernehmen. In dem Bericht der renommierten Finanzzeitung aus Israel ist von einer Kaufsumme von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar die Rede.

In dem Bericht heißt es, dass die Übernahme im Verlauf des Tages offiziell bekanntgegeben werden soll. Auch TechCrunch will aus eigenen Quellen erfahren haben, dass Mobileye eine Meldung vorbereitet. Zum Zeitpunkt des Artikels hatte Mobileye einen Börsenwert von 10,5 Milliarden US-Dollar. Im vorbörslichen Handel legte der Aktienkurs angesichts der Meldung bereits um 30 Prozent zu. Es ist die Rede vom höchsten Kaufpreis, der je für ein israelisches Tech-Unternehmen gezahlt worden ist.

Intel hatte bereits zuvor mit Mobileye zusammengearbeitet. Zuletzt wurden 40 selbstfahrende BMW mit Technik der beiden Unternehmen ausgestattet.

Über Mobileye

Im Jahr 1999 in Jerusalem gegründet, entwickelt Mobileye unter anderem Fahrassistenzsysteme, die mittels Kamerasystem und Software Fahrzeuge erkennen und vor Kollisionen warnen. Zu den Kunden gehörte neben BMW, General Motors und Volvo auch Tesla Motors. Doch nach dem tödlichen Unfall mit einem autonom fahrenden Tesla Model S, der mit Mobileye-Technik ausgerüstet war, wurde die Kooperation eingestellt.

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Mobileye den Umsatz um 48,7 Prozent auf fast 360 Millionen US-Dollar steigern. Der Gewinn stieg um 58 Prozent auf über 108 Millionen US-Dollar.

Update 12:43 Uhr

Die offizielle Mitteilung von Intel bestätigt den Mega-Deal: Pro Aktie 63,54 US-Dollar und damit insgesamt 15,3 Milliarden US-Dollar lässt sich Intel den Kauf von Mobileye kosten. Es wird erwartet, dass die Transaktion innerhalb der nächsten neun Monate abgeschlossen sein wird. Wie üblich bedarf es noch einer Zustimmung der zuständigen Regulierungsbehörden.