GeForce GTX 1080 Ti im Test: Nvidia zieht auf und davon 2/4

Wolfgang Andermahr 547 Kommentare

Benchmarks in 1.920 × 1.080 und 2.560 × 1.440

In 2.560 × 1.440 ist die GeForce GTX 1080 Ti im Schnitt „nur“ noch um 28 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080. Das liegt schlicht daran, dass das neue Flaggschiff in einigen Spielen durch die im Testsystem verbaute CPU (Core i7-6700K bei 4,4 GHz) limitiert wird. In 1.920 × 1080 ist dieser Effekt noch ausgeprägter. Allerdings ist eine Grafikkarte wie die GeForce GTX 1080 Ti mit Full HD auch völlig unterfordert.

Deutlich mehr Leistung durch OC

Wem die Geschwindigkeit noch nicht reicht, der kann die Grafikkarte noch übertakten. Und das Potenzial dafür ist auf dem Testmuster überraschend hoch. Das Testsample ermöglicht einen um 205 MHz höheren Basis-Takt (1.686 MHz). In Spielen läuft dieser Eingriff auf 1.950 MHz bis 2.000 MHz hinaus – je nachdem, wie viel Strom die GPU im Titel verbraucht. Denn ausgebremst wird die Founders Edition durch das Power Target. Auch eingestellte 120 Prozent reichen nicht, um die höheren Taktraten in jedem Spiel auf dem Maximum zu halten. Kein Problem ist dagegen das Temperature Target, denn der Lüfter erhöht die Drehzahl und damit die Kühlleistung signifikant.

Auch wenn der elf Gigabyte große GDDR5X-Speicher bereits sehr hoch taktet, erlaubt auch er noch ein großes Plus beim Takt. Zusätzliche 400 MHz und damit eine Frequenz von 5.900 MHz sind auf dem Muster möglich, bevor es zu ersten Grafikfehlern kommt.

Die Nvidia GeForce GTX 1080 Ti Founders Edition lässt sich durch das Übertakten also noch einmal ordentlich beschleunigen. Abermals sieben Prozent gegenüber den maximierten Zielvorgaben sind möglich. Damit steigt die Performance insgesamt um 15 Prozent an, sodass sich die Grafikkarte in diesem Szenario schon um 54 Prozent von der mit Werksvorgaben rechnenden GeForce GTX 1080 Founders Edition absetzen kann.

In den einzelnen Spielen zeigt sich, dass die Skalierung durchaus unterschiedlich sein kann – je nachdem, wie stark das Power Target limitiert. So lassen sich in Call of Duty: Black Ops III zum Beispiel zusätzliche 19 Prozent an Bildern pro Sekunde gewinnen. In F1 2015 sind es dagegen nur vier Prozent.

Auf der nächsten Seite: Lautstärke & Kühlung