X299-Mainboards: ASRock bannt Riesensockel erneut auf Mini-ITX

Michael Günsch 42 Kommentare
X299-Mainboards: ASRock bannt Riesensockel erneut auf Mini-ITX

Sechs X299-Mainboards zeigt ASRock auf der Computex 2017. Zu fünf ATX-Platinen mit vollen DIMM-Slots neben dem Sockel LGA 2066 gesellt sich ein kleines Mini-ITX-Modell: Das X299E-ITX bietet trotz der enormen Fläche, die bereits der Sockel belegt, eine beachtliche Ausstattung. Statt acht DIMMs gibt es aber nur vier SO-DIMMS.

Kleine Platine trotz großem Sockel? Dieses Konzept ist für ASRock nicht neu: Der Hersteller ist der einzige, der der Vorgänger-Plattform mit dem X99E-ITX/AC ein Mini-ITX-Mainboard spendiert hat. Die Bezeichnung des Nachfolgers mit X299-Chipsatz lautet X299E-ITX/AC.

Um Platz zu sparen, wurden die langen DIMM-Slots durch kürzere SO-DIMM-Steckplätze in vertikaler Ausführung ersetzt. Der Sockel ist nahezu zentral platziert. Am unteren Ende der Platine ist noch Platz für einen x16-Slot für eine Grafikkarte. Sechs SATA-Buchsen auf der rechten Seite sind für dieses Format nicht wenig. Dank teils vertikal platzierten Komponenten wurden 7 Phasen bei der Spannungsversorgung realisiert. Die vertikale Platine links neben dem Sockel beherbergt dagegen zumindest einen der insgesamt drei Ultra-M.2-Slots. Sechs USB-Buchsen (4 × 3.0, 2 × 3.1 als Typ A und Typ C) sowie zwei Gigabit-LAN-Ports sind im I/O-Bereich zu sehen. Ferner wird Acht-Kanal-Audio und WLAN nach AC-Standard geboten.

X299 Taichi/Professional Gaming i9/Gaming K6/Killer SLI/OC Formula

Oft in Schwarz-Weiß gehalten, kommt die Taichi-Serie beim X299-Modell eher dunkel daher. Vier PCIe-x16-Slots, zehnmal SATA und dreimal M.2 mit voller Anbindung bieten viele Anschlussmöglichkeiten. Das verkleidete Backpanel bietet die gleiche Ausstattung wie das Mini-ITX-Modell, hinzu kommen PS/2 und zweimal USB 2.0 sowie Bedienknöpfe. Das ATX-Format ermöglicht ferner 13 Phasen bei den Spannungsreglern, eine Diagnose-LED und 3-Way-CrossFireX oder –SLI.

Bei sonst ähnlicher Ausstattung ist das X299 Professional Gaming i9 noch aufwendiger gestaltet und besitzt zusätzlich einmal 10-Gigabit-LAN von Aquanta. Das X299 Gaming K6 mit gleichem Kühlkörperdesign lässt das schnelle Ethernet sowie WLAN missen und besitzt nur 11 Phasen. Ebenso viele Phasen weist das X299 Killer SLI/AC auf. Der Name verrät bereits, dass hier WLAN vorhanden ist. Als einziger ATX-Vertreter besitzt das X299 OC Formula vier statt acht DIMM-Slots, dafür aber gleich fünfmal PCIe 3.0 x16 und ebenso WLAN und Dual-Gigabit-Ethernet. Der Name und die stilisierte Unterschrift des bekannten Overclockers Nick Shih sind Indizien für die Zielgruppe der Übertakter. Shih hatte bereits zuvor bei der Gestaltung von ASRock-Mainboards mitgewirkt.

Computex 2017: X299-Mainboards von ASRock