E-Book-Reader: Rakuten streicht Kobo als Marke in Deutschland

Michael Schäfer 19 Kommentare
E-Book-Reader: Rakuten streicht Kobo als Marke in Deutschland

Zur Ankündigung der Neuauflage des Aura H2O von Kobo ließ Rakuten einen Zeitpunkt zur Markteinführung für den neuen E-Book-Reader in Deutschland vermissen, womit erste Gerüchte über das Ende der Marke auf dem deutschen Markt aufkamen – welche sich nun bewahrheitet haben.

Dies bestätigte ein Kobo-Sprecher gegenüber dem Reader-Portal lesen.net. Durch die Absage an den Aura H2O stellt somit der im letzten Herbst vorgestellte Aura One (Test) bis auf weiteres den letzten unter dem Namen Kobo veröffentlichte E-Book-Reader in Deutschland dar.

Fokus auf die Reader-Entwicklung bei Tolino

Nachdem der japanische Kobo-Inhaber Rakuten im Januar dieses Jahres die Rolle des Technologie-Partners für die Tolino-Allianz von der Deutschen Telekom übernommen hatte, will sich das Unternehmen nun voll auf seine Rolle innerhalb des Bündnisses konzentrieren. Dazu gehört auch die Herstellung und der Vertrieb von Lesegeräten unter dem Namen Tolino. Dieses Vorgehen war vorhersehbar, denn es konnte davon ausgegangen werden, dass Rakuten sich keiner Konkurrenz aus eigenem Hause aussetzen will. Zudem besitzt die Marke Tolino in Deutschland einen deutlicher höheren Bekanntheitsgrad und verfügt durch die Allianz und den zahlreichen angeschlossenen Buchhandlungen daneben über ein besser ausgebautes und effektiveres Vertriebsnetz.

Nutzer brauchen sich nicht um Updates zu sorgen

Somit wird das bestehende Portfolio in absehbarer Zeit nicht mehr in Deutschland erhältlich sein und die Kobo-Reader aus dem Verkauf verschwinden. Über den Support brauchen sich Nutzer aber keine Gedanken machen: Kobo betonte, dass weltweit ausgerollte Firmware-Updates natürlich auch weiterhin in Deutschland erhältlich sein werden.