AMD Epyc: Dell, HPE, Microsoft & Co sind bereit für den Start

Wolfgang Andermahr 41 Kommentare
AMD Epyc: Dell, HPE, Microsoft & Co sind bereit für den Start

Mehrere Hersteller haben Systeme auf Basis von AMDs neuem Server-Prozessor Epyc vorgestellt. Dazu gehören große Partner wie Dell, Hewlett Packard Enterprise (HPE) sowie Microsoft, jedoch auch kleinere aber in der Branche etablierte Kunden wie Supermicro, Asus, Gigabyte und Tyan.

Dell PowerEdge mit Epyc

Wie Dell auf dem in Austin, Texas, stattfindenden Event zum Start der Prozessorserie Epyc und dem gesamten Ökosystem angekündigt hat, wird die PowerEdge-Produktlinie in Zukunft auch mit AMDs Server-CPU erhältlich sein. Dabei handelt es sich um ein Ein-Sockel-System, das vor allem auf eine hohe Datensicherheit wert legen soll. HPE wird Epyc als Cloudline CL3150 aufnehmen. Auch dabei handelt es sich um ein Ein-Sockel-System, das primär für die Cloud und den Einsatz in Finanzsystemen gedacht ist. Das Cloudline CL3150 will mit der Möglichkeit punkten, diverse NVMe-Datenträger aufnehmen zu können. Microsoft Azure (Cloud-Dienst) wird die CPU im so genanten „Project Olympus“ verbauen. Dabei handelt es sich um eine Open-Compute-Plattform, die auf zwei Prozessorsockel setzt.

AMD Epyc-Systeme der Partner

Supermicro hat als einer der wichtigsten Mainboardhersteller im Server-Segment gleich mehrere Varianten ins Portfolio aufgenommen. Dazu gehören der A+ Ultra als 1U- und 2U-System mit dem Fokus auf eine große I/O-Flexibilität. Der A+ Mainstream als günstigere Alternative und der A+ BigTwins, der diverse NVMe-Konfigurationen bietet, ergänzen diese Reihe. Supermicro zeigt weiterhin ebenso Systeme mit ungewöhnlichen Formfaktoren, wie einem Desktop-PC-ähnlichem Gehäuse mitsamt Radeon-Instinct-Karten oder einem besonders schmalem Server-Rack mit zwei CPU-Sockeln.

Weitere Unternehmen folgen noch in diesem Jahr

ComputerBase hatte zudem die Möglichkeit, weitere Systeme anderer Hersteller abzulichten. Darunter gehören Produkte von Asus, Gigabyte, Wistron und Tyan. Darüber hinaus hat AMD bekannt gegeben, dass auch Dropbox sowie Baidu Epyc einsetzen werden. Weitere Partner sollen noch im Laufe dieses Jahres folgen. Apropos dieses Jahr: Die meisten der vorgestellten Systeme sollen im zweiten Halbjahr erscheinen. Ein genaueres Datum gibt es nicht. Supermicro hat davon gesprochen, dass Epyc-Systeme ab sofort zu haben sein werden.

1&1 und Samsung bekennen sich zu Epyc

Über YouTube hat AMD darüber hinaus erste Absichtsbekundungen von Unternehmen wie 1&1, Baidu, Microsoft oder Samsung veröffentlicht, die in Zukunft Produkte auf Basis von Epyc im Unternehmen einsetzen wollen.