Biostar A68N-5600: Einfache HTPC-Plattform mit AMD A10-4655M und Lüfter

Frank Meyer 38 Kommentare
Biostar A68N-5600: Einfache HTPC-Plattform mit AMD A10-4655M und Lüfter
Bild: Biostar

Auf Basis der von AMD schon 2012 vorgestellten Trinity-APU-Serie (Test) mit Piledriver-CPU-Kernen bringt Biostar Mitte 2017 mit dem A68N-5600 eine einfache und günstige Plattform für HTPCs in den Handel. Mit der im Prozessor integrierten Radeon HD 7620G kostet das Mini-ITX-Mainboard samt aufgeschnalltem Lüfter 65 US-Dollar.

Piledriver-Kerne und Radeon HD 7620G auf Mini-ITX-Platine

Dabei befindet sich das neue A68N-5600 als betagte Nischenlösung mit dem Mini-ITX-Formfaktor im Biostar-Portfolio in geselliger Runde. Denn bereits Anfang des Jahres hatte der Hersteller mit dem A68N-5745 und dem A68N-5545 zwei ähnliche Hauptplatinen in den Verkauf entlassen, die anstatt mit der A10-4655M-APU mit dem A10-5745M respektive dem A8-5545M bestückt sind. Alle drei vereinen vier CPU-Module der weiterentwickelten Bulldozer-Architektur, die sich hinsichtlich der Generation und der Taktfrequenz unterscheiden. Die auf dem A68N-5600 verbaute APU A10-4655M kann bis zu 2,8 Gigahertz beim CPU-Takt vorweisen, wohingegen der A10-5745M als Weiterentwicklung der Richland-Familie zugeordnet, bei identischer TDP von 25 Watt maximal bis zu 2,9 Gigahertz taktet. Bekanntermaßen kommt bei Erstgenanntem als iGPU die Radeon HD 7620G mit einem maximalen Takt von 497 Megahertz zum Einsatz, während die aktuellere APU A10-5745M die bis zu 626 Megahertz schnelle Radeon HD 8610G mitbringt.

Die einfache Kühllösung braucht einen Lüfter

Nichtsdestotrotz sind die mit dem A68H-Chipsatz bestückten Mainboards im Mini-ITX-Formfaktor, das A68N-5745, das A68N-5600 und das A68N-5545 Aufgrund der inzwischen überholten Technik mit niedriger Leistung in dieser Zeit ungewöhnliche Erscheinungen. Hinzu kommt eine minimalistische Kühllösung bestehend aus einem simplen Alu-Kühlkörper, der mit einem winzigen Lüfter kombiniert ist.

Und auch sonst sind die Ausstattungsmerkmale auf ein Minimum beschränkt. DDR3-RAM wird in zwei Steckplätzen bis 1.333 MHz unterstützt und der PCIe-Slot ist lediglich nach den 2.0-Spezifikationen freigegeben. Als Schnittstellen sind je zwei USB-3.0- und USB-2.0-Ports, HDMI-Ausgang und Gigabit-LAN (Realtek RTL 8111H) am I/O-Panel geboten. Vier klassische SATA-Anschlüsse und die einfachste Audiolösung (Realtek ALC887) sind dennoch ausreichend für die Verwendung des A68N-5600 im einfachen HTPC.

Ein Preis von 60 Euro ist realistisch

Biostar hat für das A68N-5600 eine unverbindliche Preisempfehlung von 65 US-Dollar ausgesprochen. Wie üblich nennt der Hersteller aber keine Euro-Preise und auch zur Verfügbarkeit im hiesigen Handel liegen keine Informationen vor. Für das schwächere Schwestermodell A68N-5545 wird aktuell ein Preis von 81 Euro aufgerufen, während der stärkere Zwilling A68N-5745 bereits ab 71 Euro angeboten wird. Demnach müsste sich das A68N-5600 bei einer ausreichenden Verfügbarkeit zukünftig bei einem Preis von circa 60 Euro einpendeln.