iPad Pro (2017) 12,9 Zoll im Test: Das Angeber-iPad

Nicolas La Rocco 323 Kommentare
iPad Pro (2017) 12,9 Zoll im Test: Das Angeber-iPad

tl;dr: Apple frischt die iPad Pro erstmals parallel mit gleicher Ausstattung auf. Im Test zeigt die Variante mit 12,9 Zoll, dass Apple im ARM-Segment mittlerweile außerhalb jeglicher Konkurrenz agiert. Das neue iPad Pro ist so gut, dass Apple damit angeben kann. Der Preis zeigt: Das weiß Apple auch.

Zwei neue iPad Pro mit gleicher Ausstattung

In die Keynote der WWDC musste Apple diesmal Updates für vier Betriebssysteme, sechs Macs, zwei iPads und schließlich noch die Ankündigung des HomePod quetschen. Dennoch fallen die Veränderungen durch die Bank nicht klein aus. So auch beim neuen iPad Pro des 2017er-Jahrgangs, das es jetzt mit neuen 10,5 statt 9,7 Zoll und den aus dem vorletzten Jahr bekannten, riesigen 12,9 Zoll gibt. Apple gleicht die Ausstattung der Tablets mit der neuen Generation an, sodass nur noch die Größe den Unterschied ausmacht, während alle anderen Merkmale jetzt identisch sind.

Als Apple im letzten Jahr die kleinere 9,7-Zoll-Version des iPad Pro (Test) auf den Markt brachte, bot sie eine deutlich bessere Kamera als das 12,9-Zoll-Modell und erstmals ein True-Tone-Display, dessen Farben und Intensität automatisch dem Umgebungslicht angepasst werden. Da beide neuen Pro-Modelle nun gleichzeitig aufgefrischt wurden, fällt diese Unterscheidung jetzt weg. Das ist vor allem beim Display wichtig.

Apple iPad Pro (2017, 12,9 Zoll) Apple iPad Pro (2017, 10,5 Zoll) Apple iPad Pro Apple iPad Pro (9,7 Zoll)
Software:
(bei Erscheinen)
iOS 10.3 iOS 9 iOS 9.3
Display: 12,90 Zoll
2.048 × 2.732, 265 ppi
IPS
10,50 Zoll
1.668 × 2.224, 265 ppi
IPS
12,90 Zoll
2.048 × 2.732, 265 ppi
IPS
9,70 Zoll
1.536 × 2.048, 264 ppi
IPS
Bedienung: Touch, Stylus, Fingerabdrucksensor
SoC: Apple A10X Fusion
3 × Hurricane, 2,38 GHz
3 × Zephyr
64-Bit
Apple A9X
2 × Twister, 2,26 GHz
16 nm, 64-Bit
Apple A9X
2 × Twister, 2,16 GHz
16 nm, 64-Bit
GPU: ? PowerVR Series 7XT
RAM: 4.096 MB
LPDDR4
2.048 MB
LPDDR4
Speicher: 64 / 256 / 512 GB 32 / 128 / 256 GB 32 / 128 / 256 GB
Kamera: 12,0 MP, 2160p
Quad-LED, f/1,8, AF, OIS
8,0 MP, 1080p
f/2,4, AF
12,0 MP, 2160p
Dual-LED, f/2,2, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 7,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
1,2 MP, 720p
Display-Blitz, f/2,2
5,0 MP, 720p
Display-Blitz, f/2,2
Sekundär-Frontkamera: Nein
GSM:
Nein
Variante
GPRS + EDGE
Nein
Variante
GPRS + EDGE
Nein
Variante
GPRS + EDGE
UMTS:
Nein
Variante
DC-HSPA
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
Nein
Variante
DC-HSPA
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
Nein
Variante
DC-HSPA
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE:
Nein
Variante
Advanced
↓450 ↑50 Mbit/s
Nein
Variante
Advanced
↓150 ↑50 Mbit/s
Nein
Variante
Advanced
↓300 ↑50 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth: 4.2
Ortung:
Nein
Variante
A-GPS, GLONASS
Nein
Variante
A-GPS, GLONASS
Nein
Variante
A-GPS, GLONASS
Weitere Standards: Lightning, Smart Connector
SIM-Karte:
Variante
Nano-SIM
Variante
Nano-SIM
Variante
Nano-SIM
Akku: 10.828 mAh (41,00 Wh)
fest verbaut
8.134 mAh (30,80 Wh)
fest verbaut
10.307 mAh (38,80 Wh)
fest verbaut
7.306 mAh (27,91 Wh)
fest verbaut
Größe (B×H×T): 220,6 × 305,7 × 6,90 mm 174,1 × 250,6 × 6,10 mm 220,3 × 305,7 × 6,90 mm 169,5 × 240,0 × 6,10 mm
Schutzart:
Gewicht: 677 / 692 g 469 / 477 g 713 / 723 g 437 / 444 g
Preis: 899 € / 999 € / 1.219 € / 1.059 € / 1.159 € / 1.379 € ab 639 € / 829 € / 1.049 € / 889 € / 989 € / 1.209 € ab 689 € / ab 729 € / ab 799 € / ab 799 € / ab 1.073 € 689 € / 869 € / 1.049 € / 839 € / 1.019 € / 1.199 €

Das beste Tablet-Display

Denn es ist das Display – unabhängig, ob in 12,9 oder 10,5 Zoll –, das mit dieser Generation des iPad Pro das mit Abstand größte Aha-Erlebnis liefert. Dafür verantwortlich ist ein Sammelsurium von Eigenschaften, von denen eine besonders heraussticht: ProMotion. Gemeint ist damit das Display mit einer dynamischen Bildwiederholfrequenz, die bei maximal 120 Hz liegt. Es kann aber auch mit 60, 48 oder 24 Hz arbeiten, je nachdem, welcher Inhalt gerade dargestellt wird.

Das neue iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display
Das neue iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display

Unter iOS und in den Apps von Apple (mit Ausnahme der Video-Apps) arbeitet das LCD-Panel mit 120 Hz, sobald es bedient wird. Bei statischen Inhalten reduziert das Display die Bildwiederholfrequenz auf bis zu 24 Hz. 120 Hz müssen in persona erlebt werden, vergleichbar mit einem PC-Monitor mit Unterstützung für FreeSync oder G-Sync, lässt sich das Erlebnis nur schwer in Worte fassen. Ausnahmslos alles auf dem iPad Pro wirkt rasend schnell, super flüssig und wie direkt mit dem Finger des Nutzers verbunden. Die ProMotion-Technologie führt zu einer eklatanten Steigerung des Bedienerlebnisses. Außerdem erfolgen Eingaben mit dem Apple Pencil jetzt noch eine Stufe präziser.

Gute Homogenität mit minimaler Schwäche unten rechts
Gute Homogenität mit minimaler Schwäche unten rechts

ProMotion ist aber nur eine von vielen Eigenschaften, die das Display zum derzeit besten auf dem Tablet-Markt machen. Die Helligkeit liegt laut Apple jetzt bei 600 statt 500 cd/m², im Test gemessen wurden durchschnittlich sogar 644 cd/m². Die Ausleuchtung des Panels erfolgt sehr gleichmäßig, nur unten rechts gibt es eine minimale Schwäche. Der ermittelte Kontrast erreicht mit 1.351:1 ebenfalls einen besseren Wert als im letzten Jahr beim ersten True-Tone-Display des kleinen iPad Pro. Das erste große iPad Pro schneidet hingegen besser ab. Das Panel deckt zudem wieder den Display-P3-Farbraum ab, für den Apple DCI-P3 leicht abwandelt: Display P3 basiert auf DCI-P3, hat aber einen Gammawert von 2.2 und einen Weißpunkt von 6.500 Kelvin (mit True Tone). DCI-P3 nutzt einen leicht in Richtung Grün verschobenen Weißpunkt, den Apple nicht übernehmen wollte. Apples Display P3 ist eine echte Obermenge von sRGB, was bei DCI-P3 nicht gegeben wäre.

Die True-Tone-Technologie sorgt dafür, dass über Sensoren auf der Vorderseite des Tablets das Umgebungslicht analysiert und daraufhin der Weißpunkt des Displays in einen wärmeren oder kühleren Bereich zwischen circa 5.500 und 7.100 Kelvin verschoben wird. Für die Display-Messungen wurde True Tone hingegen deaktiviert. Zum exzellenten Abschneiden des Displays tragen darüber hinaus die vollständige Laminierung des Panels sowie die fettabweisende Antireflex-Beschichtung bei.

A10X spielt mit der Konkurrenz

Dass sich das neue iPad Pro so unfassbar schnell anfühlt, liegt aber natürlich nicht nur an dem bis zu 120 Hz schnellen Panel; die Leistung dafür muss erst einmal gestellt werden, und das geschieht in diesem Fall über den neuen A10X-Chip, bei dem es sich um eine Ausbaustufe des A10 aus dem iPhone 7 (Plus) (Test) handelt. Apple hat dafür die Anzahl der Kerne von vier auf sechs erhöht, aufgeteilt auf jeweils drei Performance-Kerne des Typs Hurricane und drei Power-Kerne des Typs Zephyr. Wie bisher nutzt Apple kein „Heterogeneous multi-processing“, bei dem alle Kerne gleichzeitig verwendet werden können, sondern aktiviert immer nur die drei Performance- oder drei Power-Kerne. Das Performance-Cluster taktet mit bis zu 2,38 GHz etwas höher als im iPhone 7 (+40 MHz). Den Arbeitsspeicher des großen iPad Pro belässt Apple bei 4 GByte.

Den A10X verbaut Apple in beiden neuen iPad Pro
Den A10X verbaut Apple in beiden neuen iPad Pro (Bild: Apple)

Die Single-Core-Leistung ist gegenüber den Twister-Kernen des A9X um beinahe 30 Prozent gestiegen, in den Multi-Core-Messungen stellt das Tablet dank einem Kern mehr durch die Bank neue Rekorde auf. Der Vorsprung von Apple ist beinahe erschreckend.

Deutlich mehr Leistung hat erneut die Grafikeinheit des Chips spendiert bekommen. Wie beim A9X der ersten Generation des iPad Pro arbeitet die GPU mit zwölf Kernen, während die Smartphone-Versionen A9 und A10 mit sechs Kernen auskommen müssen. Zwischen 38 und 89 Prozent fällt die GPU-Leistung höher als beim A9X aus, je nachdem, welcher Benchmark gewählt wird und ob der Chip des 12,9-Zoll- oder der des alten 9,7-Zoll-Modells als Vergleich dient. Denn der A9X im iPad Pro mit 9,7 Zoll ist allgemein etwas langsamer. Die neue GPU basiert wahrscheinlich wieder auf einem Design von Imagination Technologies, bestätigen lässt sich das jedoch nicht. Noch beliefern die Briten Apple mit entsprechenden Lösungen. Das soll sich ab Ende 2018 jedoch ändern, wenn Apple mit einer eigenen GPU an den Start gehen will.

ComputerBase hat auf dem iPad Pro mehrere fordernde GPU-Benchmarks in Folge durchgeführt, um das Throttling des Chips zu beurteilen. Schwankungen von um die 5 Prozent zeigen aber klar, dass in dem großen Gehäuse keine Überhitzung stattfindet.

Tolle Lautsprecher im hochwertigen Gehäuse

Das iPad Pro besitzt ein fantastisches Display, das seinesgleichen sucht, sowie einen brachial schnellen neuen Prozessor. Aber was kann es sonst noch? Zunächst einmal ist es wieder sehr gut verarbeitet. Das Gehäuse aus Aluminium ist im Vergleich zum Vorjahr 36 Gramm (WLAN) oder 31 Gramm (LTE) leichter geworden, an den Abmessungen hat sich mit 220,6 × 305,7 × 6,90 Millimetern (B×H×T) nichts verändert. Vier Lautsprecher in den Seiten für Tiefton und Hochton, die je nach Ausrichtung des Tablets getauscht werden, sind ebenfalls wieder mit an Bord. Das iPad Pro ist nicht nur laut, es klingt auch verdammt gut, sodass es sich beinahe als Bluetooth-Lautsprecher-Ersatz eignet. Und wer doch lieber Kopfhörer verwenden möchte, findet zumindest an den Tablets von Apple nach wie vor eine klassische Klinkenbuchse mit 3,5 mm. Der Fingerabdrucksensor Touch ID basiert endlich auf der schnelleren zweiten Generation.

Lautsprecher im Detail
Lautsprecher im Detail
Kamera des iPhone 7
Kamera des iPhone 7
Größenvergleich
Größenvergleich
Winkel des Smart Keyboards
Winkel des Smart Keyboards

Die Kamera des iPhone 7

Vollständig neu ist die Kamera der beiden 2017er iPad Pro – zumindest für die Tablets. Denn Apple übernimmt eins zu eins die Kamera aus dem iPhone 7. Das bedeutet, auch im Tablet gibt es jetzt 12 Megapixel mit f/1.8-Blende, optischer Bildstabilisierung, „Quad-LED True Tone Flash“ und den erweiterten Farbraum Display P3. Im Videomodus ist 4K mit 30 FPS oder Full HD mit bis zu 60 FPS möglich. Wer in Zeitlupe aufnehmen möchte, kann dafür 720p mit 240 FPS oder Full HD mit 120 FPS verwenden. Alle technischen Daten stimmen mit dem iPhone 7 überein. Dasselbe gilt für die vordere Kamera, die zwar bei Blende f/2.2 bleibt, aber jetzt 7 Megapixel und Full-HD-Video mit 30 FPS bietet. Nur die zweite Linse des iPhone 7 Plus bietet Apple nicht für die Tablets an.

Da das iPhone 7 Plus in der Redaktion tagtäglich zum Einsatz kommt, wurden aufgrund der größeren Auswahl für die Bildstrecke attraktive Motive des Smartphones gewählt. Die Bildqualität entspricht exakt dem, was mit den neuen Pro-Tablets erreicht wird.

Kamera des iPhone 7 (Plus), iPad Pro 12,9" und iPad Pro 10,5"

iOS 11 kommt im Herbst

Apple liefert die neuen iPad Pro noch so lange mit iOS 10 aus, bis im Herbst die finale Version von iOS 11 fertiggestellt ist. Unter iOS 10 gibt es eine Reihe von Multitasking-Features, die ursprünglich mit iOS 9 eingeführt wurden. Eine zweite App lässt sich zum Beispiel über die aktuell geöffnete Anwendung schieben („Slide Over“), alternativ kann der Bildschirm auch in zwei unabhängig voneinander bedienbare Apps aufgeteilt werden („Split View“). Und wer möchte, kann als drittes Fenster einen Videoplayer als Overlay anzeigen. Das ist alles schon einmal nicht schlecht, die Software hinkt dem Potenzial der Hardware aber hinterher. Mit iOS 11 wird sich das gehörig ändern.

iOS 11 wird die neuen iPad Pro zu einer Art Mac mit Touchdisplay wandeln, angefangen beim neuen Dock, bis zu vier Fenstern, App-Sessions und dem neuen Drag and Drop. Inhalte wie Bilder, Links oder Text können dann einfach zwischen den verschiedenen Fenstern, Sessions und Apps hin und her geschoben werden.

Längere Laufzeiten

Bei der Akkulaufzeit legt das große iPad Pro deutlich gegenüber seinem direkten Vorgänger nach. Im standardisierten Testverfahren mit einem in Dauerschleife über WLAN abgespielten 720p-YouTube-Video bei 200 cd/m² Display-Helligkeit erreicht das neue Modell über elf Stunden, während es vor anderthalb Jahren nur acht Stunden waren. Apple hat den Akku mit jetzt 41 Wh nur um 5,7 Prozent gegenüber dem ersten iPad Pro vergrößert. Für den Laufzeit-Unterschied müssen auch Betriebssystem und Veränderungen am A10X-Chip verantwortlich sein. Der Fertigungsprozess hat sich vielleicht auf 10 Nanometer verändert, eine offizielle Angabe von Apple dazu gibt es jedoch nicht. Der A10 des iPhone 7 (Plus) wird noch in 16 nm FinFET gefertigt.

9 Einträge
YouTube-Akkutest 200 cd/m²
Angaben in Stunden, Minuten
    • Apple iPad Pro 9,7" (iOS 9.3.1)
      12:20
    • Apple iPad Air 2 (iOS 8.3)
      11:56
    • Apple iPad mini 2 (iOS 9.1)
      11:29
    • Google Pixel C (Android 6.0.1)
      11:27
    • Apple iPad Pro (2017) 12,9" (iOS 10.3.2)
      11:15
    • Dell Venue 8 7840 (Android 4.4.4)
      11:07
    • Huawei MediaPad X1 7.0 (Android 4.2.2)
      10:35
    • Google Nexus 9 (Android 6.0)
      10:15
    • Sony Xperia Z4 Tablet (Android 5.0.2)
      8:58
    • Lenovo Yoga Tab 3 Pro (Android 5.1)
      8:30
    • Samsung Galaxy TabPro S (Windows 10)
      8:30
    • Apple iPad Pro (iOS 9.1)
      7:56
    • Huawei MediaPad M2 10.0 (Android 5.1.1)
      7:36
    • Huawei MateBook m5 (Windows 10)
      7:28
    • Acer Aspire Switch Alpha 12 i5 (Windows 10)
      6:48
    • Lenovo ThinkPad X1 Tablet (Windows 10)
      6:47
    • Microsoft Surface 3 (Windows 8.1)
      6:37
    • Sony Xperia Z3 Tablet Compact (Android 4.4.4)
      6:26
    • Microsoft Surface Pro 3 i5 (Windows 8.1)
      6:02
    • Microsoft Surface Pro 4 i5 (Windows 10)
      6:00
    • Telekom Puls (Android 5.0)
      6:00
    • Nvidia Shield Tablet (Android 5.0.1)
      5:42
    • Microsoft Surface Pro 4 m3 (Windows 10)
      5:30
    • Acer Aspire Switch 10 (Windows 8.1)
      4:56
    • Microsoft Surface Book i7 (Tablet) (Windows 10)
      2:30

Apple selbst gibt für alle aktuellen iPad Pro, das iPad sowie das iPad mini 4 Laufzeiten von zehn Stunden für das Surfen über WLAN sowie die Video- oder Musikwiedergabe an. Bis zu neun Stunden sind es laut Datenblatt beim Surfen über das Mobilfunknetz.

Im Test wurde das iPad Pro mehrere Tage als Laptop-Ersatz für den redaktionellen Einsatz verwendet. Die für das Surfen im Netz von Apple angegebenen Laufzeiten sind nachvollziehbar. Wer mit dem iPad Pro in Kombination mit dem Smart Keyboard einen Laptop ersetzen möchte, benötigt im Alltagseinsatz kein Netzteil. Sehr gut ist auch wieder das Standby-Verhalten des Tablets. Wer das Display ausschaltet, kann das iPad Pro nach mehreren Tagen mit beinahe unverändertem Ladezustand benutzen.

Fazit: Mehr geht nicht

Die neuen iPad Pro sind die besten Tablets, die der Markt derzeit zu bieten hat. Und wer es gerne eine Nummer größer hätte, greift zum Modell mit 12,9 Zoll aus dem Test. Es eignet sich zudem besser für Personen, die das iPad Pro zum Zeichnen kaufen. In der Variante mit 12,9 Zoll kommt das fantastische Display außerdem noch besser zur Geltung. Die Kombination aus allen Eigenschaften des Displays, aber insbesondere der ProMotion-Technologie macht es zum derzeit besten am Markt.

Am neuen A10X-Chip lässt sich kein Kritikpunkt finden, die Leistung ist einfach so wahnwitzig hoch. Mit den neuen iPad Pro wird Apple zum Angeber der Branche, denn selbst die alten iPad Pro sind noch schneller als die Konkurrenz. Mit dem A10X zeigt Apple jetzt einfach nur, dass immer noch eine Schippe mehr geht. Damit wappnet der Hersteller die iPad Pro primär für iOS 11, dessen produktive Features und Multitasking-Fähigkeiten das iPad Pro zu einem annähernd neuen Gerät wandeln werden.

Die gewohnt hochwertige Materialwahl und sehr gute Verarbeitung von Apple sowie Features wie die gut klingenden vier Lautsprecher oder der jetzt schnellere Touch-ID-Fingerabdrucksensor der zweiten Generation runden das gelungene Paket ab. Und auf all das legt Apple jetzt auch noch die Kamera des iPhone 7 – wie gesagt: Angeber.

Mit den neuen iPad Pro wird Apple zum Angeber
Mit den neuen iPad Pro wird Apple zum Angeber

Natürlich darf bei all der Lobhudelei nicht außer Acht gelassen werden, wie teuer das iPad Pro schnell werden kann. Das Testgerät hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.379 Euro, mit Apple Pencil und Smart Keyboard liegt der Endpreis bei 1.677 Euro. Die neue Lederhülle, in der erstmals auch der Apple Pencil verstaut werden kann, kostet weitere 169 Euro. Für das Geld gibt es auch ein MacBook Pro in 13 Zoll ohne Touch Bar.

Die hohen Preise ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass die neuen Pro-Modelle Apples iPad-Meisterstück sind – mehr geht derzeit nicht. Wer das Beste vom Besten haben möchte, kommt an den neuen iPad Pro nicht vorbei – Apple spielt im ARM-Segment erschreckend eklatant außerhalb jeder Konkurrenz. Das neue Surface Pro mit x86-CPU ist der ärgste Konkurrent. Apple hat sich deshalb eine Empfehlung verdient.

Apple iPad Pro (2017, 12,9 Zoll) (LTE 512 GB)
Produktgruppe Tablets, 22.06.2017
  • Display
    ++
  • Leistung Produktiv
    ++
  • Leistung Unterhaltung
    ++
  • Laufzeit
    ++
  • Verarbeitung
    ++
  • bis dato bestes Tablet-Display
  • wahnwitzig schneller A10X
  • tolle Kamera des iPhone 7
  • sehr gute Lautsprecher
  • exzellente Verarbeitung
  • schneller Fingerabdrucksensor
  • sehr lange Laufzeiten/Standby
  • mit viel Speicher und LTE verfügbar
  • volles Potenzial erst mit iOS 11
  • teures Zubehör
ComputerBase-Empfehlung für Apple iPad Pro (2017, 12,9 Zoll) (LTE 512 GB)

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