Siri-Websuche: Apple wechselt von Bing zu Google

Tobias Reuter 44 Kommentare
Siri-Websuche: Apple wechselt von Bing zu Google
Bild: Kārlis Dambrāns | CC BY 2.0

Apple wendet sich größtenteils von Microsofts Suchmaschine Bing ab. Fast gleichzeitig zur Veröffentlichung von macOS High Sierra gab das Unternehmen bekannt, fortan Google für die Siri-Websuche auf iPhone und iPad zu verwenden. Auch Spotlight auf dem Mac nutzt von nun an Google statt Bing für Web-Ergebnisse.

Von Bing zu Google

Apple begründet den Schritt mit einer einheitlicheren Sucherfahrung für Nutzer: „Der Wechsel zu Google sowohl für Siri und die Suche in iOS als auch Spotlight auf dem Mac ermöglicht es besagten Diensten, eine konsistente Nutzungserfahrung im Zusammenspiel mit der Websuche in Safari zu bieten.“ Der Konzern betont nichtsdestotrotz die weiterhin „starke Beziehung zu Microsoft“.

Apples iOS- und macOS-Browser Safari verwendet ohnehin Google als Standard-Suchmaschine, wohingegen bei Siri und Spotlight bislang Bing zum Einsatz kam.

Es ist nicht bekannt, ob die Umstellung Teil des milliardenschweren Suchmaschinen-Deals zwischen Apple und Google ist. Allein dieses Jahr soll Apple drei Milliarden US-Dollar dafür bekommen, dass Google der Standard-Suchdienst in Safari bleibt.

Details zur Google-Suche in Siri

Die Siri-Google-Suche ist verschlüsselt und anonym. Wer zum Beispiel ein iPhone verwendet und über Siri im Web nach einem Begriff sucht, erhält innerhalb der Benutzeroberfläche des Sprachassistenten die jeweiligen Toptreffer. Video-Suchen liefern Links zu YouTube.

Nur wenn Anwender in der angezeigten Liste ganz nach unten scrollen und auf Google tippen, werden sie auf die Website des Konzerns weitergeleitet – worauf auch die gewohnte Trackingfunktion des Suchmaschinenriesen greift. Wählt der Nutzer dagegen in der Siri-Ergebnisliste einen Link direkt an, geht es ohne Google-Umweg auf die entsprechende Website.

Bing nur noch für Bilder-Suche

Bei einer Suchfunktion bleibt Apple Bing treu. Wenn Nutzer per Siri nach Fotos Ausschau halten, liefert nach wie vor Microsofts Dienst die entsprechenden Ergebnisse. Zu erkennen ist dies am kleinen Bing-Schriftzug unter den dargestellten Bildern.