Blizzcon 2017: Erweiterung und Classic-Mode für World of Warcraft

Max Doll 292 Kommentare
Blizzcon 2017: Erweiterung und Classic-Mode für World of Warcraft
Bild: Blizzard

Zur Blizzcon 2017 hat Blizzard die siebte Erweiterung für World of Warcraft angekündigt. Battle for Azeroth rückt den Konflikt zwischen Horde und Allianz in den Mittelpunkt. Außerdem arbeitet das Studio an einem von Fans gewünschten „Classic Mode“ für das MMORPG.

Für Allianz und Horde steht jeweils ein neuer Kontinent zur Erkundung bereit, dessen Bewohner als Verbündete für den großen Konflikt gewonnen werden sollen. Mitglieder der Allianz bereisen Kul Tiras, die Heimat von Jaina Proudmoore. Dort warten ein Netz von Intrigen und dunkle Magie, machthungrige Piraten und Hexen.

Die Horde reist hingegen in das uralte Trollreich Zandalar, wo neben Dinosauriern und Titanen längst vergessenes Böses schlummern soll. Auf beiden Kontinenten können sechs neue spielbare Rassen angetroffen werden, die mit jeweils eigenen Quests freigeschaltet und für die eigene Fraktion gewonnen werden können. Die Levelgrenze wird dazu auf 120 angehoben. Bestandteil des Add-Ons ist darüber hinaus ein einmaliger Booster, der einen neuen oder bestehenden Charakter auf Level 110 befördert.

Battle for Azeroth enthält außerdem sechs Zonen mit neuen Bossen, Dungeons und Raids sowie weitere Spielmodi. Darunter ist ein PvP-Modus, in dem sich Spieler um Ressourcen auf unbekannten Inseln streiten – das Piraten-Setting lässt sich in MMOs als Trend erahnen – sowie Warfronts. Dieser PvE-Modus sei vom Echtzeitstrategiespiel Warcraft inspiriert, schreibt Blizzard. Spieler sollen darin in Gruppen von 20 eine strategisch wichtige Position für ihre Fraktion erobern und halten.

WoW Classic

Die Popularität von Servern, die World of Warcraft im Urzustand laufen lassen, ist an Blizzard nicht vorübergegangen. Mit der Ankündigung von World of Warcraft Classic soll dem Bedarf an Nostalgie und dem alten Spielgefühl Rechnung getragen werden. Erste Informationen lieferte das Studio im Interview mit Eurogamer.

Klar wird, dass das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt und vor zahlreichen Herausforderungen steht. Zunächst wollen die Entwickler in Kooperation mit ihren Spielern herausfinden, welcher Status des klassischen World of Warcraft zugrunde gelegt werden soll; das Spiel habe sich in den ersten zwei Jahren massiv verändert.

Ziel sei aber, die Spielerfahrung des Originals zu erzeugen und zwar im Guten wie im Schlechten. Dabei hilft den Entwicklern der Build, den das Nostalrius-Team, das seit längerer Zeit inoffizielle Server betreibt, zur Verfügung gestellt hat. Trotzdem bleiben Probleme: Vor Projektbeginn ließ sich das Vanilla-WoW nicht einmal starten, weil Software und Hardware sich massiv verändert hätten.

Kein Datum und Preis

Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, ist noch unbekannt. Auch auf direkte Nachfrage erklärten die Entwickler lediglich, es handle sich um „massiven Aufwand“. Ebenso unklar ist, wie der Classic Mode finanziert werden soll. Nur ein Punkt wird schon jetzt fixiert: Mit dem offiziellen Start der Server verbindet sich das Versprechen, diesen Classic Mode so lange am Leben zu halten wie World of Warcraft selbst.