Take Two: Neues Label Private Division für Indie-Studios

Max Doll 7 Kommentare
Take Two: Neues Label Private Division für Indie-Studios
Bild: Private Division

Take Two hat ein neues Label gegründet, das die Projekte von Indie-Entwicklern unterstützen soll. Private Division wird als ein Publisher vorgestellt, der sich zuvorderst um Marketing und Vertrieb kümmern wird.

Das neue Label wird von Take Two als „Entwickler-fokussierter Publisher“ beschrieben, der es „unabhängigen Studios ermöglicht, die Spiele zu entwickeln, für die sie sich begeistern“ und dazu die notwendige Unterstützung für einen „weltweit bei Kritikern und kommerziell erfolgreichen Titel“ gewähren.

Private Division startet mit hochkarätiger Besetzung. Herausgegeben werden noch unangekündigte Spiele von Panache Digital Games, dem Studio von Patrice Désilets, der Assassin's Creed als Creative Director verantwortet hat und von The Outsiders, das von ehemaligen Battlefield-Entwicklern gegründet wurde. Die Rollenspiel-Profis von Obsidian Entertainment sind mit einem Projekt unter der Leitung von Tim Cain und Leonard Boyarsky, zwei Fallout-Veteranen, unter Vertrag. Ebenfalls an Bord sind Squad mit Kerbal Space Program, das Take Two zwischenzeitlich erworben hat, sowie V1 Interactive. Das Studio wurde von Marcus Letho gegründet, der als Creative Art Director bei Bungie am Halo-Universum mitgewirkt hat. Erscheinen werden die Spiele frühestens ab dem zweiten Quartal des Jahres 2018.

Laut einem Bericht von Game Informer behalten die beteiligten Studios dabei die Rechte an den von ihnen entworfenen Marken; das Label will explizit keinerlei Vorgaben zur Gestaltung der Spiele machen. Dies gilt auch für die Monetarisierung. Während Take Two in dieser Hinsicht noch Steigerungspotential bei Mikrotransaktionen sieht, werden keinerlei Vorgaben gemacht.

Kein Zwang zu Mikrotransaktionen

Befürchtungen in dieser Hinsicht zerstreut Obsidian Games. Das Studio stellte klar, dass es keine Mikrotransaktionen jedweder Art in dem mit Private Division geplanten Rollenspiel geben werde. Dies schließt Beuteboxen ein. Der Publisher sei im Gegenteil eine „unglaubliche Unterstützung unserer Vision, unserer kreativen Freiheit und unseres Arbeitsprozesses“ gewesen, schreiben die Entwickler in in ihrem Blog.

Private Division soll dediziert eine Marktlücke zwischen großen, auf finanziellen Erfolg angewiesenen und damit notwendig konservativ gestalteten Triple-A-Spiele und Low-Budget-Produktionen besetzen. Damit zieht Take Two mit anderen Publishern gleich: Electronic Arts vertreibt Indie-Spiele mit EA Originals, Ubisoft produziert hingegen eigene Spiele auf Basis neuer Ideen und kleinem Budget.