Apple Watch 3 mit LTE im Test: Das iPhone bleibt fast immer die bessere Wahl

Nicolas La Rocco 124 Kommentare
Apple Watch 3 mit LTE im Test: Das iPhone bleibt fast immer die bessere Wahl

tl;dr: Vier Monate mit Apples erster LTE-Smartwatch haben nicht den erhofften Wandel im Nutzungsverhalten gebracht. Die Apple Watch Series 3 ist aber deutlich schneller und hat ein schönes Display. Weiterhin benötigt aber nicht jeder iOS-Nutzer oder Sportler eine Apple-Smartwatch. Das untermauern die Erfahrungen im Langzeittest.

Vier Monate Apple Watch Series 3

Seit Ende September des letzten Jahres können iOS-Nutzer erstmals eine Apple Watch mit LTE kaufen. Das soll die Smartwatch unabhängiger vom Smartphone machen, etwa zum Telefonieren oder Streamen von Musik. Der Aufpreis für das Modell mit LTE statt nur GPS liegt bei 80 Euro. Im Vergleich zur Series 2, die Apple seit Vorstellung der Series 3 nicht mehr anbietet, gibt es zudem Galileo und QZSS als neue Ortungsdienste, einen barometrischen Höhenmesser und Siri spricht erstmals auf der Smartwatch.

ComputerBase hatte die Apple Watch Series 3 mit LTE über die letzten vier Monate im Einsatz und wollte wissen, wie sich die neue Uhr im Alltag eines durchschnittlichen Nutzers schlägt, der jedoch nicht unbedingt dem von Apple beschriebenen Anwender entspricht, sondern vergleichsweise nüchtern betrachtet an die Sache herangeht. Für den Test wurden zwei Generationen Apple Watch übersprungen, Ausgangsbasis war die allererste Apple Watch anno 2015 – Series 0 sozusagen.

Leichte Uhr mit solidem Armband

An Passform und Tragekomfort hat sich mit der Series 3 für einen Träger der allerersten Generation nichts verändert. Nach wie vor lässt sich zwischen Gehäusen mit 38 und 42 Millimetern wählen, wobei im Test die größere Variante getragen wurde. Von einer Series 0 in Edelstahl kommend, fällt bei der Series 3 aus Aluminium ein etwas niedrigeres Gewicht auf: mit Band sind es 48 Gramm.

Armbänder bietet Apple mittlerweile en masse an, für jeden Geschmack sollte sich etwas im Sortiment finden lassen – vom Sport Loop oder Sportarmband für relativ faire 59 Euro bis hin zum abstrus teuren Gliederarmband für 609 Euro. Das von Apple leihweise gestellte Testmuster ist ein Armband aus gewebtem Nylon in Orangerot. Nach vier Monaten Nutzung hat es einen Knick im Bereich der Schließe und die Seitenbereiche sind leicht ausgefranst. Qualitative Schwachstellen lassen sich jedoch nicht erkennen.

Keine Kratzer trotz Ion-X-Glas

Die Uhr hat die letzten vier Monate erstaunlich gut überstanden, obwohl sie fast täglich und nicht nur unter schonenden Bedingungen getragen wurde. Gehäuse und Glas sind noch frei von Kratzern, obwohl bei der normalen Apple Watch nur Ion-X-Glas verbaut ist, während die Varianten aus Edelstahl­ oder Keramik mit härterem Saphirglas kommen.

Wer gern etwas größere Uhren trägt, wird sich an der Apple Watch auch mit 42 Millimetern nicht stören. Sie trägt zwar durchaus dick auf, im Test gefiel das Design aber. Allerdings gaukelt Apple trotz Jony-Ive-Design niemandem vor, mit einer Apple Watch ein todschickes Schmuckstück am Arm zu tragen. Ein schöner Chronograph eines namhaften Herstellers, der deshalb aber nicht sündhaft teuer sein muss, hat weiterhin mehr Stil. Mehr Hightech hat aber in jedem Fall die Apple Watch zu bieten.

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