Envy x2: HP bietet 2-in-1 auch mit Intel-CPUs und Windows 10 an

Nicolas La Rocco 1 Kommentar
Envy x2: HP bietet 2-in-1 auch mit Intel-CPUs und Windows 10 an
Bild: HP

HP hat zur CES 2018 ein neues 2-in-1 im Gepäck: das Envy x2. Wem das vom Namen her bereits bekannt vorkommt, hat Recht. Diese Modellbezeichnung verwendet HP auch für einen jüngst vorgestellten Always-Connected-PC auf Snapdragon-835-Basis. Das jetzt angekündigte Envy x2 läuft hingegen mit Intel-Y-CPUs und Windows 10 statt 10 S.

Die Verwirrung ist perfekt: HP wird zum Frühjahr ein zweites 2-in-1 mit der Bezeichnung Envy x2 auf den Markt bringen. Statt der Snapdragon 835 Mobile PC Platform stecken in der neuen Variante aber Kaby-Lake-Prozessoren von Intel. HP setzt beim neuen Modell auf Prozessoren aus der Y-Serie von Intel. Die aktuelle Generation dieser CPU-Serie basiert noch auf Kaby Lake und hinkt somit den Core-i-Prozessoren auf Basis von Kaby Lake-R oder jetzt ganz neu Kaby Lake-G mit Vega-Grafik eine Generation hinterher.

TDP trotz Passivkühlung auf 6 Watt angehoben

Für das Envy x2 werden CPUs aus den Serien Core m3 sowie Core i5 zur Auswahl stehen, wobei noch nicht bekannt ist, welche Prozessoren HP genau verbauen wird. Sinnvoll erscheint eigentlich nur der Einsatz der im ersten und zweiten Quartal 2017 gestarteten Modelle m3-7Y32 und i5-7Y57, andere Y-CPUs sind nämlich noch von 2016. Standardmäßig liegt die TDP dieser Prozessoren bei 4,5 Watt, Intel ermöglicht OEMs über die „Configurable TDP-up“ aber auch bis zu 7 Watt. HP hat sich für 6 Watt entschieden, was zu einer 17 respektive 20 Prozent höheren Leistung im 3DMark11 und PCMark8 führen soll. Trotz höherer TDP bleibt das Envy x2 aber vollständig passiv gekühlt.

Configurable TDP-up sorgt für mehr Leistung
Configurable TDP-up sorgt für mehr Leistung (Bild: HP)

Während HP das Snapdragon-Modell des Envy x2 mehr für den konsumierenden Betrieb ausgelegt hat, soll sich die Intel-Variante eher für den produktiven Einsatz eignen. Das Cover mit Tastatur hat HP deshalb so konzipiert, dass im aufgeklappten Zustand die Bautiefe auf der x-Achse geringer ausfällt, damit das Gerät besser auf dem Schoß genutzt werden kann. Dafür fallen allerdings die am Displayrand angewinkelte Tastatur des Snapdragon-Modells und die freie Verstellbarkeit weg. Das neue Envy x2 lässt sich in den drei Modi Notebook, Zeichnen und Tablet verwendet. Die Tastatur ist beleuchtet und bietet auf der rechten Seite eine Lasche für den mitgelieferten Stylus. Tastatur und Schutzhülle bilden eine Einheit und decken auch die Rückseite ab.

Auf der Vorderseite sitzt ein 13-Zoll-Display im 3:2-Format, das auf 1.920 × 1.280 Bildpunkte kommt und auf die IPS-Technik setzt. Eine Glasscheibe aus Gorilla Glass 4 von Corning soll vor Kratzern schützen. Flankiert wird das Display von zwei nach vorne gerichteten Lautsprechern, die von Bang & Olufsen stammen. Zwei Mikrofone sollen für eine gute Sprachaufzeichnung des Nutzers etwa bei Skype-Gesprächen sorgen.

Mit optionalem LTE ein Always-Connected-PC

An Anschlüssen bietet das Envy x2 zwei USB-Typ-C-Buchsen nach Standard 3.1 Gen1, über die neben der Datenübertragung mit bis zu 5 Gbit/s auch Displays angebunden werden können und sich das Gerät laden lässt. Zusätzlich sind noch ein microSD-Lesegerät und eine Combo-Klinkenbuchse verbaut. Optional ist hingegen der Nano-SIM-Schacht, der nur beim LTE-Modell vorhanden ist. LTE Cat.9 mit bis zu 450 Mbit/s im Downstream wird als Zusatz zum immer integrierten WLAN-ac-Modul mit 2×2-Antenne und bis zu 867 Mbit/s angeboten. HP wird das zweite Envy x2 wie das Snapdragon-Modell als Always-Connected-PC bewerben, auch wenn LTE aufpreispflichtig ist.

Mit den Akkulaufzeiten des Qualcomm-SoCs kann das Intel-Modell nicht ganz mithalten, mit 15,9 zu 20,0 Stunden für die Offline-Wiedergabe eines Videos schneidet das Gerät aber weiterhin gut ab. HP sagt, mit diesem Wert schneide das Envy x2 besser als das Microsoft Surface Pro, Huawei MateBook (Test) oder Apple iPad Pro 12,9 Zoll (Test) ab.

Marktstart der Intel-Variante des Envy x2 ist der Frühling dieses Jahres, allerdings sind die Preise noch unbekannt. Einfluss auf den Preis werden die CPU-Auswahl (m3, i5) sowie SSD und Arbeitsspeicher haben. In der Maximalkonfiguration wird HP das Envy x2 mit einer 256 GB großen PCIe-SSD sowie 8 GB LPDDR3-RAM anbieten.