HP Spectre 15 x360: Notebook mit Kaby Lake-G kostet nur sechs Prozent mehr

Volker Rißka 12 Kommentare
HP Spectre 15 x360: Notebook mit Kaby Lake-G kostet nur sechs Prozent mehr
Bild: HP

HP zeigt als einer der ersten Hersteller sein neues Portfolio zur CES 2018. Mit dabei ist das überarbeitete Spectre 15 x360, welches es nun nicht mehr nur mit Kaby-Lake-Prozessor und zusätzlicher diskreter GeForce MX 150 gibt, sondern auch als Notebook mit Kaby Lake-G. Der Aufpreis beträgt lediglich sechs Prozent.

Statt 1.370 US-Dollar, die für das HP Spectre 15 x360 mit Kaby Lake Refresh, GeForce MX 150 und 8 GByte RAM sowie 256 GByte SSD fällig werden, sind es für Kaby Lake-G inklusive integrierter Vega-Grafikeinheit und HBM2 mit identischen Komponenten bei RAM und SSD 1.450 US-Dollar. Der Aufpreis von lediglich 80 US-Dollar fällt damit geringer aus als befürchtet. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten der 15-Zoll-Notebooks mit 4K-Touchscreen und inkludiertem HP Pen, die einen Ausbau bis hin zu maximal 16 GByte RAM und bis zu 2 TByte an SSD-Speicherplatz eröffnen, runden das Paket ab.

Mit Kaby Lake-G zum „World's Most powerful Convertible PC“ – HP Spectre 15 x360
Mit Kaby Lake-G zum „World's Most powerful Convertible PC“ – HP Spectre 15 x360 (Bild: HP)

Interessant sind dabei auch die Angaben zur Leistung, die HP zur Verfügung stellt – aus in beiden Fällen simulierten Systemumgebungen. Demnach soll Kaby Lake-G später im Alltag das deutlich leistungsfähigere Paket sein als die Version, die Kaby Lake Refresh mit einer GeForce MX 150 vereint. Beim Rendern soll die Leistung der neuen Variante den Faktor 2,5x erreichen. Beim Transcodieren eines Videos soll eine Steigerung von bis zu 40 Prozent, bei Multi-Tasking-Aufgaben eine Steigerung von bis zu 50 Prozent – oder 40 Prozent mehr an Bilder pro Sekunde – möglich sein.

Unmöglich sind die Werte nicht, denn es wird eine 15-Watt-CPU samt zusätzlicher Grafikeinheit mit einer Kombi-Lösung vergleichen, die insgesamt 65 Watt TDP vorweist. Diese hat bereits von Haus aus mehr Prozessorpower. Kaby Lake-R bietet zwar ebenfalls vier Kerne und acht Threads, das thermische Budget von 15 Watt legt der CPU aber deutlich früher Fesseln beim Takt an – der Basistakt liegt folglich nur bei 1,8 GHz, beim KBL-G sind es 3,1 GHz. Aber auch Intels eigene Benchmarks von Kaby Lake-G sind wie HPs hier aufgrund der Auswahl der Vergleiche mit Vorsicht zu genießen.

KBL-R mit MX 150 im Vergleich zu KBL-G
KBL-R mit MX 150 im Vergleich zu KBL-G (Bild: HP)

Dass sich die höhere Leistung und auch Leistungsaufnahme des Gesamtpakets Kaby Lake-G aber auch negativ auswirken kann, zeigt die Akkulaufzeit. HP gibt für die KBL-G-Notebooks immer noch 12,0 Stunden an, Kaby Lake Refresh mit GeForce MX 150 kommt auf 13,5 Stunden. Bei den Ladezeiten gibt HP für letzteres Modell 90 Prozent in 90 Minuten an, die neuen Notebooks mit Kaby-Lake-G sollen in 30 Minuten 50 Prozent ihrer Kapazität laden können. HP stichelt dabei ein wenig gegen Microsoft und erklärt, dass für die Notebooks auch problemlos 150 Watt bereitgestellt werden können, während Microsofts Ladegerät für das Surface Book 2 mit seinen knapp 100 Watt zu schnell an (und über) seine Grenzen kommen kann.

Weitere Details zum Spectre x360 (2018)

Am Design hat HP bei der 2018er Ausgabe des 15-Zollers Spectre x360 ebenfalls ein wenig gefeilt. Ins Auge sticht dabei sofort die überarbeitete Tastatur inklusive Nummernblock. Sie geht nun von Rand zu Rand, die ehemals an der Seite beheimateten Lautsprecher sind nach oben gewandert - im Zuge dessen wurde auch das Touchpad leicht neu ausgerichtet. Die neuen Quad Speaker kommen von Bang & Olufsen und sollen ein volleres sowie bis zu 60 Prozent lauteres Erlebnis als die im Vorgängermodell des Jahres 2017 verbauten bieten, erklärte HP vorab.

An der Chassis des Notebooks hat sich allerdings noch mehr geändert. Je nach Innenleben variiert das Gewicht leicht: Kaby Lake Refresh mit GeForce MX 150 wiegt 2,09 Kilogramm, Kaby Lake-G bringt es hingegen auf 2,14 Kilogramm. Dies liegt unter anderem an einer überarbeiteten Kühllösung, die die punktuelle Wärme von Kaby Lake-G effizient abführen soll. Deshalb ist das Gehäuse in der Höhe auch von 17,9 auf 19,45 Millimeter gewachsen. Zusätzliche vier Millimeter breiter ist das Notebook ebenfalls geworden, doch den dadurch entstandenen Platz nutzt HP gleichzeitig für den Akku: statt der bisherigen 79 Wh stehen nun 84 Wh zur Verfügung.

Alle neuen Varianten sollen nach und nach ausgeliefert werden, Kaby Lake-G im Notebook wird es demnach zwar noch im ersten Quartal, aber vermutlich erst ab Ende März geben. Die Modelle mit Kaby Lake Refresh und GeForce sollten früher verfügbar sein.

HP Spectre 15 x360 (2018)