Kaby Lake-G: Intel listet erste Modelle mit Vega-Grafik offiziell

Volker Rißka 113 Kommentare
Kaby Lake-G: Intel listet erste Modelle mit Vega-Grafik offiziell
Bild: Intel

Mit dem Intel® Core™ i7-8809G Processor führt Intel pünktlich zum neuen Jahr die ersten Prozessoren mit AMDs Vega-Grafik ein. Wenngleich die offizielle Vorstellung noch nicht über die Bühne ging und vermutlich in wenigen Tagen zur CES 2018 laufen wird, listet die Intel-Webseite die ersten Spezifikationen.

Die CPU ist ein klassischer Kaby Lake

Und einmal mehr zeigt sich dabei, dass die Gerüchte bezüglich Intel-Prozessoren fast immer zu 100 Prozent stimmen. Nicht nur die Bezeichnung war bereits in den letzten Meldungen zugegen, auch der Basistakt von 3,1 GHz. Der Core i7-8809G wird demnach das Flaggschiff der Serie, auch er ist bereits für eine TDP von 100 Watt ausgelegt. Diese gilt aber nicht nur für den Quad-Core-Kaby-Lake-Prozessor mit acht Threads und 8 MByte-L3-Cache, sondern alle Chips die auf dem Package zugegen sind. Unterstützt werden sie von DDR4-2400 – ein klassischer Kaby Lake bis hierhin.

(Fast) Alle Ressourcen für die Vega-Grafik

Als erstes ist dies natürlich die Grafikeinheit von AMD, der ein Großteil des TDP-Budgets zugewiesen wird. Diese Lösung wird bei Intel als Radeon RX Vega M GH Graphics laufen. Diese verfügt scheinbar aber nur über 24 CUs statt bisher gedachter 28 CUs, wenngleich eine Bestätigung dafür noch aussteht. Jedoch gibt es weitere Modelle, die zwar nicht auf Intels Webseite erscheinen, aber durch erste Benchmarks von Herstellern bekannt sind. Demnach wird HP in Kürze ein erstes Notebook mit dem kleineren Core i7-8705G ausstatten, in der die Radeon RX Vega M GL Graphics arbeitet – mit noch 20 CUs. Sowohl mehrere Einträge bei Twitter als auch Videos auf YouTube lassen darauf schließen. Mit rund 1.000 MHz darf diese auch nicht mehr so hoch takten, soll dafür aber auch in der 65-Watt-TDP-Klasse zugegen sein. Auch ein sehr ähnlicher Core i7-8706G soll als drittes Modell noch kommen.

Zu guter Letzt haben alle neuen Kaby Lake-G auch noch HBM2 mit dabei. Dieser soll immer 4 GByte groß sein und als schneller Vor-Ort-Speicher dienen, ehe die Notebooks-Chips wie üblich in den langsamen aber deutlich größeren Arbeitsspeicher auslagern müssen. Interessant dürfte auch sein, wie sich die Lösung unter Windows & Co verhält, wenn Strom gespart werden soll. Denn laut Webseite führt sie weiterhin die integrierte HD 630 vom ursprünglichen Kaby Lake aktiv mit.

Auch noch übertaktbar?

Intels Webseite führt das Modell aktuell unter der Sektion der übertaktbaren Prozessoren. Weitere Details dazu gibt es bisher aber nicht, die weiterführenden Links führen zu einen 404-Fehler – es war wohl eine ungeplante Veröffentlichung. Die kommenden Tage werden Klarheit bringen.