WhatsApp: Geld per App an Freunde senden startet in Indien

Frank Hüber 52 Kommentare
WhatsApp: Geld per App an Freunde senden startet in Indien
Bild: HeikoAL | CC0 1.0

In Indien können erste WhatsApp-Nutzer direkt über den Messenger bezahlen. Der neue Dienst heißt WhatsApp Payments und hatte sich bereits im letzten Jahr angedeutet, als er im August 2017 im Quellcode einer Beta-Version von WhatsApp auftauchte, allerdings noch von keinem Nutzer eingesetzt werden konnte.

Offiziell hat sich WhatsApp bisher nicht zu dieser Neuerung geäußert, weshalb noch nicht sicher ist, ob es sich lediglich um einen Test handelt, der auf wenige Testpersonen beschränkt bleibt, oder ob WhatsApp die Funktion zumindest in Indien in Kürze allen Nutzern zur Verfügung stellen will. Laut TechCrunch wollte sich WhatsApp nicht zur neuen Funktion WhatsApp Payments äußern. Zudem ist nicht bekannt, wann andere Länder folgen werden, denn in Indien hatte sich WhatsApp bereits im Juli 2017 die Genehmigung der indischen Regierung eingeholt, den Dienst zur Bezahlung dort integrieren und anbieten zu dürfen.

WhatsApp Payments in Indien
WhatsApp Payments in Indien (Bild: @WABetaInfo)

Anwender müssen Funktion erst aktivieren

Um WhatsApp Payments nutzen zu können, müssen Anwender diesem zunächst ausdrücklich zustimmen und vor dem Senden und Empfangen von Geld über das Unified Payments Interface (UPI) zudem die Mobilfunknummer erneut bestätigen und ihre Bank auswählen. Daraufhin können die Nutzer anderen Kontakten in ihrer WhatsApp-Liste Geld wie Fotos, Dokumente oder den eigenen Standort direkt aus der App heraus senden, sofern diese die Funktion ebenfalls aktiviert haben. An Händler und Unternehmen kann auf diese Weise ersten Berichten zufolge jedoch explizit kein Geld überwiesen werden.

Indien hat die meisten WhatsApp-Nutzer

Indien ist mit über 200 Millionen aktiven Nutzern pro Tag der größte Markt von WhatsApp, weshalb das Unternehmen diesen für den Test der Bezahlfunktion gewählt haben dürfte. Sofern der Test erfolgreich verläuft und keine Sicherheitsprobleme auftreten, ist zeitnah mit einer Ausweitung des Dienstes auf andere Länder zu rechnen.