Asus ProArt PA32UC: Profi-UHD-Monitor mit HDR und TB3 für über 2.000 Euro

Michael Günsch 62 Kommentare
Asus ProArt PA32UC: Profi-UHD-Monitor mit HDR und TB3 für über 2.000 Euro
Bild: Asus

Einen neuen Monitor für den Profimarkt hat Asus mit dem ProArt PA32UC vorgestellt. Das 32"-IPS-Display liefert 3.840 × 2.160 Pixel (UHD), 10 Bit Farbtiefe und soll die Farbräume DCI-P3 und Adobe RGB fast vollständig abdecken. Direct-Lit-LEDs mit Local Dimming in 384 Zonen und bis zu 1.000 cd/m² Helligkeit liefern HDR-Potenzial.

Mit Delta E <2 und 14-Bit-LUT für Farbprofis

Mit der ProArt-Serie richtet sich Asus an Fotografen und Designer mit hohem Anspruch an Farbtreue. Der PA32UC ist ab Werk auf einen Farbabstand von Delta E <2 kalibriert und soll die großen Farbräume DCI-P3 und Rec. 2020 zu 95 respektive 85 Prozent abdecken. 10 Bit Farbtiefe und eine 14-Bit-LUT überraschen in diesem Segment nicht.

HDR-Potenzial dank Local Dimming in 384 Zonen

Während viele „HDR“-Monitore kaum Potenzial für einen hohen Dynamikumfang liefern, ist der PA32UC vergleichsweise gut gerüstet: Mit dem Full-Array-LED-Backlight mit Local Dimming in 384 Zonen und einer Helligkeit von hohen 1.000 cd/m² in der Spitze verspricht Asus „tiefstest Schwarz und hellstes Weiß“. Da es sich um ein IPS-Panel handelt, dürften die Schwarzwerte aber nicht an jene von VA-LCDs heranreichen. Das statische Kontrastverhältnis wird nur mit dem Standardwert von 1.000:1 angegeben. Damit Asus dennoch mit Ultra HD Premium werben darf, wurde vermutlich das dynamische Kontrastverhältnis von utopischen 100 Millionen zu Eins herangezogen – in der Regel ein rein theoretischer Wert ohne Praxisrelevanz.

Zweimal Thunderbolt 3 trifft auf viermal HDMI

Vielfalt bietet Asus bei den Anschlüssen, denn der ProArt PA32UC besitzt nicht nur gleich vier HDMI-2.0-Buchsen und DisplayPort, sondern zusätzlich Thunderbolt 3 über USB-C, das als Ein- und Ausgang umgesetzt ist, womit eine Reihenschaltung (Daisy-Chain) möglich ist. Die Universalschnittstelle mit 40 Gbit/s brutto dient via Alternate Mode auch als DisplayPort und kann angeschlossene Geräte laut Asus mit bis zu 60 Watt versorgen (USB Power Delivery).

Die umfangreiche Ausstattung runden weitere USB-Buchsen nach Typ A und C, integrierte Lautsprecher und ein vielseitig verstellbarer Standfuß ab.

Ab April für 2.300 Euro mit Colorimeter

Details zum Marktstart verrät die englischsprachige Ankündigung nicht. Doch hat ComputerBase bei Asus nachgefragt: Demnach erfolgt der Marktstart in Deutschland im April mit der Modellvariante PA32UC-K zur unverbindlichen Preisempfehlung von 2.299 Euro. Der hohe Kaufpreis beinhalte ein Colorimeter der Serie X-Rite i1 mit einem Gegenwert von etwa 200 Euro.

Asus ProArt PA32UC
LCD-Panel IPS
Backlight LED (Local Dimming, 384 Zonen)
Diagonale 32 Zoll
Auflösung 3.840 × 2.160 (60 Hz)
Pixeldichte 138 ppi
FreeSync/G-Sync FreeSync (via DP u. Thunderbolt)
Seitenverhältnis 16:9
Kontrast (statisch) 1.000:1
Helligkeit max. 1.000 cd/m²
Farbtiefe 10 Bit (1,07 Mrd. Farben)
Farbraum sRGB: 100 %, Adobe RGB: 99,5 %, DCI-P3: >95 %, Rec. 2020: 85 %
Blickwinkel (horizontal/vertikal) 178°/178°
Reaktionszeit 5 ms (Grau-zu-Grau)
Videoeingänge 4 × HDMI 2.0b, DisplayPort 1.2, Thunderbolt 3 (USB-C)
Videoausgänge Thunderbolt 3 (USB-C)
Audio Lautsprecher (2 × 3 W), Ausgang (3,5 mm)
USB 2 × USB-C (TB3, PD 60 W), 1 × USB 3.0 Typ C, 2 × USB 3.0 Typ A
Ergonomie Display neigbar (-5°/+23°), höhenverstellbar (130 mm)
Swivel (+/-60 °), Pivot,
VESA-Aufnahme (100 × 100 mm)
Leistungsaufnahme Betrieb: <56,8 W, Standby: <0,5 W
Sonstiges HDR-Support, Werkskalibrierung (Delta E <2), 14-Bit-LUT, PiP/PiB, Low Blue Light