Synology DS1618+ im Test: 6 × HDD, 4 × LAN, 1 × PCIe, 1 × C3538, aber 0 × ECC & 10GbE 2/4

Frank Hüber 50 Kommentare

Benchmarks

Im Folgenden sind die Testergebnisse der Synology DS1618+ in verschiedene Untergruppen gegliedert. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit werden dabei im RAID5-Festplattenverbund getestet. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit bei Nutzung von Link Aggregation und AES-256-Verschlüsselung getestet.

Die Lautstärke und die Leistungsaufnahme werden ebenso wie das Preis-Geschwindigkeits-Verhältnis des NAS gesondert behandelt. Die einzelnen Ergebnisse jeder Kategorie können über die Schaltflächen über den Diagrammen durchgeschaltet werden. Die Einzelheiten zur Testmethodik, die den Ergebnissen zugrunde liegt, sind in einem gesonderten Artikel „So testet ComputerBase NAS-Systeme“ zusammengefasst.

Dateitransfer

Verzichtet man bei der DS1618+ auf den Einsatz von Link Aggregation zur Bündelung der Netzwerkschnittstellen, agiert die DS1618+ bei der Übertragung großer Dateien am Geschwindigkeitslimit der Netzwerkschnittstelle. Beim 15 GB großen Ordner kann sich die DS1618+ zwar an die Spitze des Testfeldes setzen, aber nicht absetzen. In die Knie geht die DS1618+ durch einen RAID5-Einsatz in keinem Fall.

Auch in Intels NASPT bestätigt sich die Leistung der DS1618+. Sie liegt entweder an der Spitze des Testfeldes oder konkurriert um diese. Der Intel Atom C3538 verfügt wie erwartet über mehr als genug Reserven, um ein 6-Bay-NAS zu verwalten.

Verschlüsselung

Die AES-256-Verschlüsselung stellt für die DS1618+ keine Hürde dar. Beim reinen Dateitransfer einer einzelnen, großen Datei wirkt sich die aktivierte Verschlüsselung überhaupt nicht auf die Übertragungsgeschwindigkeit aus.

Bei der Übertragung des 15 Gigabyte großen Ordners mit vielen kleinen Dateien bricht die Übertragungsgeschwindigkeit im Vergleich zu deaktivierter Verschlüsselung zwar um über 10 Prozent ein und die DS1618+ ist durch das RAID5 langsamer als die schnellsten 2-Bay-Modelle im Testfeld. Dennoch ist auch AES-256-Verschlüsselung in diesem Fall im Alltag sinnvoll einsetzbar.

Die DS1618+ bietet vier Gigabit-LAN-Schnittstellen, die per Link Aggregation gebündelt werden können, so dass sich der simultane Datenzugriff über mehrere Clients deutlich beschleunigen lässt. Dies ist insbesondere bei der Übertragung von einzelnen, großen Dateien sichtbar.

Die Übertragungsraten beim Einsatz von Link Aggregation einer einzelnen Datei liegen im Test bei rund 270 MB/s beim Schreiben und fast 260 MB/s beim Lesen. Lediglich die Lesegeschwindigkeit des Ordners mit vielen kleinen Dateien profitiert nicht im gleichen Maße wie die Schreibgeschwindigkeit des Ordners, die sich mit rund 240 MB/s tatsächlich fast vervierfacht, verdoppelt sich in Summe aber nahezu im Vergleich zur Übertragung an nur einen PC.

Optional kann der Käufer der Synology DS1618+ eine 10-Gigabit-PCIe-Netzwerkkarte nachrüsten. Die Möglichkeiten des Intel Atom C3538, der nativ 10GbE unterstützt, nutzt Synology bei der DS1618+ nämlich nicht aus.

USB-Backup

Beim Schreiben der 25 GB über den USB-3.0-Port ist die DS1618+ das schnellste NAS im Testfeld. Beim Lesen von der USB-SSD braucht sie jedoch etwas länger als die DS218+ und DS718+. Das Übertragungslimit der USB-SSD, die Daten an einem PC rund doppelt so schnell überträgt, wird damit weiterhin nicht ansatzweise ausgenutzt.

Backup über USB 3.0
Angaben in Minuten, Sekunden
  • Schreibgeschwindigkeit (25 GB):
    • Synology DS1618+
      2:41
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS218+
      2:51
    • QNAP TS‑253B-8G
      2:53
    • Synology DS218play
      3:33
    • Synology DS218
      3:45
    • Synology DS218j
      4:20
    • Synology DS216j
      5:25
  • Lesegeschwindigkeit (25 GB):
    • Synology DS218+
      2:38
    • Synology DS718+
      2:50
    • Synology DS1618+
      2:59
    • QNAP TS‑253B-8G
      3:00
    • Synology DS218play
      3:28
    • Synology DS218
      3:30
    • Synology DS218j
      4:14
    • Synology DS216j
      4:50

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