Patriot Memory: High-End-SSD, microSD, USB-Sticks und RGB DRAM

Michael Günsch 9 Kommentare
Patriot Memory: High-End-SSD, microSD, USB-Sticks und RGB DRAM
Bild: Patriot

Zur Computex 2018 hat Patriot diverse neue Speicherprodukte im Gepäck. Bei SSDs gibt es die Viper-Serie mit schnellen 3.400 MB/s oder gewöhnlichem SATA. Die USB-Sticks bieten bis zu 512 GB oder ein Mini-Format. Die microSD-Neulinge sind laut A1-Siegel „App-tauglich“ und der DDR4-RGB-RAM leuchtet bunt.

Viper M.2 SSD mit Phison E12 und 3.400 MB/s

Die neue SSD-Speerspitze in puncto Durchsatz bildet die Viper als M.2-Modul mit PCIe 3.0 x4 und NVMe. Diese soll mit Speicherkapazitäten von 256 GB bis 1 TB angeboten werden. Patriot verspricht sequenzielle Transferraten von 3.400 MB/s beim Lesen und 3.000 MB/s beim Schreiben, die voraussichtlich unter Idealbedingungen im synthetischen Benchmark ermittelt wurden. Zumindest auf dem Papier spielt die Patriot Viper M.2 auch mit ihren 600.000 IOPS auf Augenhöhe mit Samsungs 970 Pro (Test) oder WD Black 3D respektive SanDisk Extreme Pro 3D und damit in der Oberliga der PCIe-SSDs für Verbraucher. Erst Tests werden zeigen, wie dies im praktischen Einsatz aussieht.

Patriot Viper M.2 SSD
Patriot Viper M.2 SSD (Bild: Patriot)

Beim Controller setzt Patriot auf den neuen Phison E12, dessen Leistungsfähigkeit auf der CES im Januar demonstriert worden war. Der Chip unterstützt NVMe 1.3, bietet acht NAND-Channel und eine LDPC-Fehlerkorrektur. Zum eingesetzten NAND-Flash macht Patriot zwar keine Angaben, doch ist 3D-NAND der aktuellen Generation wahrscheinlich. Der Marktstart wird im dritten Quartal 2018 erwartet.

Viper-SSD mit SATA und bis zu 2 TB

Weniger spektakulär ist die Viper 2,5" im herkömmlichen Formfaktor mit SATA-Anschluss. Hier werden bis zu 2 TByte Speicherplatz und Transferraten am SATA-Limit von rund 550 MB/s geboten. Der Controller stammt ebenso aus Phisons aktueller Generation und lautet S12. Bei deutlich niedrigerer Leistung als beim E12 verfügt der SATA-Controller aber ebenso über acht NAND-Channel und eine LDPC-Fehlerkorrektur, dank der beide Chips auch mit kommendem QLC-NAND umgehen können sollen.

Patriot Viper 2,5 Zoll SSD
Patriot Viper 2,5 Zoll SSD (Bild: Patriot)
Viper m.2 Viper 2,5"
Formfaktor M.2-2280 2,5 Zoll
Interface (Protokoll) PCIe 3.0 x4 (NVMe) SATA 3 (AHCI)
Speicherkapazität 256 GB – 1 TB 256 GB – 2 TB
Controller Phison E12 Phison S12
Seq. Lesen 3.400 MB/s 550 MB/s
Seq. Schreiben 3.000 MB/s 530 MB/s
4K IOPS Lesen 600.000 100.000
4K IOPS Schreiben 600.000 90.000

EVLVR: Portable Thunderbolt-SSD kommt in Q3

Schon auf der CES 2018 im Januar war die externe SSD Patriot EVLVR mit Thunderbolt 3 zu Gast. Mit Transferraten von bis zu 1.500 MB/s lesend und 1.000 MB/s schreibend soll die EVLVR im dritten Quartal auf den Markt kommen. Als Preise wurden im Januar rund 200 US-Dollar für 256 GByte, 290 US-Dollar für 512 GByte und 490 US-Dollar für 1 TByte genannt.

Patriot EVLVR Portable SSD mit Thunderbolt 3
Patriot EVLVR Portable SSD mit Thunderbolt 3 (Bild: Patriot)

USB-Sticks mit 512 GB oder im Mini-Format

Die neuen USB-Sticks Viper 2 und QT nutzen mit USB 3.1 Gen 1 das umbenannte USB 3.0, was nicht die Geschwindigkeit von Thunderbolt 3 und USB 3.1 Gen 2 erreicht. Der Viper 2 soll aber immerhin 400 MB/s lesend und 300 MB/s schreibend erreichen, womit er zu den schnellen USB-3.0-Sticks zählt. Als Speicherkapazitäten sollen 128 bis 512 GB zur Auswahl stehen.

Patriot Viper 2 USB-Stick
Patriot Viper 2 USB-Stick (Bild: Patriot)
Patriot QT USB-Stick
Patriot QT USB-Stick (Bild: Patriot)

Ohne Angaben der Transferraten kommt das Modell QT daher, das durch seine geringe Größe ausfällt. Ähnlich wie beim SanDisk Ultra Fit und zahlreichen Pendants handelt es sich um einen Mini-USB-Stick, der nur ein kleines Stück über den USB-Stecker hinausragt. Von 32 GB bis 128 GB reicht die Serie. Für beide USB-Sticks wird abermals das dritte Quartal als grober Veröffentlichungszeitraum genannt.

microSD-Karten mit A1-Siegel

Bei den Speicherkarten hat Patriot neue microSD-Modelle mit A1-Klassifizierung für das dritte Quartal angekündigt. Die erste Stufe der sogenannten App Performance Class besagt, dass mindestens 1.500/500 IOPS bei wahlfreien und 10 MB/s bei sequenziellen Transfers erreicht werden müssen. Eine Schreibrate von dauerhaft möglichen 10 MB/s bescheinigt wiederum das Siegel der Video Speed Class V10. Lesend verspricht Patriot bis zu 90 MB/s. Die Modellpalette soll von 32 GB bis 256 GB Speicherplatz reichen.

Patriot EP V30 A1 microSD
Patriot EP V30 A1 microSD (Bild: Patriot)
Patriot LX V10 A1 microSD
Patriot LX V10 A1 microSD (Bild: Patriot)

Deutlich mehr Leistung für 4K-UHD-Videos soll die EP V30 A1 microSD liefern. V30 steht für mindestens 30 MB/s beim kontinuierlichen Schreiben. Im Maximum sollen 80 MB/s schreibend und 100 MB/s lesend möglich sein. Die Modelle reichen von 64 bis 256 GB.

DRAM: Viper RGB bringt buntes Licht mit bis zu 4.133 MHz

Beim Arbeitsspeicher hat Patriot den Viper RGB DRAM neu im Programm. Die DDR4-Speicherriegel werden als 16-GB-Kits mit zwei Modulen und effektiven Datenraten von 2.666 bis 4.133 MHz angeboten. Für optische Reize sorgen Heatspreader in Schwarz oder Weiß, die mit RGB-LEDs bestückt sind, die sich per Software steuern lassen. Die Module sind XMP-2.0-zertifiziert und sollen mit aktuellen Plattformen von AMD und Intel kompatibel sein.

Patriot Viper RGB DRAM
Patriot Viper RGB DRAM (Bild: Patriot)
Patriot Viper RGB DRAM
Patriot Viper RGB DRAM (Bild: Patriot)