Red Faction Guerilla: Abriss-Simulator erfolgreich re‑mars‑tered 2/3

Wolfgang Andermahr et al. 55 Kommentare

Testreihen, Testsystem und Grafik-Einstellungen

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind mit dem Grafikkarten-Testsystem erstellt worden. Der PC verfügt über einen auf 4,7 GHz übertakteten Core i7-8700K, der auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (16-16-16-38, Dual Rank) zugreifen kann. „Windows 10 April Update“ inklusive aller verfügbaren Updates sind installiert. Als Treiber werden der Adrenalin 18.6.1 beziehungsweise der GeForce 398.36 genutzt. Inwieweit beide Treiber für Red Faction Guerilla Re-Mars-tered optimiert sind, ist unklar.

Die Testszene spielt in dem Camp „Dust“ und zeigt einen Lauf durch die eigene Basis. Die Sequenz gehört zu den fordernsten Stellen des Spiels. Einzig Explosionen oder zusammenstürzende Gebäude reduzieren die Framerate noch mehr. Da diese jedoch kaum reproduzierbar sind, bleibt eine entsprechende Szene im Benchmark außen vor.

Durchweg mit maximalen Details getestet

Unabhängig von der Auflösung kommt in Red Faction Guerilla Re-Mars-tered durchweg das Sehr-hoch-Preset zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die maximale Detailstufe.

Auflösung Grafikdetails
1.920 × 1.080 Maximale Details
2.560 × 1.440 Maximale Details
3.840 × 2.160 Maximale Details

Grafikkarten-Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

Red Faction Guerilla Re-Mars-tered kann zwar nicht mit der besten Grafik aufwarten, dafür fällt aber die Framerate hoch aus. So rennt die GeForce GTX 1080 Ti selbst in 3.840 × 2.160 bei vollen Details noch in das FPS-Limit von 111 Bildern in der Sekunde. Und die Radeon RX Vega 64 ist mit einem Rückstand von sieben Prozent und die GeForce GTX 1080 mit zehn Prozent auch nicht weit davon entfernt.

Auch die Mittelklasse-Modelle, die GeForce GTX 1060 und die Radeon RX 580, liefern in Ultra HD noch gute Ergebnisse und gelangen fast an die 60-FPS-Marke. Die AMD-Grafikkarte ist dabei knapp zwei Prozent schneller unterwegs. Das Duell Radeon R9 390 gegen die GeForce GTX 970 gewinnt dagegen der Radeon-Beschleuniger mit einem Vorsprung von 17 Prozent klar für sich. Das Nvidia-Modell ist damit gerade noch im spielbaren Bereich.

In 2.560 × 1.440 laufen dann alle Grafikkarten ab der Radeon RX 580 beziehungsweise der GeForce GTX 1060 ins FPS-Limit. Die Radeon RX 570 liegt nur knapp darunter und selbst die Radeon RX 560 liefert noch spielbare Werte. Die Radeon R9 380 kann die GeForce GTX 960 mit acht Prozent schlagen, wobei die GeForce GTX 1050 Ti und die GeForce GTX 1050 in derselben Performance-Klasse liegen.

Interessant ist ein Blick auf zwei mittlerweile doch arg in die Jahre gekommene Grafikkarten: die GeForce GTX 680 und die Radeon HD 7970. Letztere ist mit knapp 80 FPS richtig schnell unterwegs und nur 25 Prozent langsamer als die Radeon RX 570. Die GeForce GTX 680 muss sich mit einem Rückstand von 12 Prozent zufriedengeben, liefert aber immer noch mehr als 60 FPS.

Radeon RX 550 und GeForce GT 1030 reichen für Full HD

In 1.920 × 1.080 agieren dann fast alle Grafikkarten am FPS-Limit. Spannend ist das Duell GeForce GT 1030 gegen die Radeon RX 550 und damit das der aktuellen Low-End-Produkte. Das gewinnt die GeForce GT 1030 in Red Faction Guerilla Re-Mars-tered mit einem Vorsprung von zehn Prozent für sich. Die Grafikkarten liegen bei um die 50 FPS und sind somit ausreichend.

Die Frametimes auf einer AMD- und Nvidia-Grafikkarte

Bei hohen Frameraten fühlt sich Red Faction Guerilla Re-Mars-tered unabhängig von der Grafikkarte butterweich an. Und das zeigen auch die Frametime-Messungen auf einer Radeon RX 580 sowie einer GeForce GTX 1060. Die Frametimes sind auf der AMD-Grafikkarte minimal gleichmäßiger, doch auch auf einer GeForce noch sehr gut. Spürbar ist der gemessene Unterschied ohnehin nicht.

Grafikkarten-Empfehlungen für Red Faction Guerilla: Re-Mars-tered

Red Faction ist zwar kein First-Person-Shooter, profitiert aufgrund der groß angelegten Zerstörung sowie der direkten Steuerung aber dennoch von hohen Frameraten. Entsprechend ist es ratsam, wenn die Grafikkarte im ComputerBase-Benchmark über mindestens 45 FPS, besser noch 60 FPS verfügt. Höhere Frameraten bringen dann wie gewohnt primär Vorteile durch eine direktere Steuerung.

Empfehlungen anhand FPS & Frametimes für die genutzten Einstellungen
gut spielbar annehmbar spielbar
1.920 × 1.080
AMD ab Radeon RX 560
ab Radeon RX 460
ab Radeon R7 370
ab Radeon R9 270
ab Radeon HD 7870
ab Radeon RX 550
ab Radeon RX 460
ab Radeon R7 360
ab Radeon R7 260
ab Radeon HD 7850
Nvidia ab GeForce GTX 1050
ab GeForce GTX 950
ab GeForce GTX 760
ab GeForce GTX 660
ab GeForce GT 1030
ab GeForce GTX 950
ab GeForce GTX 750 Ti
ab GeForce GTX 660
2.560 × 1.440
AMD ab Radeon RX 570
ab Radeon RX 470
ab Radeon R9 380
ab Radeon R9 285
ab Radeon HD 7950
ab Radeon RX 560
ab Radeon RX 460
ab Radeon R7 370
ab Radeon R9 270X
ab Radeon HD 7870
Nvidia ab GeForce GTX 1050
ab GeForce GTX 960
ab GeForce GTX 770
ab GeForce GTX 680
ab GeForce GTX 1050
ab GeForce GTX 950
ab GeForce GTX 760
ab GeForce GTX 670
3.840 × 2.160
AMD ab Radeon RX Vega 56
ab Radeon R9 Fury
ab Radeon RX 570
ab Radeon R9 390
ab Radeon R9 290
Nvidia ab GeForce GTX 1070
GeForce GTX 980 Ti
ab GeForce GTX 1060
ab GeForce GTX 970
GeForce GTX 780 Ti

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