Ultrastar DC SS530: SAS-SSDs mit bis zu 15,36 TB und 440.000 IOPS

Michael Günsch 34 Kommentare
Ultrastar DC SS530: SAS-SSDs mit bis zu 15,36 TB und 440.000 IOPS
Bild: Western Digital

Western Digital hat eine neue Enterprise-SSD-Serie mit Speicherkapazitäten von bis zu 15,36 TB vorgestellt. Dank Dual-Port-SAS-Schnittstelle soll die Ultrastar DC SS530 Daten mit bis zu 2.250 MB/s sequenziell übertragen. Zufällige Transfers sollen mit bis zu 440.000 IOPS vonstatten gehen.

Schnelle SSDs mit SAS Dual Port und BiCS3-NAND

Die Ultrastar DC SS530 liegt im 2,5-Zoll-Formfaktor mit 15 mm Bauhöhe vor und soll in Servern für viel schnellen Speicherplatz sorgen. Die Speicherkapazitäten reichen von 400 GB bis 15,36 TB. Dabei kommt 3D-TLC-NAND der 64-Layer-Generation (BiCS3) von Western Digital und Toshiba zum Einsatz. Die Schnittstelle lautet SAS 12 Gb/s mit Dual-Port-Funktion für doppelten Durchsatz und eine einfache Umrüstung von SAS-Festplatten. Alle Modelle sollen bis zu 2.150 MiB/s (rund 2.254 MB/s) lesend und 2.120 MiB/s (rund 2.223 MB/s) schreibend sowie 440.000 IOPS lesend erreichen. Der Hersteller spricht von der schnellsten Dual-Port-SAS-SSD im Markt.

Ultrastar DC SS530
Ultrastar DC SS530 (Bild: Western Digital)

Die wahlfreie Schreibleistung variiert dagegen. Es werden drei Versionen mit deutlichen Unterschieden bei IOPS-Leistung und garantierter Mindestschreibmenge angeboten. Die WUSTR15-Modelle, die mit 1 Drive Write Per Day (DWPD) spezifiziert sind, sollen nur 100.000 IOPS schreibend und 190.000 IOPS im Lese/Schreib-Mix erreichen. Die WUSTR64-Varianten mit 3 DWPD werden dagegen mit 240.000 IOPS schreibend und 330.000 IOPS im Mix angegeben. Die höchste Leistung bieten die WUSTM32-Modelle mit 10 DWPD, die 320.000 IOPS schreibend und 430.000 IOPS bei gemischten Zugriffen schaffen sollen. Das Datenblatt (PDF) schafft Aufklärung.

Western Digital Ultrastar DC SS530 2
Western Digital Ultrastar DC SS530 2 (Bild: Western Digital)

Die Differenzierung bei Leistung und Haltbarkeit findet durch ein unterschiedliches Over-Provisioning statt, das bestimmt, wie hoch der Anteil des verbauten Speichers als Reserve zur Steigerung der Leistung und Haltbarkeit ausfällt und im Gegenzug nicht für Nutzdaten zur Verfügung steht. Daher bieten die am wenigsten haltbaren und langsamsten Modelle mit bis zu 15,36 TB den größten nutzbaren Speicherplatz, während die auf Haltbarkeit getrimmten Varianten nur maximal 3,2 TB bieten. Die goldene Mitte liefert bis zu 6,4 TB Speicherplatz.

Die Ultrastar DC SS530 ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und wird mit 5 Jahren Garantie angeboten. Die Rate der nicht korrigierbaren Bit-Fehler (UBER) wird mit 1 von 1017, die MTBF mit 2,5 Millionen Stunden und die durchschnittliche jährliche Ausfallrate (AFR) auf 0,35 Prozent beziffert. Die SSDs sollen im Betrieb 9 bis 14 Watt und bei Inaktivität 3,2 Watt benötigen. Verschlüsselung nach TCG- und FIPS-Standards sowie Instant Secure Erase sind optionale Funktionen.

OEMs erhalten bereits Samples

Laut Western Digital sollen OEM-Kunden bereits Muster erhalten, die allgemeine Verfügbarkeit soll später im Quartal gegeben sein, während die Ableger mit TCG und FIPS erst im vierten Quartal 2018 erwartet werden. Wie im Enterprise-Segment üblich, wurden keine Preise kommuniziert.