Im Test vor 15 Jahren: Als 512 MByte RAM zum Spielen reichten

Robert McHardy 179 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Als 512 MByte RAM zum Spielen reichten

tl;dr: Mit fallenden Speicherpreisen waren im Jahr 2003 erstmals Speicherkapazitäten von einem oder sogar zwei GByte bezahlbar. In Konsequenz ging ComputerBase im Jahr 2003 der Frage nach, wie viel Arbeitsspeicher Computerspielen benötigt und was mehr RAM für Vorteile bringt (Test).

Mehr Speicherplatz, schlechtere Bedienung

Für den Test wurden Speicherkapazitäten von 512 MByte, 1 und 2 GByte getestet. Die beiden kleineren Speicherkonfigurationen wurden durch Nutzung von jeweils zwei Samsung-Speicherriegeln mit 256 MByte respektive 512 MByte erreicht. Für 2 GByte Arbeitsspeicher kamen zusätzlich zwei 512-MByte-Speicherriegel von takeMS hinzu. Alle Konfigurationen wurden mit den Timings CL3-3-3-8 und DDR400 auf einem Abit IC7 mit Intel 875P-Chipsatz und einem Pentium 4 2,4C mit Hyper-Threading betrieben.

In Spielen zeigte sich kein bedeutender, messbarer Leistungsvorteil durch mehr als 512 MByte Arbeitsspeicher. Minimale Abweichungen in Höhe von zwei Prozent brachte die Nutzung von 1 GByte Arbeitsspeicher bei gleichzeitiger Deaktivierung der Auslagerungsdatei. Allerdings waren damals noch FPS das Maß aller Dinge, an Frametimes-Messungen wurde noch nicht gedacht. Dabei zeigen sich dort die Probleme in Folge von Zugriffen auf den langsamen HDD-Speicher natürlich zuerst. Spürbare Probleme gab es allerdings auch hier nicht.

Subjektiv fielen immerhin die Ladezeiten der Spiele bei mehr Arbeitsspeicher teilweise deutlich kürzer aus.

Anders als in Spielen brachte Arbeitsspeicher in professionellen Anwendungen wie Photoshop bereits 2003 eine Menge. Rund 26 Sekunden ließen sich im Photoshop-7-Benchmark bei der Verdoppelung des Arbeitsspeichers auf 1 GByte und weitere 8 Sekunden bei nochmaliger Verdoppelung einsparen.

Photoshop 7 Benchmark
Angaben in Sekunden
  • PS7bench 50MB Test-Image:
    • 2048 MB
      198,60
      Hinweis: Auslagerungsdatei aus
    • 1024 MB
      206,70
      Hinweis: Auslagerungsdatei aus
    • 512 MB
      232,20
      Hinweis: Auslagerungsdatei aus

Kein Drang zum Aufrüsten

Höherer Speicherbedarf war in Anbetracht zukünftiger Titel wie Doom 3 oder Half Life 2 zum Stand des Artikels von August 2003 abzusehen. Spieler, die einen neuen Computer kauften, waren gut damit beraten, für die Zukunft zu planen und auf 1 GByte Speicher zu setzen. Die Speicherpreise für 512 MByte RAM lagen damals bei 130 Euro, während für 1 GByte rund 220 Euro fällig wurden. Zwingender Drang zum Aufrüsten bestand in Anbetracht der Benchmark-Ergebnisse für Nutzer mit bestehenden Systemen allerdings nicht.

Viel entscheidender für die Leistung in Spielen waren die Taktrate und Timings des Speichers sowie der genutzte Chipsatz. Bereits günstiger Samsung-Speicher konnte auf fast 500 MHz übertaktet werden, wodurch sich die Prozessorleistung deutlich steigern ließ.

Wie viel Arbeitsspeicher (x) hat dein Hauptsystem?
  • x < 4 GByte
    0,5 %
  • 4 =< x < 8 GByte
    3,4 %
  • 8 =< x < 16 GByte
    22,7 %
  • 16 =< x < 32 GByte
    52,6 %
  • x >= 32 GByte
    20,8 %

Auswertung der letzten Umfrage

Letzte Woche fragte die Redaktion die Leser danach, ob sie (noch) eine dedizierte Soundkarte in ihrem Computer verwenden. 51,4 Prozent der Nutzer gaben an, eine Soundkarte zu nutzen, während die verbleibenden 48,6 Prozent auf den Onboard-Sound des Mainboards setzen.

Nutzt du an/in deinem PC noch eine dedizierte Soundkarte?
  • Ja
    50,6 %
  • Nein
    49,4 %

In der ComputerBase-Umfrage Ende 2017 gaben mit 64,5 Prozent deutlich mehr Nutzer an, auf den Onboard-Sound des Mainboards zu vertrauen.

Hat dein PC eine separate Soundkarte?
  • Ja
    35,5 %
  • Nein
    64,5 %

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