Technischer Fehler: Amazon verrät Namen und E‑Mail-Adresse auf Website

Frank Hüber 90 Kommentare
Technischer Fehler: Amazon verrät Namen und E‑Mail-Adresse auf Website
Bild: aixklusiv | CC0 1.0

Aufgrund eines technischen Fehlers hat Amazon Kundendaten auf der eigenen Website für alle Besucher öffentlich sichtbar gemacht. Über welchen Zeitraum und wie viele Kunden in welchen Ländern genau davon betroffen sind, hat Amazon allerdings nicht bekannt gegeben.

Amazon hat inzwischen nach eigenen Angaben den technischen Fehler, der zur Preisgabe der Daten führte, jedoch behoben, so dass diese nicht mehr öffentlich sichtbar sind. Zudem sollen alle Kunden, die betroffen waren, in einer persönlichen E-Mail darüber informiert worden sein. ComputerBase liegt eine entsprechende E-Mail des Kundenservices von Amazon.de an einen Leser vor, in der auch darauf hingewiesen wird, dass eine Änderung des Passworts nicht notwendig ist.

Guten Tag,

wir kontaktieren Sie, um Sie darüber zu informieren, dass aufgrund eines technischen Fehlers versehentlich Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Name auf unserer Website angezeigt wurden. Der Fehler wurde behoben. Dies ist nicht auf irgendeine Handlung Ihrerseits zurückzuführen und Sie müssen Ihr Passwort nicht ändern oder sonst etwas veranlassen.

Freundliche Grüße

Kundenservice Amazon.de http://www.amazon.de

Obwohl der Kunde in dieser E-Mail nicht persönlich mit seinem Namen angesprochen wird, was zunächst den Eindruck einer Phishing-E-Mail erweckt, handelt es sich tatsächlich um eine E-Mail des Amazon-Kundenservices, wie Amazon inzwischen bestätigte.

An welcher Stelle und über welchen Zeitraum hinweg der Name und die E-Mail-Adresse des Kunden genau öffentlich sichtbar war, auch darüber macht Amazon bislang keine näheren Angaben.

Neben Deutschland weitere Länder betroffen

Der Fehler und die daraus resultierende Preisgabe des vollen Namens und der E-Mail-Adresse betrifft nicht nur deutsche Kunden. Auch Nutzer von Amazon in Großbritannien (Amazon.co.uk) und in den USA haben heute bereits entsprechende E-Mails des dortigen Kundenservices mit exakt gleicher Formulierung erhalten – auch diese enthalten somit keine genaueren Informationen. Wie viele Kunden weltweit tatsächlich betroffen sind, ist bislang nicht bekannt. Im Forum von Amazon.com haben sich jedoch bereits einige Kunden zu Wort gemeldet.