GeForce RTX 2080 im Test: 11 Custom Designs im Benchmark-Vergleich

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Wolfgang Andermahr 224 Kommentare

Wer hat den besten Kühler?

Während bei der Pascal-Generation fast alle Grafikkarten den Lüfter bei niedrigen Temperaturen abgeschaltet haben, ist das beim Turing-Nachfolger längst nicht mehr immer der Fall. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Alle Modelle bleiben unter Windows deutlich leiser als Nvidias Founders Edition, die die Lüfter auch nicht stillstehen lässt.

Durchaus aus dem Gehäuse zu hören ist die Zotac GeForce RTX 2080 AMP, die mit 1.100 Umdrehungen in der Minute auf 30 Dezibel kommt. Wer einen leisen Rechner beim „Nichtstun“ haben möchte, sollte sich also irgendwo anders umschauen. Die restlichen Kandidaten fallen dagegen kaum bis gar nicht auf. Das gilt vor allem für die Asus GeForce RTX 2080 Strix OC und die Palit GeForce RTX 2080 Super JetStream, die die Lüfter nur mit etwa 800 bis 850 UpM arbeiten lassen.

Lautstärke – auf dem Windows-Desktop
Angaben in dB(A)
    • Asus RTX 2080 Dual OC
      28,0
    • Asus RTX 2080 Strix OC (Quiet)
      28,0
    • Gigabyte RTX 2080 WindForce OC
      28,0
    • Gigabyte RTX 2080 Gaming OC
      28,0
    • Gigabyte RTX 2080 Aorus Xtreme
      28,0
    • Inno3D RTX 2080 X2 OC
      28,0
    • MSI RTX 2080 Gaming X Trio
      28,0
    • Asus RTX 2080 Strix OC
      28,5
    • Palit RTX 2080 Super JetStream
      28,5
    • Gainward RTX 2080 Phoenix GS
      29,0
    • Palit RTX 2080 GamingPro OC
      29,0
    • Zotac RTX 2080 AMP
      30,0
    • Nvidia RTX 2080 Founders Edition
      31,5

Bei der Lautstärke unter Last gibt es dann einen deutlichen Sieger: Die Asus GeForce RTX 2080 Strix OC ist mit 34 Dezibel klar die leiseste Grafikkarte im Testfeld und fällt beim Spielen so kaum auf. Das gilt aber nur in Verbindung mit dem Quiet-BIOS, das eine wärmere (wenn auch nicht langsamere) GPU zur Folge hat. Mit dem ab Werk aktivierten Performance-BIOS ist die Grafikkarte mit 41 Dezibel deutlich lauter.

Das Video eignet sich am besten für die Einordnung der Art des Geräusches und weniger für die Bewertung der Lautstärke an sich. Es ist zu beachten, dass das Spulenrasseln im Video intensiver als in Wirklichkeit klingt.

Auch noch in die Kategorie leise (wenn auch nicht mehr sehr leise) dürfen sich die Gigabyte GeForce RTX 2080 Gaming OC mit 37,5 Dezibel, die Palit GeForce RTX 2080 Super JetStream mit 38,0 dB, die Asus GeForce RTX 2080 Dual OC mit 38,5 dB und die Gainward GeForce RTX 2080 Phoenix GS mit 39,0 Dezibel einordnen. Die Grafikkarten sind in leisen Spielszenen zwar gut zu hören, stören dabei aber nicht.

Wirklich laut sind schlussendlich Gigabytes GeForce RTX 2080 Aorus Xtreme und GeForce RTX 2080 WindForce OC, die mit 44,0 und 44,5 Dezibel im Spiele-Alltag schon deutlich wahrnehmbar sind. Die restlichen Teilnehmer, darunter auch die Premium-Modelle Asus GeForce RTX 2080 Strix OC (mit dem Performance-BIOS) und die MSI GeForce RTX 2080 Gaming X Trio, sind dagegen weder leise noch laut. Für die meisten Spieler wird der Geräuschpegel akzeptabel sein.

Mit elektronischen Störgeräuschen haben auch die Turing-Modelle zu kämpfen. Wirklich problematisch sind diese aber nur nur ab mittleren bis hohen dreistelligen Frameraten, die in der Praxis so allerhöchstens in einem nicht limitierten Spielmenü auftreten sollten. Im tatsächlichen Spiele-Alltag stören die unangenehmen Nebengeräusche zu keiner Zeit, solange die Grafikkarte in einem geschlossenen Gehäuse verbaut ist. Mit einem offenen oder ohne ein Gehäuse beziehungsweise in Konfiguration mit einer leisen Wasserkühlung sind die Störgeräusche aber ohne Weiteres zu hören – bei allen RTX-2080-Modellen.

Keine Grafikkarte wird wärmer als 80 Grad Celsius

Mit dem Silent-BIOS wird die Asus GeForce RTX 2080 Strix OC mit 80 Grad Celsius am wärmsten, dasselbe gilt für die Kartenrückseite mit 75 Grad. Für solch eine große Grafikkarte ist das überraschend viel, wenn auch noch absolut im grünen Bereich. Es ist aber ratsam, in dem Fall auf eine gute Gehäusebelüftung zu achten. Der Lohn ist das extrem niedrige Betriebsgeräusch.

Am anderen Ende der Skala finden sich die Gigabyte GeForce RTX 2080 Gaming OC und die Zotac GeForce RTX 2080 AMP wieder, die mit 67 Grad sehr kühl bleiben. Die meisten Testprobanden tummeln sich zwischen 70 und 75 Grad Celsius.

Temperatur
Angaben in °C
  • Windows-Desktop:
    • Gainward RTX 2080 Phoenix GS
      28
    • Palit RTX 2080 GamingPro OC
      30
    • Palit RTX 2080 Super JetStream
      30
    • Zotac RTX 2080 AMP
      30
    • Nvidia RTX 2080 Founders Edition
      30
    • Asus RTX 2080 Strix OC
      31
    • Asus RTX 2080 Strix OC (Quiet)
      37
    • Gigabyte RTX 2080 Gaming OC
      37
    • Gigabyte RTX 2080 Aorus Xtreme
      37
    • MSI RTX 2080 Gaming X Trio
      37
    • Asus RTX 2080 Dual OC
      38
    • Gigabyte RTX 2080 WindForce OC
      38
    • Inno3D RTX 2080 X2 OC
      38
  • Last (GPU):
    • Gigabyte RTX 2080 Gaming OC
      67
    • Zotac RTX 2080 AMP
      67
    • Asus RTX 2080 Strix OC
      69
    • Gainward RTX 2080 Phoenix GS
      71
    • MSI RTX 2080 Gaming X Trio
      72
    • Palit RTX 2080 Super JetStream
      74
    • Asus RTX 2080 Dual OC
      76
    • Inno3D RTX 2080 X2 OC
      76
    • Palit RTX 2080 GamingPro OC
      76
    • Nvidia RTX 2080 Founders Edition
      76
    • Gigabyte RTX 2080 WindForce OC
      77
    • Gigabyte RTX 2080 Aorus Xtreme
      79
    • Asus RTX 2080 Strix OC (Quiet)
      80
  • Last (Kartenrückseite):
    • Gainward RTX 2080 Phoenix GS
      62
    • Palit RTX 2080 Super JetStream
      62
    • Asus RTX 2080 Strix OC
      63
    • Gigabyte RTX 2080 Gaming OC
      63
    • Gigabyte RTX 2080 Aorus Xtreme
      64
    • Palit RTX 2080 GamingPro OC
      64
    • Zotac RTX 2080 AMP
      64
    • Gigabyte RTX 2080 WindForce OC
      65
    • MSI RTX 2080 Gaming X Trio
      65
    • Nvidia RTX 2080 Founders Edition
      65
    • Asus RTX 2080 Dual OC
      74
    • Inno3D RTX 2080 X2 OC
      74
    • Asus RTX 2080 Strix OC (Quiet)
      75

So viel Watt benötigen die höheren Taktraten

Die meisten im Test eingesetzten Varianten der GeForce RTX 2080 verfügen über ein identisches „Power Target“. Da verwundert es nicht, dass die meisten Grafikkarten auch gleich viel verbrauchen. Sieben Modelle vereinnahmen in Wolfenstein II mit 233 Watt bis 240 Watt praktisch dieselbe elektrische Leistung. Auch die Nvidia GeForce RTX 2080 Founders Edition schlägt mit 230 Watt in dieselbe Kerbe. Vier Ausnahmen gibt es dann aber noch.

So benötigt die Palit GeForce RTX 2080 Super JetStream mit 265 Watt zusätzliche 25 Watt. Die Asus GeForce RTX 2080 Strix OC kommt mit 269 Watt auf einen sehr ähnlichen Wert. Mit der Gigabyte GeForce RTX 2080 Aorus Xtreme zeigt das Messgerät 277 Watt an, während die MSI GeForce RTX 2080 Gaming X Trio mit 286 Watt noch einmal 9 zusätzliche Watt drauflegt. Der Performance-Gewinn von sechs Prozent gegenüber der Founders Edition kostet in Wolfenstein II damit zusätzliche 47 Watt.

Auf dem Windows-Desktop liegt die Leistungsaufnahme der einzelnen Grafikkarten zwischen 9 und 13 Watt. Die zwei Asus-Modelle sind mit je 9 Watt am sparsamsten, die Gainward Gainward GeForce RTX 2080 Phoenix GS liegt dagegen am Ende des Testfeldes.

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