iFixit: Die SSD im MacBook Air 2018 lässt sich nicht wechseln

Michael Günsch 107 Kommentare
iFixit: Die SSD im MacBook Air 2018 lässt sich nicht wechseln

Schneller, schlanker und leichter als der Vorgänger kommt das neue Apple MacBook Air (2018) daher. In puncto Aufrüstbarkeit gibt es aber einen klaren Rückschritt: Wie iFixit festgestellt hat, lassen sich weder RAM noch der SSD-Massenspeicher einfach wechseln, denn beides ist beim neuen MacBook Air fest verlötet.

Beim Vorgänger ließ sich die SSD noch tauschen

Zumindest die SSD war beim 2017er Modell des MacBook Air noch relativ einfach austauschbar: Es wurden zwar SSD-Module mit proprietärem Anschluss eingesetzt, doch waren diese auch separat zu kaufen oder ließen sich per Adapter durch herkömmliche M.2-SSDs austauschen. Beim neuen MacBook Air mit Retina-Display ist dies nicht mehr möglich, denn die SSD-Bausteine sind direkt mit der Hauptplatine verlötet, wie die Fotos aus dem „Teardown“ von iFixit zeigen.

Das MacBook Air 2018 zerlegt
Das MacBook Air 2018 zerlegt (Bild: iFixit)

Die Reparierbarkeit des neuen MacBook Air bewertet iFixit mit drei von zehn möglichen Punkten. Das MacBook Air 2015, das im Jahr 2017 lediglich ein CPU-Upgrade erfuhr, hatte hingegen vier von zehn Punkten erhalten. Das größere MacBook Pro 2018 hat hingegen nur einen Punkt bekommen, dort sind RAM und SSD ebenfalls fest verlötet.

Positiv hebt iFixit hervor, dass viele andere Komponenten wie I/O-Anschlüsse, Lüfter und Lautsprecher beim neuen MacBook Air modular gestaltet und leicht zu erreichen sind. Auch der Akku lasse sich relativ leicht tauschen.

Rolle des T2-Chip bei Reparatur noch ungewiss

Auf einen wesentlichen Punkt geht iFixit in dem Bericht nicht ein: Wie steht es um einen möglichen Einfluss der Reparierbarkeit durch den Sicherheitschip T2? Schon beim neuen MacBook Pro gab es Berichte um eine über den T2-Chip realisierte Software-Sperre gegen Reparaturen durch Drittanbieter. Laut iFixit war eine solche Sperre jedoch bisher nicht zu beobachten. Dennoch seien bestimmte Funktionen des T2 noch unklar. Ob Fremd-Reparaturen dauerhaft möglich bleiben, sei deshalb gänzlich offen, hieß es im Oktober.

In anderem Kontext sorgt der T2-Chip dafür, dass sich Linux auf dem MacBook Air 2018, der aktuellen MacBook-Pro-Generation, dem neuen Mac Mini und dem iMac Pro nur über Umwege starten lässt.

Der T2-Chip als Co-Prozessor ist unter anderem die Basis für einen verschlüsselten APFS-Speicher unter macOS, den geschützten Bootvorgang, Touch ID, Siri im Ruhezustand und die Deaktivierung des Mikrofons beim Schließen des MacBook-Displays.