Samsung-Smartphone: „Sound on Display“ statt Lautsprecher schon zur CES

Frank Hüber 36 Kommentare
Samsung-Smartphone: „Sound on Display“ statt Lautsprecher schon zur CES
Bild: Ice universe

Bereits auf einer Veranstaltung im Oktober hatte Samsung auf einer Folie „SoD“ alias „Sound on Display“ als zukünftige, integrierte Sensor-Technologie bei Smartphones kurz vorgestellt und als neue Technik für kommende Endgeräte in Aussicht gestellt.

Laut südkoreanischer ETNews wird Samsung die Technologie nun zur CES 2019 in Las Vegas Anfang Januar 2019 vorstellen. Durch die Technik sollen die klassischen Lautsprecher im Smartphone wegfallen können, da das Display beziehungsweise die Display-Einheit selbst Sound wiedergibt. Die von der Panel-Sparte bei Samsung entwickelte Technologie nutzt dabei piezoelektrische Lautsprecher, die unter dem Display in die Displayeinheit integriert und mit diesem verklebt werden. Anders als bei aktuellen Smartphone-Lautsprechern wird der Ton bei piezoelektrischen Lautsprechern nicht durch eine Schwingspule und eine sich durch diese bewegende Membran erzeugt, sondern über ein durch Spannung änderndes, vibrierendes piezoelektrisches Bauteil. Xiaomi lässt durch diese Technik bereits beim Mi Mix (Test) den Rahmen vibrieren und als Lautsprecher fungieren.

Nach vorne gerichteter Sound

Da die Displays inzwischen fast die gesamte Vorderseite eines Smartphones einnehmen und die Hersteller bestrebt sind, immer schmalere Ränder um die Displays umzusetzen, werden nach vorne ausgerichtete Lautsprecher immer schwieriger zu verbauen, weshalb die meisten Lautsprecher inzwischen am unteren Rand verbaut sind. Durch die neue Technologie soll die Audiowiedergabe wieder direkter auf den Nutzer gerichtet sein und sich bei vollflächigem Einsatz auch auf einzelne Bereiche des Displays beschränken lassen. So könnte auch der klassische Lautsprecher für die Telefonie direkt im Display integriert werden, der etwa beim iPhone Xs weiterhin in der Notch platziert ist.

Einsatz auch bei anderen Herstellern möglich

Da „Sound on Display“ von Samsungs Display-Sparte entwickelt wurde und in die Display-Einheit integriert ist, könnten später durchaus auch andere Smartphone-Hersteller diese Technik einsetzen, wenn sie Displays von Samsung für ihre eigenen Smartphones einkaufen, wie es derzeit viele Hersteller tun.