GeForce RTX 2060 im Test: Schnelle GPU trifft 6 GB statt 8 GB GDDR6 für 370 Euro 3/6

Wolfgang Andermahr 677 Kommentare

Benchmarks in 1.920 × 1.080 und 2.560 × 1.440

Die GPU-Rohleistung der GeForce RTX 2060 unterscheidet sich überraschend wenig von jener der GeForce RTX 2070 und das lässt sich an den Benchmarks erkennen. So ist das größere Modell der neuen Grafikkarte in 1.920 × 1.080 nur um 14 Prozent voraus, in 2.560 × 1.440 sind es 13 Prozent. Das um 25 Prozent verjüngte Speicherinterface tritt hier ebenfalls nicht negativ in Erscheinung.

Auf dem Niveau einer GeForce GTX 1070 Ti

Damit ist die GeForce RTX 2060 13 Prozent schneller als eine GeForce GTX 1070 und liegt um 6 Prozent hinter der GeForce GTX 1080 zurück. Die Geschwindigkeit entspricht ziemlich genau der einer GeForce GTX 1070 Ti. Damit ist die GeForce RTX 2060 auch 7 Prozent schneller als die Radeon RX Vega 56. AMDs Flaggschiff Radeon RX Vega 64 ist hingegen noch 5 Prozent flotter als das kleinste Turing-Modell.

Der GeForce GTX 1060 enteilt

Im Vergleich zur GeForce GTX 1060 spielt die GeForce RTX 2060 in einer völlig anderen Liga: 58 Prozent schneller als der Namensvorgänger ist die neue Turing-Version.

Wer die GeForce RTX 2060 Founders Edition übertaktet, erhält eine Mehrleistung von etwa 9 Prozent. Dann beträgt der Abstand zur GeForce RTX 2070 nur noch 5 Prozent.

Bei den Frametimes ist der Abstand zwischen der GeForce RTX 2060 und der GeForce RTX 2070 mit 14 Prozent gleich wie bei der Framerate. Die AMD-Grafikkarten und der Pascal-Vorgänger schneiden bei den Frametimes dagegen etwas besser ab als Turing, sodass die Grafikkarten rund 5 Prozent näher an die GeForce RTX 2060 rücken beziehungsweise sich besser absetzen können. An der Reihenfolge der Produkte untereinander ändert sich aber nichts.

In den einzelnen Spielen zeigt sich, dass der Abstand der GeForce RTX 2060 zur GeForce RTX 2070 schwankt. So ist die GeForce RTX 2070 in Ghost Recon Wildlands nur um 9 Prozent flinker als die GeForce RTX 2060. In Wolfenstein II sind es dagegen gleich 25 Prozent – im Parcours ist das allerdings ein Extremfall.

6 GB sind in der Regel noch ausreichend

Bei den Percentile-Messungen der Frametimes lässt sich im aktuellen Parcours kein generelles Leistungsproblem aufgrund des nur 6 GB großen Speichers erkennen. Die einzige Ausnahme ist Final Fantasy XV in 2.560 × 1.440, denn dort liefert die GeForce RTX 2070 31 Prozent bessere Frametimes als die GeForce RTX 2060, was dem Speicher geschuldet ist.

E-Sport-Spiele (Fortnite und Co.) im Benchmark

Bei den E-Sport-Spielen schneidet Nvidia wie gewohnt etwas besser als bei den klassischen Großproduktionen ab. So ist die GeForce RTX 2060 bei den Spielen im Durchschnitt um 8 Prozent schneller als die Radeon RX Vega 64. Die GeForce RTX 2070 ist weitere 13 Prozent flotter. Im Vergleich zu Pascal liegt das kleine Turing-Modell nur 1 Prozent hinter der GeForce GTX 1080 zurück. Der Abstand zur GeForce GTX 1060 beträgt hohe 64 Prozent.

Die einzelnen Spiele zeigen, dass die GeForce RTX 2060 vor allem in Rainbow Six Siege gut abschneidet. Dort ist die Grafikkarte sowohl der Radeon RX Vega 64 als auch der GeForce GTX 1080 überlegen. In World of Warcraft gilt das dann nur noch gegenüber der AMD-Grafikkarte, während in Overwatch sowohl die Radeon RX Vega 64 als auch die GeForce GTX 1080 schneller sind.

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