Rivet Killer E3000: Erster Gamer-Netzwerkchip mit 2,5 Gbit/s

Aljoscha Reineking 133 Kommentare
Rivet Killer E3000: Erster Gamer-Netzwerkchip mit 2,5 Gbit/s
Bild: Killer

Der Netzwerkkartenhersteller Rivet hat nach eigenen Angaben den ersten Netzwerkchip mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Gbit/s vorgestellt, welcher speziell für die Bedürfnisse von PC-Spielern angepasst worden ist und sich damit direkt an den Consumer-Markt richtet.

Netzwerkchips mit mehr als 1 Gbit/s noch selten

Im Handel finden sich bereits Netzwerkkarten und -Controller, welche mit Geschwindigkeiten von 2,5 bis 10 Gbit/s arbeiten können und damit die Geschwindigkeit der verbreiteten 1-Gbit/s-Netzwerke um ein Vielfaches übersteigen. Bislang richten sich die Netzwerklösungen mit mehr als 1 Gbit/s allerdings eher an professionelle Anwender, weshalb Netzwerkanschlüsse mit 1 Gbit/s noch zum aktuellen Standard gehören. Aquantia als ein Vorreiter dieser Lösungen hat im Sommer aber bereits auch einen Ableger in Form einer diskreten 10-Gbit-Netzwerkkarte vorgestellt, die sich zum Preis von rund 90 US-Dollar an Spieler richten soll. Vom gleichen Anbieter stammen auch Ethernet-Controller mit 5 Gbit/s oder 10 Gbit/s, die neben 2,5-Gbit-Lösungen von Realtek bei Desktop-Mainboards für Verbraucher aber nur selten anzutreffen sind.

Speziell für Gamer entwickelt

Mit dem Chip Killer E3000 will der Hersteller Rivet diesen Standard für ambitionierte Gamer und Enthusiasten weiter aufbrechen. Der E3000-Netzwerkcontroller ist explizit als Gaming-Netzwerkchip entwickelt worden und für den Massenmarkt konzipiert. Rivet arbeitet deshalb mit verschiedenen OEMs wie Acer und Dell zusammen um die neuen Lösungen sowohl für Desktop-Hardware als auch in Notebooks anbieten zu können.

„Advanced Stream Detect“ für Netzwerk-Stream-Priorisierung

Als eines der wichtigsten Features der Netzwerkchips wird die Netzwerk-Stream-Priorisierung der „Advanced Stream Detect“-Technologie genannt. Die zu den Netzwerkchips von Rivet dazugehörige Software übernimmt die Klassifizierung und Priorisierung des Netzwerk-Streams für verschiedene Aufgabenbereiche wie „Gaming“, „Videostreaming“ oder „Internet surfen“. Dabei soll zu jeder Zeit sichergestellt werden, dass der Anwender eine niedrige Latenzzeit beim Online-Spielen besitzt, wenn dies durch die verfügbare Internetleitung möglich ist.

Rivet Killer Control Center 2.0

Zusammen mit dem Killer E3000 hat Rivet auch die Überarbeitung der eigenen Software sowie die Vorstellung des Killer Control Center 2.0 angekündigt. Mit Killer's „GameFast“-Technologie sollen Videospielen noch mehr Leistung zur Verfügung gestellt werden und auch der verwendete Systemspeicher soll für die Spiele priorisiert werden.

Mit der Killer „Intelligence Engine“ soll außerdem der Netzwerkzustand des verwendeten PCs laufend überwacht werden und notfalls die Nutzung des Internets von Anwendungen sogar blockiert werden können, damit die Netzwerkleistung zum Spielen genutzt werden kann.

Killer Software
Killer Software (Bild: Killer)

Killer Wireless-AC 1550 – DoubleShot Pro kompatibel

Darüber hinaus ist der E3000-Netzwerkchip kompatibel mit der WLAN-Lösung Killer Wireless-AC 1550, sodass im DoubleShot-Pro-Modus die Netzwerkgeschwindigkeit durch die zusätzliche Nutzung der WLAN-Verbindung beschleunigt werden kann. Dabei werden Daten mit hoher Priorität automatisch der schnelleren Leitung zugewiesen, Standard-Traffic wird über die andere Leitung gesendet.

Erstmals zum Einsatz kommen die E3000-Netzwerkchips in den neuen Gaming-Notebooks der Predator-Triton-Serie von Acer.

Killer 1550 AC
Killer 1550 AC (Bild: Killer)