Smartphones: LG G8(s) entsperrt durch schwebende Hand

Michael Schäfer 36 Kommentare
Smartphones: LG G8(s) entsperrt durch schwebende Hand
Bild: LG

Neben dem V50 hat LG auf dem aktuell stattfindenden MWC mit dem G8 und G8s zwei weitere Smartphones der oberen Preisklasse vorgestellt. Beide Smartphones sollen sich anhand des Venenscanners über die Hand entsperren lassen, darüber hinaus fungiert das Display als Lautsprecher.

Die beiden durch IP68 vor Staub und dauerhaftes Untertauchen geschützten Smartphones verfügen über die gleiche technische Basis bestehend aus einem Snapdragon 855 aus dem Hause Qualcomm, dessen acht Kryo-485-Kerne in drei Cluster mit Taktraten von 1,8 GHz bis 2,64 GHz aufgeteilt sind. Unterschiede sind hinsichtlich der verbauten Displays sowie in der Speichergestaltung zu finden: Während das G8 ein 6,1 Zoll großes OLED-Display mit einer Auflösung von 1.440 × 3.120 Pixeln beherbergt, ist das Display des G8s mit 6,2 Zoll zwar ein wenig größer, löst mit 1.080 × 2.248 Bildpunkten jedoch geringer auf. Beim Speicher stehen Nutzern beider Smartphones 6 GB RAM sowie 128 GB Speicher zur Verfügung, das G8s wird laut LG auch in einer Speichervariante mit lediglich 64 GB erhältlich sein. Beide Speicher lassen sich zudem per Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitern. Als Energiespeicher dient in beiden Fällen ein Akku mit einer Kapazität von 3.500 mAh.

5G nur beim V50

Neben den genannten Spezifikationen unterstützt das G8(s) die Mobilfunkstandards 2G, 3G und 4G, auf den bisher in Deutschland noch nicht verfügbaren neuen Standard 5G müssen Interessierte bei beiden Smartphones aufgrund des Fehlens des X50-Modems jedoch verzichten. Hier muss auf das ebenfalls auf dem MWC vorgestellte V50 zurückgegriffen werden. Bei den weiteren drahtlosen Schnittstellen werden WLAN a/b/g/n/ac, Bluetooth 5.0 sowie NFC unterstützt.

G-Serie erstmals mit Dreifachkamera

Beide Smartphones verfügen zudem über eine identische Kamera-Ausstattung: Erstmals hat LG in einem Modell der G-Serie eine Triple-Kamera verbaut, welche für gute Schnappschüsse bei verschiedenen Anforderungen sorgen soll: Die höchste Auflösung bietet hierbei beim G8 die Superweitwinkel-Kamera mit 16 Megapixeln (f/1.9, 1,0 μm, 107 Grad FoV), beim G8s müssen Nutzer mit einer 13-MP-Kamera vorliebnehmen. Des Weiteren stehen eine 12-MP-Einheit (f/1.5, 1,4 μm, 78 Grad FoV) für normale Bilder sowie eine Tele-Kamera gleicher Auflösung (f/2.4, 1,0 μm, 45 Grad FoV) zur Verfügung. Die frontseitig verbaute Kamera löst mit 8 Megapixeln (f/1.7, 1,22 μm, 80 Grad FoV) auf.

Smartphone mit Venenabbild sichern

Während beide Smartphones auch per Fingerabdrucksensor sowie Gesichtsscanner entsperrt werden können, beschreitet der Hersteller mit dem zusätzlichen Venenscanner neue Wege: Mittels Hand-ID wird die 15 cm über die Kamera gehaltene Hand mit einem vorher erstellten 3D-Modell unter Zuhilfenahme der Form, Dicke und anderen individuellen Merkmalen der Venen durch die Time-of-Flight-Kamera zur Tiefenmessung und Infrarotsensoren verglichen. Dabei wird unter anderem die Zeit gemessen, welche das Licht von der Kamera zum Objekt und wieder zurück benötigt.

Aber nicht nur das Entsperren des Smartphones, sondern auch die Steuerung mittels Gesten soll über die neue Technologie möglich sein. Durch die Z-Kamera soll sich der Gesichtsscanner zudem nicht mehr durch zweidimensionalen Bilder überlisten lassen.

Display als Lautsprecher

Bereits im Vorfeld wurde bekannt, dass das neue G8 über Crystal Sound OLED (CSO) verfügt, welches das Display des Smartphones zu einem Lautsprecher werden lässt. Daher fehlt beiden Modellen der bisher obligatorische kleine obere Klanggeber, die Notch beinhaltet somit lediglich die Front- und ToF-Kamera sowie Sensoren. Im Stereo-Betrieb muss aber auf einen zusätzlichen, unten angebrachten Lautsprecher zurückgegriffen werden.

Außerdem verfügt das G8 erneut über einen 32-Bit-Quad-DAC, welcher für die Digital-Analog-Wandlung verantwortlich ist. Auch der Audio-Standard Master Quality Authenticated (MQA) wird wieder unterstützt.

Ob und wann die beide mit Android 9 Pie ausgestatteten Smartphones den deutschen Markt erreichen und zu welchen Preisen diese dann angeboten werden, ist von LG bisher nicht in Erfahrung zu bringen.