Verizon Wireless: 5G Moto Mod kostet zum Start 300 US-Dollar weniger

Nicolas La Rocco 23 Kommentare
Verizon Wireless: 5G Moto Mod kostet zum Start 300 US-Dollar weniger

Der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless will am 11. April mit seinem 5G-Netz in den Metropolen Chicago und Minneapolis starten. Das erste Smartphone für das neue Netz soll das Moto Z3 werden, das sich über einen 5G Moto Mod mit Technik von Qualcomm aufrüsten lässt. Der reguläre Verkaufspreis liegt bei 350 US-Dollar.

Lange Zeit wurde darüber spekuliert, was Motorolas im August des letzten Jahres vorgestellter 5G Moto Mod für das Motorola Moto Z3 kosten wird. Immerhin sind in dem Mod ein vollwertiger Snapdragon 855, das 5G-Modem Snapdragon X50 und vier mmWave-Antennenmodule verbaut. Wie Verizon Wireless heute bekannt gegeben hat, startet morgen unter gewissen Voraussetzungen der Vorverkauf des 5G Moto Mod zum reduzierten Preis von 50 US-Dollar. Der reguläre Verkaufspreis liegt bei 350 US-Dollar.

Um den 5G Moto Mod zum reduzierten Preis zu erhalten, müssen Verizon-Kunden im Besitz eines beim Mobilfunkanbieter aktivierten Moto Z3 sein oder dieses parallel zum 5G Moto Mod erwerben. Verizon Wireless bietet neuen Kunden, die am 14. März eine Leitung bei dem Mobilfunkanbieter aktivieren, ein kostenloses Moto Z3 an. Alternativ lässt sich ein Smartphone-Upgrade zu einem Moto Z3 für monatlich 10 US-Dollar durchführen. In beiden Fällen muss das Smartphone aber zunächst für 480 US-Dollar gekauft werden, woraufhin über die Vertragslaufzeit von 24 Monaten 240 US-Dollar respektive 480 US-Dollar anteilig jeden Monat gutgeschrieben werden.

5G als Datenkanal ab 85 US-Dollar monatlich

Ebenso undurchsichtig wie die Gerätepreise sind Verizon Wireless' Mobilfunktarife, die für ein Upgrade auf 5G ausgelegt sind. Der Mobilfunkanbieter ruft 10 US-Dollar zusätzlich pro Monat für unlimitiertes Datenvolumen im 5G-Netz auf. Wirklich unlimitiert ist allerdings keiner der drei für 5G infrage kommenden Tarife, die mit ihren Namen Go Unlimited, Beyond Unlimited und Above Unlimited selbiges suggerieren. Noch dazu werden die Tarife standardmäßig auf der Website zu Preisen beworben, die erst bei Aktivierung von vier Leitungen gelten.

Der kleinste Tarif Go Unlimited kostet bei Aktivierung von nur einer Leitung 75 US-Dollar und bietet „unlimitiertes“ LTE-Datenvolumen, das aber jederzeit bei hoher Netzlast in der Geschwindigkeit reduziert werden kann. Ein Smartphone-Hotspot lässt sich nur mit 600 Kbit/s betreiben. Bei Beyond Unlimited für 85 US-Dollar gibt es 22 GB LTE-Datenvolumen, anschließend greift dieselbe Klausel bei hoher Netzlast. Smartphone-Hotspots laufen bis zu 15 GB mit voller Geschwindigkeit, danach ebenfalls nur noch mit 600 Kbit/s. Above Unlimited für 95 US-Dollar kommt auf 75 GB LTE-Daten, bevor die Netzlast-Klausel greift, für Smartphone-Hotspots wird auf 20 GB aufgestockt. 5G kostet monatlich jeweils 10 US-Dollar mehr, für andere Verträge wird 5G nicht angeboten.

Verizon Wireless wechselt von 5G TF zu 5G NR

Verizon Wireless spricht bei seinem 5G-Netz von einem „Ultra Wideband Network“, da es ausschließlich auf mmWave und nicht auch den Sub-6-GHz-Bereich setzt. Der zugrundeliegende 5G-Standard ist in Chicago und Minneapolis das von den Standardisierungsgremien der 3GPP beschlossene 5G NR (New Radio). In Houston, Los Angeles, Sacramento und Indianapolis setzt Verizon Wireless noch auf 5G TF (Technology Forum), um Haushalte über einen eigenen Standard mit „5G“ anzubinden.