Samsung Falt-Smartphones: Zwei weitere geplant, eins im Stile des Motorola Razr

Frank Hüber 45 Kommentare
Samsung Falt-Smartphones: Zwei weitere geplant, eins im Stile des Motorola Razr

Nach der Vorstellung des 2.000 Euro teuren Samsung Galaxy Fold arbeitet das Unternehmen laut Bloomberg bereits an zwei weiteren Falt-Smartphones, die jedoch auf anderen Konzepten und Herangehensweisen basieren. Eines setzt auf außenliegende Displays wie das Huawei Mate X, das andere erinnert an das Klapphandy Motorola Razr.

Den Anfang macht das „Galaxy Razr“

Während das Galaxy Fold auf ein faltbares Display im Inneren mit einem zusätzlichen Display auf der Außenseite setzt, sollen die beiden neuen Modelle nur noch ein faltbares Display aufweisen. Den Anfang soll Ende dieses oder zu Anfang nächsten Jahres eine Variante machen, die an das Klapphandy von Motorola, das Motorola Razr, erinnert, indem der Nutzer das Smartphone aufklappt, um das innenliegende, faltbare Display zu bedienen. Im Vergleich zum Galaxy Fold wird es demnach nicht quer, sondern hochkant geöffnet. Auch bei dem neuen Smartphone soll bei aktuellen Entwürfen auf der Außenseite noch ein zusätzliches Display verbaut sein, dieses könne jedoch, auch in Abhängigkeit der Rückmeldungen durch die Kunden beim Galaxy Fold, noch entfallen.

Auch Motorola selbst soll an einer Neuauflage des Razr mit einem großen faltbaren Display im Inneren arbeiten. Ein entsprechendes Patent von Lenovo zeigt sogar schon Skizzen, die stark an das Razr V3 erinnern.

Patent für Klapphandy mit faltbarem Display
Patent für Klapphandy mit faltbarem Display (Bild: WIPO)

Modell mit Display-Außenseite folgt danach

Das zweite Modell, das wie das Huawei Mate X auf ein außenliegendes, faltbares Display setzen soll, werde nach den Informationen von Bloomberg erst danach erscheinen, obwohl es bereits einen funktionierenden Prototypen gibt, da diese Variante als potentiell erstes Modell anstatt des nun vorgestellten Galaxy Fold gehandelt wurde. Diese Variante soll dann aber vor allem dünner als das jetzige Galaxy Fold ausfallen, da kein zusätzliches Display mehr verbaut werden muss.

Als Vorreiter mit allen Varianten experimentieren

Durch das schnelle Nachlegen zweier weiterer Modelle wolle Samsung zügig die Oberhand im noch jungen Segment der Falt-Smartphones übernehmen. Welches Design schlussendlich am sinnvollsten ist und sich, wenn überhaupt, auf dem Markt durchsetzen wird, ist noch völlig offen. Samsung möchte allerdings offenbar für jeden möglichen Ausgang mit einem passenden Modell gerüstet sein.

Kostenloser Display-Austausch bei Falt-Schäden?

Gleichzeitig arbeite Samsung an einer besseren Haltbarkeit der faltbaren Displays. Derzeit soll das Display nach rund 10.000 Faltvorgängen sichtbare Spuren aufweisen, weshalb Samsung bereits über einen kostenlosen Display-Austausch nachdenke.

Corning arbeitet an biegbarem Glas-Schutz

Corning arbeitet indes an einem flexiblen Glas für Falt-Smartphones, das eine Mischung aus Gorilla und Willow Glass sein soll. Bis zu 200.000 Faltvorgänge mit einem Radius von 5 Millimetern seien inzwischen mit dem weniger als 0,1 Millimeter dicken Glas möglich.

Neues Corning-Glass für Falt-Smartphones
Neues Corning-Glass für Falt-Smartphones (Bild: Corning)