Im Test vor 15 Jahren: 13 Kopfhörer und Headsets bis 250 Euro

Robert McHardy 45 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: 13 Kopfhörer und Headsets bis 250 Euro

tl;dr: Kopfhörer versus Headsets, ein Thema, an dem sich heute wie vor 15 Jahren die Geister scheiden. Im April 2004 testete ComputerBase daher insgesamt 13 Headsets respektive Kopfhörer (Test) in On-Ear- und Over-Ear-Bauweise bis 250 Euro.

Einsteiger- bis High-End-Audio

Im Test befanden sich Headsets und Kopfhörer aller Couleur, von Einsteiger- über Surround- bis hin zu High-Fidelity-Wiedergabegeräten. Trotz der Einschränkung auf die etablierten Audio-Hersteller AKG und Sennheiser sowie die Anbieter Creative, Speedlink und TerraTec wurden am Ende 13 Headsets respektive Kopfhörer getestet.

Von AKG stammten vier der Testkandidaten, wobei es sich ausschließlich um Kopfhörer handelte. Der halboffene, ohraufliegende K 101 war sowohl für den portablen als auch für dein Heimeinsatz konzipiert. Etwas weiter oben angesiedelt war der geschlossene und ohrumschließende K 271 Studio, der über bessere Technik und eine Ein-/Ausschaltautomatik verfügte. Der geschlossene, ohraufliegende K 171 war aufgrund seiner guten Abschirmeigenschaften ein klassischer DJ-Kopfhörer. Die High-End-Klasse repräsentierte der halboffene und ohrumschließende K 301 xtra, der mit einer Bügelbandautomatik und eines Lederbügelbandes auf Komfort setzte.

AKG K 101 AKG K 171 Studio AKG K 271 Studio AKG K 301 xtra
Übertragungsbereich 18–22.000 Hz 18–26.000 Hz 16–28.000 Hz 18–26.000 Hz
Gewicht ohne Kabel 160 g 200 g 240 g 245 g
Kabel 3 m
einseitig
3 m
einseitig
steckbar
Impedanz 19 Ohm 55 Ohm
Polsterung Kunstleder
wechselbar
Bauform halboffen geschlossen halboffen
Stecker 3,5 & 6,3 mm
Ohrkontakt ohraufliegend ohrumschließend
Besonderheiten hartvergoldete Klinkenstecker
Verkaufspreis 65 Euro 139 Euro 179 Euro 129 Euro

Mit fünf der getesteten Kopfhörer stellte Sennheiser die Mehrheit des Testfeldes. Dazu gehörten das PC 150 als Einsteiger-Headset in geschlossener und ohraufliegender Bauweise, das geschlossene und ohraufliegende PX 200, das sich sich kompakt zusammenfalten ließ, sowie das geschlossene und ohraufliegende HD 212 Pro, welches für preisbewusste DJs ausgelegt war. Das Sennheiser HD 497 war nahezu baugleich zum HD 212 Pro, allerdings in offener statt geschlossener Bauweise ausgeführt. Als Modell für audiophile Nutzer wurde das HD 600 Avantgarde in offener und ohrumschließender Bauweise getestet.

Sennheiser PC 150 Sennheiser PX 200 Sennheiser HD 212 Sennheiser HD 497 Sennheiser HD 600
Übertragungsbereich 18–22.000 Hz 10–21.000 Hz 12–19.000 Hz 24–22.000 Hz 12–39.000 Hz
Gewicht ohne Kabel 135 g 60 g 130 g 130 g 260 g
Kabel 3m
einseitig fest
1,4 m
zweiseitig fest
3 m
zweiseitig
steckbar
Impedanz 32 Ohm 300 Ohm
Polsterung Samt
wechselbar
Kunstleder
wechselbar
Samt
wechselbar
Bauform geschlossen offen
Stecker 2 × 3,5 mm 3,5 mm 3,5 & 6,3 mm
Ohrkontakt ohraufliegend ohrumschließend
Besonderheiten Lautstärkeregler im Kabel
Mikrofon
Transportbox
Kopfhörer faltbar
hartvergoldete Klinkenstecker
Verkaufspreis 79 Euro 62 Euro 39 Euro 59 Euro 245 Euro

Von den verbleibenden Modellen entfielen mit dem geschlossenen, ohraufliegenden Creative HQ-1300 sowie dem geschlossenen, ohraufliegenden Creative HS-300 Headset mit Nackenband zwei auf Creative. Ein Vertreter der besonderen Art stammte von Speedlink: Das halboffene, ohrumschließende Medusa 5.1 Headset verfügte über vier Lautsprecher in jeder Ohrmuschel, um 5.1-Surround-Sound zu vermitteln. Bei dem geschlossenen, ohraufliegenden TerraTec Mystify Headset ließ sich das Mikrofon sowohl rechts als auch links tragen.

Creative HQ1300 Creative HS300 TerraTec Mystify Speedlink Medusa 5.1
Übertragungsbereich 20–20.000 Hz 20–15.000 Hz 30–18.000 Hz 20–20.000 Hz
Subwoofer 20–120 Hz
Gewicht ohne Kabel 251 g 86,5 g 105 g 345 g
Kabel 3m
einseitig fest
2,5 m
einseitig fest
3m
einseitig fest
Impedanz 32 Ohm 32 Ohm Surround
64 Ohm Center
8 Ohm Subwoofer
Polsterung Samt
wechselbar
Schaumstoff
wechselbar
Samt
wechselbar
Bauform geschlossen halboffen
Stecker 3,5 & 6,3 mm 2 × 3,5 mm 3,5 mm &
9-poliger DIN
Ohrkontakt ohraufliegend ohrumschließend
Besonderheiten Lautstärkeregler
im Kabel
hartvergoldete
Klinkenstecker
Nackenbügel-Headset
Lautstärkeregler
im Kabel
Mikrofon
Lautstärkeregler
im Kabel
Mikrofon
Vorverstärker
Lautstärkeregler
im Kabel
Mikrofon
Verkaufspreis 29 Euro 15 Euro 49 Euro 79 Euro

Am Ende des Tests konnten fünf der Headsets eine Empfehlung einheimsen. Das AKG K 301 xtra konnte für einen Preis von 129 Euro brillante und differenzierte Höhen und einen kräftigen, klaren Bass liefern. Die eigentliche Überraschung war der Sennheiser PX 200, der für lediglich 62 Euro dezente Höhen in Kombination mit einem druckvollen Bass und hervorragender Verarbeitung bot. Auch der Sennheiser PC 150 für 79 Euro konnte im Test mit einem guten Mikrofon, hohem Tragekomfort und brauchbarem Klang zu einer Empfehlung für Spieler bringen. Wer mehr auf Musik Wert legte, der war mit dem warm abgestimmten AKG K 271 Studio samt hervorragender Klangpräzision und -balance besser beraten. Für 179 Euro erhielten Interessenten hier viel Kopfhörer für einen weiterhin bezahlbaren Preis. Mit 245 Euro der teuerste Kopfhörer im Test, konnte der Sennheiser HD 600 vor 15 Jahren auch viel Lob verbuchen. Die Charakteristiken waren ein „sehr schöner, satter und kraftvoller Bass, klare Mitten, transparente Höhen, extreme Natürlichkeit und Detail-Reichtum ohne Frequenzlöcher“.

Aktuelle Headsets im Test

Dass das Thema Headsets und Kopfhörer auch 2019 noch ein wichtiges Thema für Spieler ist, zeigt das Interesse an den diversen Tests in diesem Bereich. Einen Überblick über sämtliche Headset-Tests auf ComputerBase kann an dieser Stelle abgerufen werden.

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In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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