Razer Blade 15 (2019) im Test: Alu-Gaming-Notebook mit viel mehr Leistung

Jan-Frederik Timm 97 Kommentare
Razer Blade 15 (2019) im Test: Alu-Gaming-Notebook mit viel mehr Leistung

tl;dr: Das schlanke Gaming-Notebook Razer Blade 15 gibt es im Jahrgang 2019 auch mit Nvidias Turing-GPUs. Die stärkste Variante mit GeForce RTX 2080 Max-Q kann sich im 0,5 mm dickeren Chassis so um über 40 Prozent vom schnellsten Vorjahresmodell absetzen. Die Lautstärke sinkt dabei sogar.

Technische Daten im Überblick

Vor einem Jahr vollzog Razer beim Blade den Sprung von 14,0 auf 15,6 Zoll. Der größere Formfaktor tat dem Razer Blade 2018 im Test gut, in Anbetracht des hohen Preises und der an vielen Stellen hervorragenden Umsetzung sowie Verarbeitung fiel das Kühlsystem auf dem Desktop aber noch negativ auf.

Das Razer Blade 15 2019 mit RTX 2080 Max-Q im Test
Das Razer Blade 15 2019 mit RTX 2080 Max-Q im Test (Bild: Razer)

Zur Vorstellung der mobilen GeForce-RTX-GPUs auf Basis von Nvidia Turing hat Razer das neue Razer Blade im Januar erstmals aktualisiert. Anpassungen haben sich dabei allerdings ausschließlich auf zwei Aspekte bezogen: die GPUs und das Gehäuse.

Bei den GPUs gibt es mit GeForce RTX 2060, 2070 und 2080 Max-Q ab sofort drei Optionen und eine davon ist deutlich stärker als im Vorgänger. Und das Gehäuse ist jetzt immer 17,8 mm dick und damit 0,5 bis 1,0 mm dicker als der Vorgänger.

Modell Breite × Tiefe × Höhe Gewicht
Blade 2019, GeForce RTX 2060/2070/2080 Max-Q 355 × 235 mm x 17,8 mm 2,1 kg
Blade 2018, GeForce GTX 1070 355 × 235 mm x 17,3 mm 2,1 kg
Blade 2018, GeForce GTX 1060 355 × 235 mm x 16,8 mm 2,1 kg
Blade 2017, GeForce GTX 1060 345 × 235 mm x 17,9 mm 1,9 kg

An der CPU, den Anschlüssen und den Displays hat sich zur Aktualisierung im Januar hingegen nichts getan, sodass die Erkenntnisse aus dem Test des Razer Blade 15 2018 von vor einem Jahr weiterhin ihre Gültigkeit haben. Dieser Test widmet sich im Kern der jetzt maximal möglichen Spieleleistung sowie dem Kühlsystem, das noch einmal bis zu 50 Watt mehr Verlustleistung abführen muss.

Drei Leistungsstufen in Razer Synapse

Über Razers Software-Suite Synapse lässt sich auch das neue Blade 15 in der Leistung anpassen. Drei Profile stehen zur Auswahl: „Ausgeglichen“, „Gaming“ und „Ersteller“. Was sie im Detail tun? Das verraten weder Synapse noch der Reviewer's Guide noch Razer auf Nachfrage. Tests in Anwendungen und Spielen bringen die Anpassungen dann aber doch ans Licht: sie betreffen die CPU und (über das Kühlsystem) die GPU.

Razer Synapse bietet drei Leistungsprofile an
Razer Synapse bietet drei Leistungsprofile an

„Ausgeglichen“ limitiert die CPU auf 35 Watt TDP, während „Gaming“ und „Ersteller“ die vollen 45 Watt zulassen. Mit weniger schnell drehenden Lüftern legt „Ausgeglichen“ gegenüber „Gaming“ darüber hinaus der GPU die Temperaturfesseln an: In Kingdom Come: Deliverance (UHD) erreicht das Razer Blade 15 so nur 1.150 MHz („Ausgeglichen“) statt 1.250 MHz („Gaming“), weil es bei 76 °C im Templimit hängt. Dafür fällt die Lautstärke mit 38 zu 44 Dezibel wahrnehmbar niedriger aus.

Modus CPU Package Power1 GPU-Takt2 GPU-Limit3 Lautstärke4
Ausgeglichen 35 Watt 1.150 MHz Temperatur 38 dB
Gaming 45 Watt 1.250 MHz TDP 44 dB
Ersteller 45 Watt 1.100 MHz TDP 42 dB
1 Maximum Dauerlast Prime95, 2,3,4 Dauerlast Kingdom Come: Deliverance (UHD)

„Ersteller“ liegt in Spielen bei 42 Dezibel und damit dazwischen. Das verwundert, denn die GPU erreicht bei 70 °C nur noch 1.100 MHz und verbraucht demzufolge weniger. In diesem Modus liegt die Fessel also allem Anschein nach bei der TDP der Grafikkarte.

Es macht also durchaus einen Unterschied, in welchem Modus das Razer Blade 15 betrieben wird. Dem versierten Anwender sollte Razer die Hintergründe in Synapse allerdings auch erklären, anstatt sie sogar über die Presseabteilung zu verschweigen.

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