RTX 2060 Super & 2070 Super im Test: Kühlsystem, Verbrauch und Overclocking

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Wolfgang Andermahr 899 Kommentare

Lautstärke & Kühlung

Nvidia hat am Verhalten der Lüfter der Founders-Edition-Modelle auf dem Windows-Desktop mit Super keinerlei Änderungen vorgenommen. Das hat zur Folge, dass beide Modelle weiterhin gut hörbar rauschen. Die GeForce RTX 2060 Super FE kommt bei der Messreihe mit 1.500 Umdrehungen auf 31,0 Dezibel, die GeForce RTX 2070 Super FE erreicht mit derselben Drehzahl aufgrund der größeren Lüfter 31,5 Dezibel.

GeForce RTX 2060 Super und RTX 2070 Super im Test
GeForce RTX 2060 Super und RTX 2070 Super im Test

Weil die Lüfter vor der Initialisierung des Grafikkartentreibers mit einer deutlich geringeren Drehzahl arbeiten, sollte technisch auch weniger drin sein. Warum Nvidia hier nicht eingreift, hat der Konzern bisher nicht erklärt. Wer auf dem Windows-Desktop einen absolut leisen Rechner haben möchte, muss sich so weiterhin bei anderen Modellen umsehen.

5 Einträge
Lautstärke – Windows-Desktop
Einheit: dB(A)
  • 3.840 × 2.160, 60 Hz:
    • PowerColor RX 570 Red Devil
      28,0
    • Sapphire RX 580 Nitro+
      28,0
    • Sapphire RX 590 Nitro+
      28,0
    • Asus GTX 1660 Ti Strix OC
      28,0
    • AMD Radeon RX Vega 56
      29,0
    • AMD Radeon RX Vega 64
      29,0
    • AMD Radeon VII
      29,0
    • Nvidia GeForce RTX 2060 FE
      29,5
    • Nvidia GeForce GTX 1070
      30,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080
      30,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti
      30,0
    • Asus GeForce RTX 2070 Turbo
      30,0
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      31,0
    • Zotac GeForce GTX 1660
      31,0
    • Nvidia RTX 2060 Super FE
      31,0
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      31,5
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      31,5
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      31,5

Schwach im Idle, für Referenzkarten aber gut im Spiele-Betrieb: So schneiden die Founders-Edition-Kühler ab. Die GeForce RTX 2060 Super FE agiert unter Last mit rund 2.000 Umdrehungen in der Minute, was eine gemessene Lautstärke von 38 Dezibel bedeutet. Das ist ein Dezibel lauter als die GeForce RTX 2060 FE, aber immer noch angenehm leise. Das Ergebnis entspricht bei 15 Watt höherer TDP und identischem Kühler den Erwartungen.

Die GeForce RTX 2070 Super FE kommt mit 1.950 Umdrehungen wie bisher auf 38 Dezibel und bleibt damit ein Dezibel leiser als die GeForce RTX 2080 FE mit identischem Kühlsystem.

Die Founders-Edition-Kühler scheitern damit erneut nur aufgrund des Lüfterverhaltens auf dem Desktop für eine Empfehlung in einem leisen Rechner, nicht aufgrund des Founders-Edition-Kühlers selbst.

Wie heiß werden die Grafikkarten

Die Founders-Edition-Modelle bleiben durchweg kühl. Auf dem Windows-Desktop lassen sich 30 Grad Celsius beziehungsweise 31 Grad Celsius messen. Beim Spielen wird die TU106-GPU der GeForce RTX 2060 Super FE dann 76 Grad warm, die Kartenrückseite erhitzt sich auf 54 Grad Celsius. Der Rechenkern der GeForce RTX 2070 Super FE kommt im 3D-Modus auf 75 Grad, die Kartenrückseite wird maximal 65 Grad Celsius warm. Beide sind damit weit von den kritischen 83 °C entfernt.

Messung der Leistungsaufnahme

Nvidia hat an der Leistungsaufnahme auf dem Windows-Desktop offenbar kleinere Verbesserungen vorgenommen. Turing schnitt in dieser Disziplin bis jetzt eher unterdurchschnittlich ab. Die GeForce RTX 2060 Super FE kommt jetzt hingegen auf neun Watt, die GeForce RTX 2070 Super FE gar nur auf sieben Watt. Das sind zwei respektive fünf Watt weniger als die Vorgänger, sodass Turing nun auch bei dieser Messreihe vorne mitspielt.

Am Treiber liegt das nicht, wie die Redaktion überprüft hat: Die alten Modelle bleiben mit dem ersten Treiber für GeForce RTX Super auf dem bekannten Niveau.

5 Einträge
Leistungsaufnahme der Grafikkarte – Windows-Desktop
Einheit: Watt (W)
  • 3.840 × 2.160, 60 Hz:
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      7
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      9
    • Nvidia GeForce GTX 1070
      9
    • Nvidia GeForce GTX 1080
      9
    • Nvidia GeForce GTX 1660 Ti
      9
    • Nvidia RTX 2060 Super FE
      9
    • Nvidia GeForce GTX 1660
      10
    • AMD Radeon RX Vega 56
      11
    • Nvidia GeForce RTX 2060 FE
      11
    • AMD Radeon VII
      12
    • Nvidia GeForce RTX 2070
      12
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      12
    • AMD Radeon RX Vega 64
      13
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti
      13
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      13
    • AMD Radeon RX 570
      16
    • AMD Radeon RX 580
      20
    • AMD Radeon RX 590
      20

Der Stromhunger auf YouTube

Und auch bei der UHD-Videowiedergabe auf YouTube sind die Messwerte deutlich besser. Die GeForce RTX 2060 Super FE benötigt dafür 20 Watt, bei der GeForce RTX 2060 waren es noch 26 Watt. Die GeForce RTX 2070 Super FE kommt ebenso auf 20 Watt, was sieben Watt weniger als beim Vorgänger bedeutet. Damit ist in etwa das Pascal-Niveau erreicht.

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Leistungsaufnahme der Grafikkarte – YouTube-Video
Einheit: Watt (W)
  • 3.840 × 2.160, 60 FPS:
    • AMD Radeon VII
      16
    • Nvidia GeForce GTX 1060
      16
    • Nvidia GeForce GTX 1070
      17
    • Nvidia GeForce GTX 1660 Ti
      17
    • Nvidia GeForce GTX 1080
      18
    • Nvidia RTX 2060 Super FE
      20
    • Nvidia RTX 2070 Super FE
      20
    • Nvidia GeForce RTX 2060 FE
      26
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      26
    • AMD Radeon RX Vega 56
      27
    • Nvidia GeForce RTX 2070
      27
    • AMD Radeon RX Vega 64
      28
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti
      29
    • AMD Radeon RX 570
      30
    • AMD Radeon RX 580
      32
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      32
    • AMD Radeon RX 590
      36

Der Stromhunger im Spielen

In Spielen benötigt die GeForce RTX 2060 Super FE im Durchschnitt 174 Watt. Das sind bei offiziell 15 Watt höherer TDP gemessene 14 Watt mehr als die GeForce RTX 2060 und acht Watt mehr als die GeForce RTX 2070. Die GeForce RTX 2070 Super FE kommt derweil auf 222 Watt. Damit steigt die Leistungsaufnahme gegenüber der GeForce RTX 2070 um 55 Watt an. Das passt nicht ganz zu den von Nvidia angegebenen 40 Watt mehr Verbrauch. Die GeForce RTX 2070 Super FE braucht damit nur sechs Watt weniger Energie als die GeForce RTX 2080 FE.

Die Energieeffizienz als Performance pro Watt

Die GeForce RTX 2060 Super FE hat eine um vier Prozent bis fünf Prozent bessere Energieeffizienz als die GeForce RTX 2060 FE. Die GeForce RTX 2070, die mit derselben TU106-GPU ausgestattet ist, arbeitet aber noch ein wenig effizienter und liefert pro Watt sechs Prozent bis sieben Prozent zusätzliche FPS.

Die GeForce RTX 2070 Super FE benötigt hingegen ein gutes Stück mehr elektrische Leistung als der Vorgänger, sodass die GeForce RTX 2070 als eine der effizientesten Grafikkarten überhaupt deutlich effizienter arbeitet.

Die GeForce RTX 2070 Super FE ist damit vorerst die ineffizienteste Turing-Grafikkarte im gesamten Portfolio, liegt damit aber immer noch minimal über dem Pascal-Niveau.

Die Grafikkarte übertaktet

Die TU106-GPU der GeForce RTX 2060 Super FE lässt sich um 147 MHz anheben, bevor es zu ersten Abstürzen kommt. In Verbindung mit dem maximierten Power Limit arbeitet die Grafikkarte in Spielen dann mit knapp 2.000 MHz. Der 8 GB große GDDR6-Speicher lässt sich um 753 MHz übertakten. Der Basis-Takt beträgt dann 1.617 MHz, der Speichertakt 7.753 MHz.

Die GeForce RTX 2070 Super wechselt auf die Dimensionen der 2080 RTX
Die GeForce RTX 2070 Super wechselt auf die Dimensionen der 2080 RTX

Bei dem TU104 der GeForce RTX 2070 Super FE ist ein Plus von 155 MHz, was in einem Basis-Takt von 1.760 MHz resultiert. In Spielen arbeitet die Grafikkarte dann mit minimal mehr als 2.000 MHz. Der GDDR6-Speicher lässt sich um 807 MHz auf 6.807 MHz übertakten, bevor es zu Grafikfehlern kommt.

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