Overwatch: Spieler müssen sich bald auf eine Rolle festlegen

Max Doll 49 Kommentare
Overwatch: Spieler müssen sich bald auf eine Rolle festlegen
Bild: Blizzard

Blizzard verfeinert das Matchmaking in Overwatch, um auch beim Spielen mit Fremden für ausgeglichene Zusammenstellungen zu sorgen. Dazu müssen Spieler künftig vor Beginn der Suche ihre gewünschte Rolle wählen, auf die sie anschließend festgelegt bleiben.

In Ranglisten-Matches haben Spieler vor Beginn der Partie 40 Sekunden Zeit, einen Helden und damit ihre Rolle im Spiel zu wählen. Da das Matchmaking nicht berücksichtigen kann, wer was zu spielen beabsichtigt, kann es dazu kommen, dass eine Rolle übermäßig oft oder gar ausschließlich gewählt wird – denn das Einigen mit Fremden ist schwieriger, als sich mit Bekannten und Freunden abzustimmen. Entsprechend einseitig geht dann oftmals ein Match aus.

Blizzard zwingt zur Festlegung

Um Frustrationen zu vermeiden, wird Blizzard eine Rollenwahl einführen, die derzeit auf den Testservern erprobt wird und ab dem 1. September regulär verfügbar sein soll. Vor Beginn des Matchmakings müssen Spieler mit diesem System wählen, ob sie die Rolle Tank, Damage oder Support übernehmen möchten. Anschließend sucht Blizzard ein passendes Match, in dem zwei Spieler jeder Klasse aufeinander treffen. Der Trick: Jeder Spieler muss seine Rolle tatsächlich spielen, denn ein Wechsel des Charakters ist nur innerhalb der gewählten Rolle möglich. Einem Tank im Spiel eine unterstützend wirkende Spielfigur zu wählen wird nicht erlaubt.

Abstimmen müssen sich Spieler mit diesem System immer noch, aber nur in fokussierter Form noch hinsichtlich der Ausgestaltung ihrer Rolle und dem Finden von Synergien. Zudem hält das Spiel ambivalente Helden wie Brigitte bereit, deren Tank-Support-Doppelrolle jedoch bald zugunsten einer stärkeren Unterstützungstätigkeit entfallen soll.

Eine Bewertung pro Rolle

Damit genug Spieler für jede Rolle verfügbar sind, wird die Wartezeit pro Rolle im Matchmaking angegeben. Außerdem überlegt Blizzard, bei der Wahl einer wenig gefragten Rolle mit Belohnungen zu locken. Auch an anderen Stellen setzt das Studio an, um Schwachstellen des bisherigen Systems zu eliminieren: Für jede der Rollen wird es eine eigene Spielerbewertung geben. Spieler, die als Tank gut, aber als Support schlecht spielen, erhalten dadurch jeweils Mitspieler und Gegner, die auf ihr spezifischen Können abgestimmt sind und können diese Rolle spielen, ohne ein höheres Ranking in Mitleidenschaft zu ziehen. Dadurch sollen Hemmungen abgebaut werden, weniger talentiert gespielte Rollen zu meiden.