232 Millionen Nutzer: Spotify macht 70 Cent Verlust pro Abonnement

Frank Hüber 170 Kommentare
232 Millionen Nutzer: Spotify macht 70 Cent Verlust pro Abonnement
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Nach Abschluss des zweiten Quartals hat Spotify die Quartalsergebnisse veröffentlicht und weist weiterhin ein deutliches Wachstum bei den Nutzerzahlen vor – sowohl bei den bezahlten Abonnements als auch bei den Nutzern der kostenlosen Variante des Musikstreaming-Dienstes.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 sind die monatlich aktiven Nutzer um 29 Prozent von 180 Millionen auf nunmehr 232 Millionen gestiegen. Davon verfügen 108 Millionen Nutzer über ein kostenpflichtiges Abonnement. Ein Anstieg um 31 Prozent im Jahresvergleich, denn Ende des zweiten Quartals 2018 wies Spotify noch 83 Millionen zahlende Abonnenten vor.

Entwicklung der Nutzerzahlen bei Spotify
Entwicklung der Nutzerzahlen bei Spotify (Bild: Spotify)

Apple kommt auf 60 Millionen Abonnenten

Innerhalb eines Quartals hat Spotify so rund 8 Millionen neue Abonnenten gewonnen, was jedoch etwas unter den erwarteten 8,5 Millionen neuen Abonnenten liegt. Ende März verzeichnete Spotify noch 217 Millionen aktive Nutzer bei 100 Millionen Abonnenten. In den 108 Millionen „zahlenden“ Kunden sind allerdings auch diejenigen Nutzer enthalten, die die kostenlose 30-tägige Testmitgliedschaft nutzen. Auch Apple zählt bei den Nutzerzahlen von Apple Music Nutzer der 3-monatigen Probemitgliedschaft mit und kam so Ende Juni auf 60 Millionen Abonnenten. Bis Ende 2019 möchte Spotify die Zahl der Abonnenten auf bis zu 125 Millionen steigern.

Mit einem Anteil von 36 Prozent kommen die meisten Nutzer aus Europa, gefolgt von Nordamerika mit 28 Prozent und Lateinamerika mit 21 Prozent. Der Anteil unter den zahlenden Nutzern ist mit 40 Prozent für Europa dabei sogar noch etwas höher.

Umsatz pro Nutzer rückläufig

Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer ist im Vergleich zum ersten Quartal zudem mit einem Prozent leicht rückläufig und liegt nun bei 4,86 Euro. Spotify erwartet, dass der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer auch im weiteren Verlauf des Jahres leicht rückläufig sein wird, wobei dieser Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen soll.

Umsatz legt insgesamt zu, Verlust verringert

Da die Nutzerzahlen jedoch erhöht wurden, legte auch der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent zu und liegt nun bei 1,67 Milliarden Euro. Der Anteil der Einnamen durch die werbefinanzierte, kostenlose Version von Spotify liegt dabei bei nur etwas über 10 Prozent. Der Verlust im Quartal beträgt 76 Millionen Euro, nachdem er im ersten Quartal 2019 noch bei 142 Millionen Euro lag.

Nichts neues zum Kartellverfahren gegen Apple

Neuigkeiten zu der von Spotify gegen Apple angestrebten Kartellbeschwerde hat das Unternehmen im Rahmen der Quartalszahlen aber nicht bekannt gegeben.