Neuer Anlauf: SK Hynix will mit SuperCore-SSDs Endkunden erreichen

Michael Günsch 41 Kommentare
Neuer Anlauf: SK Hynix will mit SuperCore-SSDs Endkunden erreichen
Bild: SK Hynix

Schon lange hat SK Hynix keine neue SSD für Endkunden vorgestellt. Mit der Einführung der SuperCore-SSD-Familie will der Speicherhersteller diesen Markt wieder ins Visier nehmen. Den Anfang macht mit der SK Hynix Gold S31 eine SATA-SSD in üblicher 2,5-Zoll-Bauweise. NAND-Flash, DRAM und Controller stammen aus eigenem Hause.

„SuperCore“ bedeutet zunächst typische SATA-Kost für Endkunden

Die Gold S31 SSD nutzt nicht näher spezifizierten 3D-NAND und einen „SK Hynix Controller“ zu dem ebenso keine Details vorliegen. Die Varianten mit 250 GB, 500 GB oder 1 TB Speicherplatz sollen in der Spitze für diese Art von SSD typische Werte von 560 MB/s lesend und 525 MB/s schreibend erreichen und sind mit 5 Jahren Garantiezeit sowie bis zu 600 TB Schreibgarantie (TBW) versehen.

Marktstart zunächst exklusiv bei Amazon USA

Zunächst werde die Gold S31 in diesem Jahr exklusiv bei Amazon in den USA angeboten. Erst 2020 folge voraussichtlich der Verkauf in anderen Märkten Nordamerikas sowie in Europa. Im kommenden Jahr sei auch mit einer „PCIe-Version der SSD“ zu rechnen.

SK Hynix Gold S31 als erste SSD der SuperCore-Familie für Verbraucher
SK Hynix Gold S31 als erste SSD der SuperCore-Familie für Verbraucher (Bild: SK Hynix)

In den USA kostet die Gold S31 rund 50 US-Dollar für 250 GB, 78 US-Dollar für 500 GB und 124 US-Dollar für 1 TB. Die Preise bewegen sich damit zwischen Crucial MX500 (günstiger) und Samsung 860 Evo (teurer).

OEM-SSDs könnten als Basis dienen

SK Hynix scheint bereits die Produktseiten für die Consumer-SSDs zu überarbeiten, denn viele Links laufen aktuell ins Leere. Die Möglichkeit besteht, dass SK Hynix auf Technik der Client-SSDs für OEM-Systeme zurückgreift. Hier wird zum Beispiel die SATA-SSD SC401 mit ähnlichen Leistungswerten und Speicherkapazitäten angeboten. Dort finden sich auch schnellere Modelle mit PCIe 3.0 x2 (BC501) oder PCIe 3.0 x4 (PC401).

In Deutschland nur noch ein altes Modell mit 2D-NAND

Im deutschen Online-Handel ist die rund drei Jahre alte Canvas SL308 die derzeit einzige verfügbare Consumer-SSD von SK Hynix, die noch auf 2D-TLC-NAND des Herstellers basiert.

Für die neuen SSDs steht bereits 3D-NAND der 96-Layer-Generation oder neuerdings der 128-Layer-Generation bereit. Als einziger Hersteller spricht SK Hynix bei den jüngsten Versionen von „4D-NAND“.

Auch die anderen NAND-Hersteller Samsung, Micron, Intel, Toshiba und Western Digital bedienen den Endkundenmarkt mit eigenen SSDs. Während Marktführer Samsung seine NAND-Chips vornehmlich in eigenen SSDs verbaut, bieten die anderen Hersteller inklusive SK Hynix diese auch für SSDs von Drittanbietern an. Ein Beispiel ist die Plextor S3 SSD, die 2D-TLC-NAND von SK Hynix verwendet.

PCIe 4.0 bald im Enterprise-Portfolio von SK Hynix

Im Bereich der Enterprise-SSDs hat SK Hynix erst jüngst auf kommende Modelle der PE8000-Serie mit PCIe 4.0 aufmerksam gemacht.