IFA 2019

Synology: Vorschau auf neue NAS & Ser­ver mit bis zu 60 Einschüben

Frank Hüber 31 Kommentare
Synology: Vorschau auf neue NAS & Ser­ver mit bis zu 60 Einschüben
Bild: Synology

Auf der Synology Insight 2019 hat Synology neben neuen Informationen zum DiskStation Manager 7.0 auch erste Informationen zu neuen NAS-Modellen preisgegeben, die noch in diesem Jahr und Anfang 2020 erscheinen sollen. Im Einstiegssegment werden dies die DS120j und DS420j sein.

DS120j und DS420j erhalten RAM- oder SoC-Update

Die DS120j, die als Einstiegsmodell Platz für eine Festplatte bietet, setzt in der neuen Variante erneut auf den Dual-Core-Prozessor Armada 3700 von Marvell mit 800 MHz und 64-Bit-Architektur. Den Arbeitsspeicher verdoppelt Synology von 256 MB DDR3L auf nunmehr 512 MB DDR3L.

Wer im günstigen Einstiegssegment mehr Speicherplatz benötigt oder Wert auf einen RAID-Verbund legt, für den wird Synology im ersten Quartal 2020 mit der DS420j die bisherige DS418j neu auflegen. Bei diesem Modell ist es das System-on-a-Chip, das ein Update erfahren wird: Mit dem Realtek RTD1296 ersetzt Synology das Realtek RTD1293 und wechselt somit von einem 64-Bit-Dual-Core-Prozessor auf einen 64-Bit-Quad-Core-Prozessor.

Neue RackStation wechselt die Intel-CPU

Im Bürosegment hat Synology erste Details zur RackStation RS820+ beziehungsweise RS820RP+ bekannt gegeben, die mit vier Einschüben den Nachfolger der RS818+ beziehungsweise RS818RP+ darstellen und noch Ende 2019 in den Handel kommen sollen. Auch bei dem 1U-Rack-NAS wechselt Synology auf eine neuere CPU-Generation, nämlich von dem Intel Atom C2538 aus der Rangeley-Familie mit vier Kernen und 2,4 GHz zum Intel Atom C3538 aus der Denverton-Familie mit vier Kernen und 2,1 GHz. Neben dem Wechsel von 22 auf 14 nm wächst so auch der Cache von 2 auf 8 MB. Beim Arbeitsspeicher kommen zwar weiterhin im Auslieferungszustand 2 GB zum Einsatz, nun aber DDR4 statt DDR3. Dieser kann auf bis zu 18 GB erweitert werden. Wie der Vorgänger bietet die neue RackStation einen PCIe-Steckplatz, um eine Steckkarte für 10-Gigabit-Ethernet oder M.2-SSDs nachzurüsten. Die Übertragungsraten der RS820(RP)+ gibt Synology mit bis zu 1.621 MB/s lesend und 599 MB/s schreibend an.

PCIe-Steckkarte für M.2 und 10 GbE

Im nächsten Jahr wird Synology mit der E10M20-T1 auch eine entsprechende PCIe-Steckkarte veröffentlichen, die zwei M.2-NVMe-SSDs nach 2280/22110-Formfaktor unterstützt und einen 10-GbE-Anschluss bietet, der auch kompatibel zu Verbindungen mit 5, 2,5 und 1 Gigabit ist.

Synology E10M20-T1
Synology E10M20-T1 (Bild: Synology)

Neue Dual Controller mit 30 Sekunden Failover für Enterprisekunden

Für Enterprisekunden, die skalierbare Speicherlösungen benötigen, wird Synology der SA3400 die SA3600 zur Seite stellen. Kommt in der SA3400 ein Intel Xeon D-1541 mit acht Kernen zum Einsatz, wird in der SA3600 ein 12-Kern-Xeon-D verbaut sein. Das Modell soll ebenfalls nächstes Jahr erscheinen.

Im Bereich der Hochverfügbarkeitsserver mit Dual-Controller wird Synology hingegen noch in diesem Jahr den Unified Controller UC3200 veröffentlichen. Es ist das erste Synology-Modell mit Active-Active-Architektur. Synology nennt ein Failover von weniger als 30 Sekunden. Der Active-Passive-Dual-Controller SA3200D setzt auf einen Intel Xeon D mit vier Kernen und unterstützt SAS-Festplatten.

60 Einschübe und Intel Xeon Silver mit der HD6400

Mit der HD6400 bringt Synology im nächsten Jahr den ersten 4U-High-Density-Server des Unternehmens, der in 60 Einschüben eine Rohkapazität von bis zu 960 TB bietet. Als CPU kommt ein Intel Xeon Silver mit 8 Kernen und 2,1 GHz zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um den Intel Xeon Silver 4110. Der Speicherausbau kann maximal 512 GB ECC-RDIMM betragen, ausgeliefert wird das Modell mit 32 GB. Neben zwei 10-GbE-Anschlüssen bietet es auch zwei PCIe-Schnittstellen.

Synology Insight 2019
Synology Insight 2019 (Bild: Synology)