Nest Mini & Echo Dot mit Uhr im Test: Leistungsaufnahme und Fazit

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Frank Hüber 63 Kommentare

Leistungsaufnahme im Vergleich

Wie bei den technischen Daten bereits erwähnt, liefern die Netzteile der beiden Kontrahenten jeweils maximal rund 15 Watt. Die Leistungsaufnahme im Alltag fällt jedoch deutlich niedriger aus. ComputerBase testet sie sowohl im Standby als auch bei der Musikwiedergabe per Streaming über Spotify bei mittlerer Lautstärke. Die Uhr des Echo Dot ist auf mittlerer Helligkeit eingeschaltet, um ein realistisches Szenario darzustellen.

Google Nest Mini
Google Nest Mini
Leistungsaufnahme des Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Vergleich
Nest Mini Echo Dot mit Uhr
Display an Display aus
Standby 0,6 Watt 1,1 Watt 0,6 Watt
Musikstreaming 1,3 Watt 2,1 Watt 1,4 Watt

Auch bei der Leistungsaufnahme erweist sich der neue Nest Mini als genügsamer als der Echo Dot mit Uhr – sowohl im Standby als auch bei der Musikwiedergabe. Allerdings insbesondere dann, wenn die Uhr des Echo Dot aktiviert ist, da diese fast den gesamtem Unterschied in der Leistungsaufnahme erklärt.

Fazit

Die Verbesserungen des Nest Mini im Vergleich zum Home Mini liegen in einem minimal besseren Klang, einem zusätzlichen Mikrofon, einer verbesserten Bedienung, der Wandhalterung und dem schnelleren Assistant, der sich jedoch noch nicht auf Deutsch nutzen lässt. Dank Google Duo kann der Nest Mini jetzt auch für Telefoniefunktionen genutzt werden, hierfür wird allerdings ein Google-Duo-Konto benötigt, was unnötig umständlich ist. Dies sind zwar allesamt kleine, in Summe jedoch spürbare Verbesserungen, weshalb man dem Nest Mini uneingeschränkt den Vorzug vor einem Home Mini geben sollte.

Beim Echo Dot mit Uhr belässt es Amazon hingegen bei einem zusätzlichen LED-Display an der Vorderseite und überarbeitet den zuletzt Ende 2018 aufgefrischten Lautsprecher ansonsten nicht.

Nest Mini oder Echo Dot?

Die Frage, ob man zum neuen Nest Mini oder Echo Dot (mit Uhr) greifen sollte, ist nicht ohne Weiteres eindeutig zu beantworten. Beide sind in etwa gleich groß, bieten eine nahezu identische Funktionalität und kosten auch noch gleich viel. Sowohl Alexa als auch der Google Assistant haben Vor- und Nachteile: Google ist bei allgemeinen Anfragen besser aufgestellt, Alexa bei der Smart-Home-Steuerung und Skills voraus. Auch bei der Bedienung gibt es keinen eindeutigen Sieger, denn die unter dem Stoff verborgenen Knöpfe des Nest Mini runden das Design zwar sehr gut ab, praktischer sind jedoch die Buttons des Echo Dot, zumal der Nest Mini weiterhin keinen Knopf zum Aktivieren des Assistant bietet. Immerhin lässt sich die Musikwiedergabe nun über die Oberseite pausieren und fortsetzen. Zur Deaktivierung des Mikrofons muss der Nest Mini aufgrund der Platzierung des Schalters aber immer noch hochgehoben werden. Beim Klang liefert das Nest Mini hingegen das ausgewogenere, klarere Bild mit Stärken vor allem bei den Höhen – die Mitten und der Bass bleiben allerdings unterrepräsentiert.

Die Entscheidung, ob Nest Mini oder Echo Dot, hängt deshalb in erster Linie von persönlichen Präferenzen und dem Ökosystem ab, in dem sich der Nutzer bewegt. Wer einen Musik-Streaming-Dienst der beiden Anbieter nutzt, sollte auch zu den Lautsprechern des jeweiligen Unternehmens greifen, da Amazon nicht das Angebot von Google und Google nicht den Musikdienst von Amazon unterstützt. Und wer auch auf seinem Android-Smartphone häufig den Google Assistant nutzt, wird diese Wahl beim smarten Lautsprecher ebenfalls bevorzugen.

Der Echo Dot mit Uhr ist der perfekte Begleiter auf dem Nachttisch

Das Duell Nest Mini gegen Echo Dot mit Uhr entscheidet Amazon hingegen immer dann für sich, wenn aus der Uhr tatsächlich Nutzen gezogen werden kann – etwa in der Küche oder auf dem Nachttisch. Ob man sich den Echo Dot mit Uhr auf den Nachttisch stellen möchte oder hier die Datenschutzzweifel den Nutzen überwiegen, muss hingegen jeder selbst entscheiden. Eine Deaktivierung des Mikrofons raubt dem Echo Dot mit Uhr die Schlummer-Funktion, weshalb dies im Alltag keine sinnvolle Option ist.

Preislich gleichauf, häufig günstiger zu haben

Der Google Nest Mini ist ab heute in den Farben Carbon und Kreide für 59 Euro erhältlich. Der Amazon Echo Dot mit Uhr, den es nur in der Farbe Sandstein gibt, kostet hingegen 69,99 Euro und ist somit offiziell 10 Euro teurer als der Echo Dot (3. Gen.), der 59,99 Euro kostet. Wie eingangs erwähnt, sind beide Modelle im Rahmen von Rabattaktionen jedoch häufig günstiger zu haben, da beiden Herstellern derzeit noch vor allem an einer weiten Verbreitung der eigenen Dienste gelegen ist.

ComputerBase hat den Nest Mini und den Echo Dot mit Uhr leihweise von Google und Amazon zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme der Hersteller auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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