Apple Pencil: Haptisches Feedback soll für echtes Schreibgefühl sorgen

Frank Hüber 15 Kommentare
Apple Pencil: Haptisches Feedback soll für echtes Schreibgefühl sorgen
Bild: Apple

Ein neues Patent von Apple zeigt, wie das Unternehmen versucht, ein besseres Schreibgefühl mit dem Apple Pencil zu schaffen, indem dieser ein haptisches Feedback an den Benutzer zurückgibt. So soll der Eindruck erweckt werden, man würde auf Papier und nicht auf einem Tablet-Display schreiben.

Apple beschreibt dabei eine Technik, bei der sowohl die Spitze des Apple Pencils als auch haptisches Feedback über den Schaft des Stiftes ein authentisches Schreibgefühl vermitteln sollen.

Sensoren sollen dabei erkennen, wie sich die Spitze im Verhältnis zum Gehäuse des Stiftes bewegt, um Druck und Schreibrichtung richtig zu erfassen. Beispielsweise über magnetische Felder über magnetische Elemente im Schaft und der Spitze könne dann die Spitze des Apple Pencil gezielt bewegt werden, um das Gefühl zu geben, auf Papier zu schreiben, das einen höheren und raueren Widerstand aufweist als das Display des iPads. Der Spitze kämen so künftig zwei Aufgaben zu – Eingabe und Ausgabe zugleich.

Indem Apple das haptische Feedback nur für die Spitze und nicht den gesamten Stift nutze, sei ein sehr viel differenziertes Schreibgefühl möglich, das die Oberfläche, auf der geschrieben werde, sehr viel genauer simulieren könne, als dies bei einem vibrierenden Stift möglich sei, so Apple im Patentantrag. So ließen sich theoretisch auch unterschiedliche Oberflächen simulieren, wenn softwareseitig eine entsprechende Vorgabe gegeben wird.

Magnetische Elemente in der Spitze und dem Schaft eines Apple Pencils
Magnetische Elemente in der Spitze und dem Schaft eines Apple Pencils (Bild: US-Patentamt)

Grundlagen bereits im Patent aus 2015 beschrieben

Apple hatte bereits im Jahr 2015 – noch vor der Vorstellung des ersten Apple Pencil – ein ähnliches Patent eingereicht, bei dem ebenfalls durch haptisches Feedback das Schreiben auf einer texturierten Oberfläche simuliert werden soll. Das Patent aus diesem Jahr konkretisiert die Technologie allerdings auf die Spitze des Stylus, ist demnach also konkreter als das alte Patent.