Gaming-Monitore: IPS und Curved werden auch 2020 weiter zulegen

Frank Hüber 88 Kommentare
Gaming-Monitore: IPS und Curved werden auch 2020 weiter zulegen
Bild: AOC

Der weltweite Absatz von Gaming-Monitoren legte laut einer Analyse von WitsView auch im Jahr 2019 deutlich zu: Das Wachstum lag bei 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so dass insgesamt rund 8,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Als Gaming-Monitore zählen dabei Monitore mit einer Bildwiederholfrequenz von mindestens 100 Hz.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt das Wachstum aber geringer aus, denn 2018 lag dieses noch bei 112 Prozent, womit sich der Markt mehr als verdoppelt hatte. Aber auch für die nächsten Jahre wird weiterhin mit einem Wachstum gerechnet, auch wenn sich dieses voraussichtlich weiter verlangsamen wird.

Für 2020 sehen die Prognosen einen weltweiten Absatz von Gaming-Monitoren von 11 bis 12 Millionen Einheiten, was einem Wachstum von rund 31 Prozent entspricht. Im vergangenen Jahr hat sich vor allem das Angebot an Panel-Hersteller für Gaming-Monitore verbessert, was auch ein höheres Angebot und günstigere Preise von schnellen Monitoren zur Folge hatte. Neben Herstellern wie LG, AUO, Samsung und Innolux haben im Jahr 2019 auch CSOT und CEC Panda mit der Massenproduktion von Gaming-Panels begonnen.

2020 werden IPS-Panels zulegen

Vor allem der Anteil der VA-Panels bei Gaming-Monitoren ist im letzten Jahr deutlich gewachsen. Mit den neuen IPS-Panels von LG, die eine deutlich bessere Reaktionszeit bieten, wird für 2020 jedoch erwartet, dass der Anteil der IPS-Panels unter den verkauften Gaming-Monitoren auf 15 bis 20 Prozent zulegt. 2019 lag er bei rund 10 Prozent.

Curved erreicht 60 Prozent Marktanteil

Der Anteil der Curved-Displays unter den Gaming-Monitoren lag im Jahr 2019 bei 60 Prozent und hat somit erneut zugelegt. Ende 2018 lag der Anteil der Curved-Gaming-Monitore bei 54 Prozent, im Jahr 2017 waren lediglich 23 Prozent aller Gaming-Monitore gebogen.

Eine Biegung mit 1000R soll sich etablieren

Schon in Kürze werden Hersteller dabei stärker gebogene Monitore vorstellen. Liegt der kleinste Radius bei Curved-Displays derzeit bei 1500R – ein Monitor-Kreis hat also einen Radius von 1,5 Metern –, sollen bald Modelle mit 1000R vorgestellt werden. Dieser Radius entspricht dann ziemlich genau dem Sichtfeld des menschlichen Auges, das ebenfalls einem gewölbtem Bogen folgt.